Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Der mit 12 500 Euro dotierte Autorenpreis wird seit 1984 von ZDF, 3sat und der Stadt Mainz vergeben. Die Auszeichnung ist mit einem einjährigen Wohnrecht im Mainzer Gutenberg-Museum verbunden. Mit 40 Jahren ist Schrott der bisher jüngste Mainzer Stadtschreiber. / News.ch 13.2.04
Über die bevorstehende Neuwahl des Oxford Professor of Poetry berichtet der Independent vom 14.2.04 Amtsinhaber ist Paul Muldoon, dessen Amtszeit ausläuft. Der Titel – das einzige wählbare akademische Amt – gilt als zweitwichtigste Auszeichnung für Poesie in Großbritannien nach dem Poet Laureate (Amtsinhaber Andrew… Continue Reading „45. Noch ein Amt:“
Denn alljährlich am 14.Februar, dem Namenstag des heiligen Valentin, halten nach mittelalterlicher Vorstellung die Vögel Hochzeit. Und es war just ein englischer Dichter des 14.Jahrhunderts, dessen Werk heute zur Weltliteratur zählt, der diesen Tag für die englisch sprechende Welt wenn auch nicht erfunden, so… Continue Reading „43. Parlament der Vögel“
Am Anfang stand ein Lied von Josef Tal über Else Lasker-Schülers „Blaues Klavier“: Expansiv in Form und Klang, grollendes Dunkel, glitzernde Höhen in immer neuen Kontrastverhältnissen, der Textvortrag voller Wiederholungen, die jedoch eher auf die Verbreiterung der Formteile zielten als auf Verstärkung des Ausdrucks.… Continue Reading „42. Siebenjährige Dichterin“
Über den norddeutschen Lyriker und Horen-Redakteur Johannes P. Tammen schreibt Tom Schomacker, taz Nord 12.2.04
„I am — yet what I am, none cares or knows“ is the first line of John Clare’s most famous poem, and a more irresistible invitation to a biographer would be difficult to imagine. Jonathan Bate, an English academic, has responded with a fat… Continue Reading „40. Mad John Clare sings the Blues“
von Robert Gernhardt, FAZ 12.2.04 In der 10. These stellt der Autor die Plejaden der deutschen Hochkomik vor – es sind die sieben**) Herren Heine, Busch, Morgenstern, Ringelnatz, Tucholsky, Brecht, Jandl – und entwirft eine strahlende – geradezu patriotische***) – Perspektive: das finstere Bild… Continue Reading „39. Zehn Thesen zum komischen Gedicht“
Hier einiges über Hobbydichter, Groß-Anthologien und Bezahl-„Verlage“: Neue Westfälische 12.2.04
Dass er in Chlebnikov schnell einen Anverwandten fand, einen, der wie er selbst als Alchemist im Sprachlabor rumort, ein Mitglied der Familie der Wörtlichnehmer, der dichterische Fleißaufgaben dadurch löst, dass Ableitungs-, Kombinations- und Flexionsgelegenheiten der Sprache gierig ergriffen werden, ist begreiflich. Besonders die Abstraktionsmöglichkeiten… Continue Reading „36. Pastiors Chlebnikow neu“
Die Schweiz sind uns schon sehr böhmische Dörfer – (so ausm Gedächtznis zitiert) dichtete Günter Kunert einmal. Was sind uns die kleinen Länder? Die entlegenen Sprachen? Die Minderheiten im eigenen Land? Etc. bis zu: was ist uns der bedeutendste rätoromanische Dichter des 20. Jahrhunderts?… Continue Reading „35. Böhmische Dörfer der Schweiz: Ün´otra poesia fa dabsögn“
Die nun vorliegende Anthologie holt ein Versäumnis nach, und sie tut es mit schlechtem Gewissen oder geziemendem Respekt, denn der Band ist nobel aufgemacht, Druck und Layout können als vorbildlich gelten: Die Farbe Rot spielt die ihr gebührende Rolle, korrespondiert aber mit dezentem schwarzem… Continue Reading „34. Arbeiterlyrik, nobel präsentiert“
Fräulein Charlotte Brown, Bibliothekarin, schnappt über Von Felix Jung Heute habe ich beschlossen Jedes Gedicht zu lesen, das je einer schrieb In der kurzen Geschichte unserer Zivilisation. Ich weiß, es ist sehr egoistisch, zu lesen. Jedes Gedicht, das je einer schrieb hat seine guten… Continue Reading „32. Verrückte Bibliothekarin (Anthologie)“
Zwei davon stecken im Titel von Allemanns Band, und mit zweien (doch! doch!) beginnt die Rezension von Samuel Moser, NZZ 10.2.: Es gibt doch ein politisches Gedicht in Urs Allemanns neuem Gedichtband! Und es gibt doch erotische Gedichte zuhauf! Eines endet mit den Versen:… Continue Reading „31. Lyrische Ausrufungszeichen“
Im YinYang Media Verlag erscheinen seit einigen Jahren die Nachdichtungen orientalischer Lyrik von Hans Bethge im Nachdruck (zum Teil gar erstmals aus dem Nachlaß). Die Originalausgaben erschienen zwischen 1907 und 1941 und sind heute antiquarische Raritäten. Die Nachdruck-Reihe wird ergänzt durch eine Biographie des… Continue Reading „30. Weil sie dich nicht verstehn“
«Mit dem Auge genau in der Wasserlinie / zwischen Schlaf und Wachen, wo niemand / sonst wohnen kann und die all die andern / rasch durchqueren». So beschreibt Lars Gustafsson einen Standpunkt. Nico Bleutge, NZZ 10.2.04, über Lars Gustafsson: Auszug aus Xanadu. Gedichte. Aus… Continue Reading „29. Lars Gustafsson“
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