Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Der Leipziger Lyriker Thomas Kunst erhält den F.-C.-Weiskopf-Preis der Berliner Akademie der Künste. Seine Dichtungen zeichneten sich durch Wortmagie, eine opulente Bildfantasie und eine hohe Musikalität aus, so die Jury. Der 1965 in Stralsund geborene Kunst veröffentlichte bislang vier Gedichtbände sowie zwei Romane. /… Continue Reading „5. Thomas Kunst“
Nur in Persepolis, dem Glanzpunkt des alten Kulturlandes und seiner mehrtausendjährigen Geschichte, und an den Grabstätten von Hafiz und Saadi in Schiraz unterbleibt der penetrante Personenkult [um Chomeini). Dort finden sich vor allem junge Menschen ein, um Verse der beiden Poeten zu sprechen und… Continue Reading „2. Goethes (und Chomeinis) Lieblingsdichter“
Ein Porträt des schottischen „Hofdichters“ Edwin Morgan (–> 88 / L&P 24.2.04) im Guardian vom 28.2.04.
In der Textgalerie, Freitag 9/2004, stellt Michael Braun ein Zungen-Gedicht von Henning Ziebritzki vor: Henning Ziebritzki, dessen frühe Gedichte eine stark intertextuelle Tendenz aufwiesen und sich an Zitaten und Theoremen poetischer Vorbilder inspirierten, hat in Die Zunge zu einer dezidiert gegenständlichen, dem sinnlichen Detail verpflichteten… Continue Reading „96. Zungen-Gedicht“
Da die Copyright-Sache auch Lyrikseiten im WWW betrifft, hier ein Verweis auf einen Vorgang, der Adorno und Reemtsma betrifft: Die Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur hat den Erlass eines Haftbefehls gegen den Betreiber einer subkulturellen Bücher-Site beantragt. Auslöser des mit harten… Continue Reading „95. Wem gehört Adorno?“
In der Frankfurter Anthologie (FAZ 28.2.04) stellt Michael Krüger das Gedicht „Menschliches Elend“ von Andreas Gryphius vor. Hier das Gedicht (den Kommentar müssen Sie sich selber schreiben; oder FAZ kaufen?).
Hier (meine Anthologie) ein anderes Gedicht von Gryphius, das sich mir gerade aufdrängen will (Fazdank): Andreas Gryphius Die Hölle Ach! und weh! Mord! Zetter! Jammer! Angst! Creutz! Marter! Würme! Plagen. Pech! Folter! Hencker! Flamm! Stanck! Geister! Kälte! Zagen! Ach vergeh! Tieff‘ und Höh‘! Meer!… Continue Reading „91. Gryphius (Meine Anthologie)“
Unter Rühmkorfs Namen versammeln sich der linke Patriot, der menschenfreundliche Pessimist und gelenkig parodierende Gegenklassiker, der auf keiner Hochzeit tanzt, auf der er sich nicht amüsiert und zumeist aufgeräumt, gelegentlich auch gallig oder mit Leidensmiene die gesellig einladende Frohnatur spielt. Aber seine Kunst ist… Continue Reading „90. Elitärer Gegenklassiker“
Illusionslos und sarkastisch zeichnet Quevedo sein Selbstporträt als «Nachtgeborener – denn die Sonne / scheute sich, mich anzublicken . . . / Löwe gab mir Fieberhitze, / vom Skorpion hab ich die Zunge . . .», Der Argentinier Borges hatte Quevedo schon in seinen… Continue Reading „89. Nochmal Quevedo:“
Das haben die alten Briten gut gemacht: daß sie den griechischen „Poeten“ mit „Makar“ übersetzten: Macher (Hans Sachs läßt grüßen: Schuhmacher. Liedermacher. Versmacher). Die zum Tiefsinn strebenden Deutschen wählten den „Dichter“ (der „irgendwie“ nicht immer ganz „dicht“ ist? Jedenfalls was Höheres als ein Schuster.)… Continue Reading „88. Scots Makar“
… »Es konnte, es durfte nicht sein, daß in der Deutschen Demokratischen Republik Gedichte publik wurden,die das Volk aufwiegeln konnten«. Als Beispiel mag Reinigs auch im heutigen Deutschland wieder brauchbares Gedicht »Hört weg!« dienen, dessen erste Strophe lautet: »kein wort mehr soll von aufbau… Continue Reading „87. Rückgrat zeigen“
Noch mal junge (Lyrik-)Welt: Ebenfalls am 24.2.04 schreibt Jürgen Lentes über Johannes Kühn, der den Hölderlinpreis 2004 erhält. –> 47 / L&P 15.2.04 »Wie schee roosarood der es! / Der schdeijt off wie e Wonner, / o lant wie e Wonner. / Sej Leijt… Continue Reading „86. Johannes Kühn“
Auch eine Trunkenheit? Die [alte?] Welt vom 24.2.04 riskiert ein Nonsensgedicht: Gedicht in Bi-Sprache. Im Netz verschweigt sie den Autor. Es ist Joachim Ringelnatz. Ibich habibebi dibich … sobi liebib.
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