Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Die Schriftstellerin verzaubert mit ihrer Lyrik, die sich allerdings oftmals nur schwer erschließen lässt. Zum Verstehen ihrer verschlungenen Bildersprache sind Muße und Aufgeschlossenheit für Poesie gefordert. / brikada Friederike Mayröcker: „dieses Jäckchen (nämlich) des Vogels Greif“ – Gedichte 2004-2009, gebunden, 342 Seiten, 22,80 Euro,… Continue Reading „18. Verzaubert“
Wenn wir gerade heraus kundtun, was wir unter Bildung verstehen, können wir jenen nicht widersprechen, die uns für arrogant halten. Der Mensch fängt dort an, wo er sich nicht nach jedem Zehner bückt. Wann haben Sie zum letzten Mal ein Gedicht gelesen? Warum ist… Continue Reading „17. Schon mal ein Gedicht gelesen? Dieses Jahr?“
Die Dichtung ist das beste an Russland. Ihr Gründer: Der 1711 im hohen Norden Russlands in dem kleinen Dorf Mischaninskaja geborene Bergbaustudent Michail Wassiljewitsch Lomonossow mit seiner Ode an die Eroberung der Festung Chotyn. … Der in Deutschland auf Staatskosten Bergbau studierende 28-jährige Michail… Continue Reading „14. Gründung der russischen Dichtkunst“
Was der 1966 in der Lausitz geborene und heute in Dresden lebende Volker Sielaff in neun Kapiteln an sinnesöffnenden Gedichten, luziden Selbstbeobachtungen und Wahrnehmungsemphasen zusammengetragen hat, ist von überwältigender Intensität. Das Gedicht „Rollfeld“ spricht von der „Leere in ihrem höchsten Zustand“, der Leere als… Continue Reading „13. Intensität des Schauens“
„Zeitgenössische Liebesgedichte“ waren das Thema beim 18. Literaturwettbewerb der Akademie Graz. Mit seinem Gedicht „Alles oszilliert“ konnte ihn Marcus Pöttler gewinnen. Dabei verwies er Christian Teissl und Reinhard Lechner auf die Plätze. Für Pöttler war das Thema eine große Herausforderung: „Ich habe mich zuvor… Continue Reading „12. Literaturwettbewerb“
Daniil Charms An Marina Wohin Marina richtest du den Blick Den listigen in diesem Augenblick? Wozu lockst du mit kindlicher Grimasse Mich fort vom Tisch damit ich lasse Die Bücher Bücher sein, Papier und Feder Und trinke deine junge nasse … Und mit der… Continue Reading „9. Zwei erotische Gedichte“
Für einen Exzentriker, einen Happening-Künstler muss die Zeit kurz nach der Revolution eine gute Zeit gewesen sein. Nie wieder gab es an Newa oder Moskwa eine so wilde avantgardistische Szene. Das surreale, groteske Umfeld hat die Szene geformt (und später vernichtet). Da gab es… Continue Reading „8. Charms und seine Zeit“
Der Dichter Ulrich Zieger ist ein Liebhaber der Abgeschiedenheit: Sein Lebensweg ist dechiffrierbar als schrittweiser Rückzug in das kontemplative „Gehäus“, das seinem jüngsten Band den Titel gegeben hat. Als er vor zwei Jahrzehnten unter den nervösen Dichtern der „Prenzlauer Berg-Connection“ (Adolf Endler) auftauchte, war… Continue Reading „7. Ins Gehäus“
„Die Welt wird dann wissen, dass Guttenberg auch Gedichte schreibt“, lese ich im unvermeidlichen Artikel im Spiegel zu zu Guttenberg und seinem Buch. Ob Intertextualität in seiner Poetik eine Rolle spielt, steht nicht drin.
Schüler der Unter- und Oberstufe haben sich gemeinsam mit Paul Celans Gedicht “Todesfuge“ beschäftigt: Für diese Unterrichtsidee ist das Heinrich-Schliemann-Gymnasium in Fürth bei der Verleihung des Deutschen Lehrerpreises in Berlin mit einer Sonderauszeichnung bedacht worden. Sechstklässler und kurz vor dem Abitur stehende Jugendliche arbeiteten… Continue Reading „1. Unterrichtsidee“
Österreichs einzige Lyrik AG beendet ihre Serie in Sachen Reisetagebuchlyrik. „Watt“, der vierte Teil der Tetralogie von Till Mairhofer und Klaus Wieser, wurde soeben fertiggestellt. … Was aber ist „Watt“? Was ein lyrisches Reisetagebuch? Mairhofer, der in Steyr beheimatete Schriftsteller, und sein Bad Haller… Continue Reading „126. Lyrik AG“
In den literarischen Äußerungen spiegeln sich die Teilungen im 18. Jahrhundert, die Polen für lange Zeit fast auslöschten, aber auch die großen Katastrophen des 20. Jahrhundert, die Kriege, der Holocaust und viele Emigrantenschicksale. »Jawohl. Wir waren und sind … gebrechlich. Wir sind mit dem… Continue Reading „125. „Grundton der polnischen Seele““
Seit jenen Tagen ist Georg Heym ein Begriff. Seine Strophen stehen in Anthologien und Auswahlbänden, gedruckt einst auch bei Aufbau und Reclam in Leipzig (mit dem schönen Nachwort von Stephan Hermlin), aber zu einer Biografie hat es dieser außerordentliche Dichter seltsamerweise nicht gebracht. Liegt’s… Continue Reading „124. Ereignisarm“
Zum zweiten Mal hatte das Münchner Literaturbüro einen mit 1000 Euro dotierten Lyrikpreis ausgeschrieben. Rund 500 Autoren hatten Gedichte eingereicht. Eine Vorjury lud jeweils zwischen sechs und acht Autoren zu drei Vorrunden. Die acht Lyriker, die sich dort durchgesetzt hatten, bestritten am Samstagabend im… Continue Reading „123. Münchner Lyrikpreis“
Neueste Kommentare