1. Kulturpädagogisch

Konzentriert still ist es, wenn der Darmstädter Professor zum Lesen ansetzt. Enjambements und unterschiedliche Metriken bestimmen seinen Lesefluss. Mit nichts Geringerem als der „Ästhetischen Erlebniswelt Lyrik“ begann am Sonntagvormittag ein neuer Vorlesungsreigen über kulturpädagogische Reflexionen über die deutsche Literatur an der Landakademie Weilrod in Gemünden.

„Ich habe selten einen Menschen getroffen, der in so vielen Bereichen gelehrt hat“, stellte Vorstandsmitglied Professor Dr. Horst Seibert seinen Freund und ehemaligen Lehrer Professor Dr. Noack vor. In einem zweieinhalbstündigen Seminar führte der Darmstädter Professor – unter anderem Verfasser des Lehrbuches Sozialpädagogik – in die liedhafte, lehrhafte und hymnische Lyrik ein.

„Dicht“, so Noack, das stecke ja offensichtlich im Wort „Gedicht“ drin und lasse erahnen, dass es sich bei der Lyrik um eine komprimierte sprachliche Form handle. Im Zentrum der poetischen Struktur stehe jedoch immer das Bild. Zugleich seien aber bildhafte Erzählungen in Reimform noch lange keine Dichtung. „Das Bild ist das ursprüngliche poetische Phänomen; in ihm ereignet sich die Vergegenwärtigung der Dinge in der Welt. Diese Geschehnisse werden durch das Bild erfasst und in Sprache verwandelt.“ / Usinger Anzeiger

112. Form des Ghasel’s

Friedrich Rückert

Die Form des Ghasels

Die neue Form, die ich zuerst in deinen Garten pflanze,
O Deutschland wird nicht übel stehn in deinem reichen Kranze.
Nach meinem Vorgang mag sich nun mit Glück versuchen mancher
Sogut im persischen Ghasel, wie sonst in welscher Stanze.

Aus: Gesammelte Gedichte von Friedrich Rückert. Erster Theil. Frankfurt/ Main: Johann David Sauerländer, 1843, S. 609

Ghasele I.

Mewlana Dschelaleddin Rumi

1819.

Darüber als Motto:

»Im Osten tagt’s von unsres Feuereifers Lichte.«
J.v. Hammer,
in den Redekünsten Persiens.

Aus: Deutsche Geisteshelden. Aus dem Leben deutscher Dichter 
Eine Literaturkunde in Bildern von C. Carstensen. Große Ausgabe. 3., verm. Aufl. Braunschweig u. Leipzig: Verlag von Hellmuth Wollermann, 1914, S. 127.
Aus: Deutsche Geisteshelden. Aus dem Leben deutscher Dichter 
Eine Literaturkunde in Bildern von C. Carstensen. Große Ausgabe. 3., verm. Aufl. Braunschweig u. Leipzig: Verlag von Hellmuth Wollermann, 1914, S. 127.

111. Open Mike

Die Finalisten des 21. open mike

Lyrik

Lea Schneider (Berlin)
Verena Fiebiger (München)
Janin Wölke (Leipzig)
Stephan Reich (Berlin)
Maren Kames (Leipzig)

Bewerben konnten sich junge Autoren bis 35 Jahre, die noch kein Buch veröffentlicht haben. Die Auswahl der Finalisten haben sechs Lektoren aus renommierten Verlagen getroffen. Julia Graf (Hanser Berlin), Martin Kordic (Dumont Verlag), Günther Opitz (DTV), Ulrike Ostermeyer (Arche Literatur Verlag), Christian Ruzicska (Secession Verlag) und Thomas Tebbe (Piper Verlag) wählten aus über 680 eingesandten Texten ihre Favoriten aus. Während des Finales stellen sie die Teilnehmer dem Publikum und der Jury vor. Die Juroren Jenny Erpenbeck, Ulrich Peltzer und Raphael Urweider können bis zu drei Preisträger küren. Einer der Preise wird für Lyrik vergeben. Für die Preisträger steht eine Gewinnsumme von insgesamt 7500 EUR zur Verfügung. Außerdem wird der Preis der taz-Publikumsjury verliehen, der Gewinnertext wird in der taz veröffentlicht.

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110. In der Presse

findet sich Lyrik – keiner kommt dran vorbei – häufig auf den Politik- oder Wirtschaftsseiten und in der Werbung. Wie hier, Süddeutsche Zeitung*:

Man weiß nicht, ob man sich auf der Abiturfeier verliebt, bei einer Wohnungsbesichtigung oder bei einer Lesung postmoderner Lyrik. Wer die Liebe planen will, sucht im Internet (Foto:dpa).

*) Im Feuilleton: auch heute keine Spur. Film, Theater, Kunst und so. Sein Lyrikbedürfnis befriedigt der Jetztmensch im Alltag oder, wenn er Politiker, Zeitungsschreiber oder Werbespezi ist, auch im Beruf. Früher, ja da war es noch anders. Gottfried Benn bezeugt es:

wenn Sie am Sonntag morgen Ihre Zeitung aufschlagen, und manchmal sogar auch mitten in der Woche, finden Sie in einer Beilage meistens rechts oben oder links unten etwas, das durch gesperrten Druck und besondere Umrahmung auffällt, es ist ein Gedicht. Es ist meistens kein langes Gedicht, und sein Thema nimmt die Fragen der Jahreszeit auf, im Herbst werden die Novembernebel in die Verse verwoben, im Frühling die Krokusse als Bringer des Lichts begrüßt, im Sommer die mohndurchschossene Wiese im Nacken besungen, zur Zeit der kirchlichen Feste werden Motive des Ritus und der Legenden in Reime gebracht — kurz, bei der Regelmäßigkeit, mit der sich dieser Vorgang abspielt, jahraus, jahrein, wöchentlich erwartbar und pünktlich, muß man annehmen, daß zu jeder Zeit eine ganze Reihe von Menschen in unserm Vaterland dasitzen und Gedichte machen, die sie an die Zeitungen schicken, und die Zeitungen scheinen überzeugt zu sein, daß das Lesepublikum diese Gedichte wünscht, sonst würden die Blätter den Raum anders verwenden.

Was sie ja heute tun. Wann hat das eigentlich aufgehört? Kurz nach der Wiedervereinigung war es noch da, wie sich die Älteren erinnern werden. Obwohl schon Benn eine Ahnung hatte, denn im nächsten Satz sagt er:

Die Namen dieser Gedichthersteller sind meistens keine sehr bekannten Namen, sie verschwinden dann wieder aus den Feuilletons …

109. Früher

… ja, da

galt der Dichter, Zeitschriftengründer, Literaturprofessor und Institutionenstifter Walter Höllerer (…) als „Literaturpapst“.

(…) Höllerer nämlich war es, der zwei Jahre nach dem Mauerbau es aufgrund seiner einzigartigen Netzwerk-Fähigkeiten schaffte, von den Amerikanern in Gestalt des Deutschlandexperten Shepard Stone 1,4 Millionen Deutschmarks zu erhalten und diese Summe in die Gründung eines Literaturhauses – dem „Literarischen Colloquium Berlin“, das das ganze Jahr schon seinen 50. Geburtstag feiert – zu stecken.

Gruppe-47-Chef Hans Werner Richter attestierte Höllerer damals das Talent zum „Behörden-Sex-Appeal“. In jener Phase zwischen Mauerbau und Studentenbewegung war Walter Höllerer tatsächlich die zentrale Figur im literarischen Leben der jungen Bundesrepublik. Er gilt nicht nur als Begründer, sondern vor allem als Erfinder des modernen Literaturbetriebs.

Als Liberalem war es ihm ein Bedürfnis, Berlin an Traditionen anzubinden, die durch die Zeit der Terrorherrschaft der Nationalsozialisten zerstört worden waren. Gleichzeitig hatte er keine Berührungsängste, was Amerika betraf. / Peter Geiger, Mittelbayrische Zeitung

108. Poetopie

so weit du sie auch aufreißt – es sind nicht allein die Augen, mit denen du siehst

Hansjürgen Bulkowski

107. Poetenrosmarin

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Poetenrosmarin, Osyris, wächst in Italien und zu Narbonna in Franckreich. Die Staude hiervon zühet zusammen.

Aus: Zedlers Universal-Lexikon, Bd. 28, 1741, Sp. 1010.

 

106. Andere Sprache

Heute um 22:15 Uhr bei arte: DIE GLÜCKLICHEN DES AMAZONAS (52 Min.)

Die Sprache der Pirahã kennt weder Wörter für Zahlen und Farben noch Vergangenheits- oder Zukunftsformen und selbst Gott nicht. Erst vor kurzem ist es dem Forscher Daniel Everett als erstem Fremden gelungen, die Sprache zu entschlüsseln. Diese Entdeckung stellt anerkannte linguistische Theorien über die menschliche Sprache infrage.

Pirahã ist eine extrem schwierige Sprache, die Everett lernen muss. Kein Außenstehender hatte das je geschafft. Es ist eine Sprache, die von einer ganz anderen Art zu denken zeugt. Zahlen zum Beispiel kennen Pirahá nicht. Sie zählen nur „einen“ oder „viele“ Haken, stellt Everett erstaunt fest. „Als ich veröffentlichte, dass Pirahá nicht zählen, beschimpfte man mich als Rassisten“, sagt er. „Man warf mir vor, ich halte sie für dumm. Aber sie sind überhaupt nicht dumm. Sie benötigen einfach keine Zahlen in ihrem Leben. Wenn ich in Berlin bin, brauche ich dort auch keinen Pfeil und Bogen.“

Ob sie acht oder zehn Fische erlegen, ist den Pirahá egal. Entscheidend ist, dass sie genug haben. Sie sind selbstbewusst. Sie leben ohne Zahl und Zeit. Denn Everett entdeckt bei seinem Sprachstudium: Die Pirahá kennen keine Form für Vergangenheit, keine für die Zukunft. Sie leben im Augenblick. Für unseren Seinsbegriff ist das unvorstellbar – keine Erinnerungen ans Gestern, kein Blick zurück im Zorn. „Sie wissen schon, was Vergangenheit ist, aber sie reden eben nicht darüber“, so Everett. „Vergangenes, Geschichte, hat keine Bedeutung mehr, ist unwichtig für ihr Selbstbild. Das Einzige, was zählt ist, im Heute zu leben.“

Zufriedenheit statt Ehrgeiz – das spiegelt ihre Grammatik wider, so Everett, der immer mehr zum Sprachforscher wird, aber als Missionar an seine Grenzen stößt. Denn die Pirahã glauben nur an das, was sie sehen. „Sie fragten mich, wie Jesus aussieht“, so Everett. „Ich sagte: ‚Ich habe ihn nie gesehen.‘ ‚Hat dein Vater ihn gesehen?‘ ‚Nein.‘ ‚Hat irgendein Freund ihn gesehen?‘ ‚Nein, niemand hat ihn gesehen. ‚Warum willst du dann, dass wir an ihn glauben?‘ Sie wollten Jesus nicht. Ich fühlte mich wie ein Narr.“

105. Gomringers Technik

Gomringers zentrale ästhetische Technik ist die Überblendung von realen und fiktiven Menschenmonstern, etwa des „Todesarztes“ Josef Mengele und der Horrorfilmfigur Freddy Krueger. Dazu liefert der Band mit den Illustrationen von Reimar Limmer auch gespenstische Bebilderung, die in diesem Fall Mengele im blutbefleckten Kittel und Kruegers Eisenklaue über eine schlafende Schöne collagiert.

Nicht so schnell vergessen wird man auch Limmers Collage zu der so abwegigen wie ulkigen Phantasie des Prosagedichtes mit dem Titel „P“, der sowohl für „Psycho“ als auch für „Plath“ stehen könnte: Darin verwebt Gomringer die traurige Lebensgeschichte der amerikanischen Dichterin Sylvia Plath mit jener des Frauenmörders Norman Bates aus Hitchcocks Horrorfilm und lässt die beiden zusammen wohnen, bis Sylvia die Scheidung einreicht. Das endet wie folgt: „Sylvia weint und schreibt. Norman zieht in ein großes Haus am anderen Ende des Landes.“ / Jan Wiele, FAZ

Nora Gomringer: „Monster Poems“. Mit Illustrationen von Reimar Limmer. Verlag Voland & Quist, Leipzig 2013. 64 S., Abb., br. mit Audio-CD, 17,90,- €.

104. Ein wenig Lyrik

Bereit für ein wenig Lyrik?

Na wenns bei ein wenig bleibt.

Dann lassen wir Konstantin Wecker mal kurz von der Leine: Dem Weinstock werden die Reben, im Herbst so furchtbar schwer, und um zu überleben, gibt er sie einfach wieder her.

Das musste jetzt einfach mal sein. Weil gerade die Weinlese läuft. Zudem stand am Donnerstag der erste fränkische Federweißer auf dem Tisch.

Heißt der eigentlich Federweißer, weil er federweiß ist oder weil er Federn weißt?

Zusammen mit einem Butterbrot. Weil ja am Freitag „Tag des Deutschen Butterbrots“ war. So etwas müsste eigentlich ein gesetzlich vorgeschriebener Feiertag sein – aber auf uns hört ja keiner.

Soweit sogut. Vom Butterbrot war hier auch schon die Rede. Leider aber halten sie ihr Versprechen nicht und bringen am Schluß noch mal Lyrik.

Man könnte es auch lyrisch sagen: Dem Volk werden die Politiker, im Herbst so furchtbar schwer, und um zu überleben, gibt es sie einfach wieder her.

Nachbarin, euer Fläschchen!

/ Mainpost

103. Vallejo

Der peruanische Dichter César Vallejo wurde 1892 in Santiago de Chuco als letzter von elf Kindern geboren. Er wandte sich gegen die katholische Orthodoxie, die seine Jugend beherrschte, und wurde Marxist und Antifaschist und aktiver Unterstützer der Revolution in Spanien. Ironie seines Todes im März 1938 — er lebte  in Paris, ärmer als bettelarm mit seiner Frau in schäbigen Hotels — daß er an einem Karfreitag geschah, an dem auch noch Francos Armee in Madrid  einmarschierte.

Seine Gedichte wurden in den 60er und 70er Jahren in den Vereinigten Staaten viel gelesen und imitiert dank der Übersetzungen von Robert Bly, James Wright und anderen. Diese Dichter verinnerlichten Vallejos kraftvollen Stil und brachten der amerikanischen Lyrik eine neue, eher südamerikanische als französische Spielart des Surrealismus. Das war eine Modeerscheinung, eröffnete aber auch neue Möglichkeiten für Erfindungsgeist und Einbildungskraft.

Für einen Dichter bietet der Surrealismus Befreiung von überkommenen literarischen Gewohnheiten und Konventionen. / David Biespiel, Poetry Foundation

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102. Amazing

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sagt wordpress. Gestern waren es noch 162, zuzüglich einer Neuanmeldung. Bis es mir gelingt, das Archiv der Lyrikzeitung vollständig aus meinem Computer ins WWW zu übertragen, mehr als 20.000 Nachrichten seit Ende 2000, werde ich vielleicht 90 % der Abonnenten verloren haben – aber dann wird jeder DAS ARCHIV DER LYRIK benutzen können, nicht nur wie bisher ich. Danach wird es wahrscheinlich wieder bergauf gehen. Immer muß man abwägen.

Noch einmal zur Erklärung: Seit August 2009 ist die Lyrikzeitung bei wordpress, wo jeder neue Artikel archiviert und an Abonnenten verschickt wird. Bis dahin gab es schon über 15.000 Nachrichten, die nur in meinem Computer archiviert waren, nachdem die ursprüngliche pom-lit-Adresse verlorenging. Wenn alte Nachrichten ins Archiv eingespeist werden, kann wordpress nicht erkennen, daß es sich nicht um aktuelle Nachrichten handelt und verschickt sie daher prompt an die Leser. Aber das ist ja ein alter Hut, daß nichts Neues unter der Sonne existiert.

101. Gestorben

Der portugiesische Dichter António Ramos Rosa starb am 23.9. in Lissabon im Alter von 88 Jahren. 1990 bekam er den Großen Lyrikpreis (Grand prix de poésie). In diesem Frühjahr erschien sein letzter Gedichtband. Als Übersetzer vermittelte er das Wort französischer Dichter, darunter René Char und Henri Michaux. Während der Salazardiktatur leistete er Widerstand und kam dafür ins Gefängnis. / Cécile Mazin, Actualitté

Diesem Nachruf übernehme ich ein Gedicht Portugiesisch und Französisch

Uma voz
Quero pertencer à abóbada escura como um amante inerme
e ser o alento do silêncio sobre os ombros das nuvens.
Quero aderir à sombra das palavras da folhagem
e compreender a terra na selvagem seda do desejo.

Une voix
Je veux appartenir à la voûte obscure comme un amant désarmé,
devenir le souffle du silence sur les épaules des nuages.
Je veux adhérer à l’ombre des paroles du feuillage
et comprendre la terre dans la soie farouche du désir.

(Animal Regard, Ed. Unes, 1988)

100. Archiv

Weißensee. Ein einzigartiges Archiv hat unter dem Dach des Niles AW-Gebäudes seine Räume: das „Archiv Schreibender ArbeiterInnen“. Nach einer Odyssee durch Berlin hat diese Sammlung literarischer Raritäten in der Gehringstraße 39 hoffentlich eine dauerhafte Bleibe gefunden.

Was sich in diesem Archiv befindet, hat wahrlich Seltenheitswert. Dort finden sich Texte, die von Mitgliedern der Zirkel Schreibender Arbeiter in DDR-Betrieben und -Einrichtungen verfasst wurden. Es gibt Informationen und Bücher von zahlreichen DDR-Schriftstellern, die solche Zirkel leiteten. Des Weiteren liegen auch einige DDR-Brigadetagebücher in den Regalen.

/ BERLINER WOCHE

99. Dialekt und Hochdeutsch

Püttlingen. „Jetzt nageln Sie mich bloß nicht auf Mundart fest”, sagt Georg Fox mit halb ernstem Flehen. Aber genau dafür ist der Püttlinger Autor bekannt, für seine Mundart-Kolumnen, die er für die Saarbrücker Zeitung schreibt, für „Òòmends schbääd”, seine Sendung auf SR 3 Saarlandwelle. Die Bosener Gruppe hat er mitbegründet, die sich mit mosel- und rheinfränkischer Mundart befasst und zu der arrivierte Schriftsteller wie Johannes Kühn, Heinrich Kraus, Peter Eckert oder Hans Walter Lorang gehören.

„Mundart macht nicht mehr als 20 bis 25 Prozent von dem aus, was ich schreibe”, beteuert Fox. Das klingt fast wie Abwehr, doch: „Ich schreibe sie sehr gerne“, versichert er. „Mundart hat eine eigene Duftnote, sie ist eine emotionale Sprache und drückt Dinge aus, die sich so im Hochdeutschen nicht nachspüren lassen.“ (…)

(…) Zeit, auf die Preise zu sprechen zu kommen, die Fox, der auch bildender Künstler und im Brotberuf Schulleiter der Heusweiler Erich-Kästner-Grundschule ist, eingeheimst hat. Den jüngsten, den niedersächsischen Wolfgang-A.-Windecker-Preis 2013, hat er für seine hochdeutsche Lyrik bekommen. / Saarbrücker Zeitung