Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Pünktlich zum Geburtstag Adolf Hitlers wurde die erst vor wenigen Wochen abgedrehte Neonazi-Homepage Alpen-Donau am Mittwoch vorübergehend wieder online gestellt. Wie gehabt liegt die Seite auf einem Server in den USA, man wechselte nur den Bundesstaat: Von „Dreamhost“ in Kalifornien ging man zu „Wild… Continue Reading „96. Adolfs Wiegenfest“
Er ist einer der beliebtesten deutschen Schauspieler und von ganzem Herzen Romantiker: „Ein Leben ohne Gedichte, diese kleinen Leuchtfeuer in der Dunkelheit, ist mir heute nicht mehr vorstellbar.“ Ulrich Tukur hat seine Sammlung der deutschen Liebesgedichte „Wehe, wirre, wunderliche Worte“ herausgegeben. Katharina John hat dafür in… Continue Reading „94. Wirre, wunderliche Worte“
Düsseldorf war noch nicht oft Gegenstand in L&Poe-Meldungen, gerade einmal 4 Beiträge meldet die Schlagwortsuche. Vielleicht ändert sich das jetzt? Der LCD ist eine neue literarische Experimentierbühne in Düsseldorf. Ab April 2011 laden wir jeden ersten Dienstag im Monat Literatinnen und Literaten aus NRW… Continue Reading „93. LCD“
Mehrmals, an diesem Nachmittag in Bussum, zitiert er eigene Gedichte, unendlich langsam, dunkel und genau. Eines, es heißt „Dawidy“, endet so: „Verwaist, was bleibt: als wäre er nie gewesen, mein Vater – / hieß Max, trug später den verordneten Namen Israel, / mit Würde.… Continue Reading „88. Da steht mein Haus“
Mittwoch, 20. April 2011, 19:30 Uhr, Eintritt frei! Lettrétage Methfesselstraße 23-25, 10965 Berlin Telefon 030 692 45 38 Boris Schapiro im Gespräch mit HEL Toussaint Die Gesprächs- und Lesereihe Überlandleitung präsentiert Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die sowohl persönlich als auch von ihren Texten her zwischen… Continue Reading „86. Überlandleitung“
Die vielleicht ungewöhnlichste Neuerscheinung ist der Band PENG. Was muss man sich unter Tina Gintrowskis »Lyrikstories« vorstellen? Andreas Heidtmann: Es gibt für mich immer wieder Bücher, deren radikaler Ansatz mich so überzeugt, dass für mich Buchmarkt und Kritikererwartungen keine Rolle spielt. Ein Gedichtband von David… Continue Reading „85. Lyrikstories“
Ich habe mich nie über Nelly Sachs und ihre Lyrik geäußert. Aber ich habe sie doch im Februar 1965 in Stockholm besucht. Von Freunden aus dem Goethe-Institut wurde ich gewarnt: Das Gespräch werde schwierig und nicht ergiebig sein. Denn ihr psychischer Zustand sei sehr… Continue Reading „84. Schwieriges Gespräch“
Neue Nachrichten aus Heslach (?) für neugierige Nord- und Südländer gibt es hier: – BRUETERICHs Hochtempel eines radikalen Pietismus (Heslacher Bekenntnis nach Wagenblast) steht in der Nachfolge der Sozietät der Mutter Eva (Buttlarsche Rotte) und tritt ein für eine befreite, promiskuitive Sexualität. Der Bann… Continue Reading „81. Ideale Kirche“
(aus Lyrikwiki Labor) Anfangszeile eines Gedichts von Johann Christian Günther (1695-1723), das erst 150 Jahre nach seinem Tod veröffentlicht wurde (und auch dann noch zensiert!). Von Günther wurden zu Lebzeiten nur verstreute Einzeltexte gedruckt. Eine erste Teilsammlung vom Herausgeber Fessel erschien erst nach seinem Tod… Continue Reading „78. Gedult, Gelaßenheit, treu, fromm und redlich seyn“
„Abgesehen von den im Jahr drei bis vier glücklichen Monaten, in denen ich arbeiten kann, quäle ich mich herum in der Hoffnung, dass etwas geschieht, das mich genug fasziniert, um darüber zu schreiben“, bekannte Wolf Wondratschek in dem erwähnten Interview mit André Müller. An… Continue Reading „77. Erlösung durch Nymphen“
Der Aufstieg Gottfried Benns zum wichtigsten deutschen Nachkriegsdichter ist eines der erstaunlichsten Comebacks der Literaturgeschichte. Denn Benn, der als Expressionist bekannt geworden war, unter anderem mit seinen schockierenden „Morgue“-Gedichten (1912) wie der „Krebsbaracke“, war 1945 gleich doppelt auf dem Abstellgleis gelandet. Weil er der… Continue Reading „76. Gepflegte Sätze“
VEREINIGUNGEN, TROST, DAS MEER IM FLUR Wenn du nicht gehen willst, ich kann dich schleppen Durch Gassen, über Kinderwagentreppen Doch hinterher von Kindern keine Spur Gestank von Kleiderständern, falls die riechen Die Mantelränder, umgenäht, sind länger Mit Feuchtigkeit versehen, stinken strenger Verbeugen wir uns… Continue Reading „75. Gedicht“
Zu einem Lyriklexikon, wie es mir vorschwebt, gehören nicht nur „seriöse“ lexikalische Artikel, sondern unbedingt Splitter, poetologische Gedichte oder Gedichtstellen, Aphorismen pp. Auch auf die Gefahr der Uferlosigkeit: die braucht man im Wiki nicht zu fürchten. Hunderte Aphorismen von Novalis? Na und, sie fressen… Continue Reading „74. Splitter“
Der schönste Beitrag im neuen „Ostragehege“ ist indes eine poetologische Miniatur der Dichterin Kerstin Preiwuß, eine Art Präludium zu einem dort abgedruckten Gedicht-Zyklus der Autorin mit kafkaesken „Stilleben“. In einer Meditation über ein Bild von Henri Matisse beschreibt Preiwuß die überwältigende Evidenz, die beim… Continue Reading „73. Wunschlos schauen“
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