Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Dieses Gedichtbuch ist leicht lesbar und hat es dennoch in sich. Hier spricht eine überlebende Stimme des zwanzigsten Jahrhunderts. Geschichtliche Räume werden mit knappen Worten umrissen und spürbar gemacht. Die Texte des politischen Publizisten Gerhard Schoenberner enthalten keinen doppelten Boden, weder sprachlich noch inhaltlich;… Continue Reading „9. Zeitzeuge“
Der lyrix-Wettbewerb für Schüler geht in die nächste Runde. Einsendeschluss ist der 31. August 2012. Der DLF erklärt die Aufgabe u.a. mit einem Gedicht von Marcus Roloff: Auf den zweiten Blick ist alles anders. Ob in der Werbung oder im richtigen Leben: Oft wird einem… Continue Reading „8. lyrix-Wettbewerb für Schüler“
Gesellschaft Aus einer großen Gesellschaft heraus Ging einst ein stiller Gelehrter zu Haus. Man fragte: Wie seid Ihr zufrieden gewesen? „Wären’s Bücher, sagt‘ er, ich würd‘ sie nicht lesen.“ Johann Wolfgang Goethe In: Gedichte 1800 – 1832. Hg. Karl Eibl (Sämtliche Gedichte in 2… Continue Reading „6. Gesellschaft“
Auch im Dschungel der „Kleinverlage“ brauchts Ordnung, deshalb beginnt der Artikel von Christina Eickhorn so: Literaturkritiker Michael Braun hält ihn für den „derzeit wirkungsmächtigsten unabhängigen Lyrikverlag im deutschsprachigen Raum“. Den Luxbooks-Verlag mit Sitz in Wiesbaden. Darin heißt es: Das erste Programm erschien dann im… Continue Reading „5. Auf Erfolgskurs“
Natürlich packe ich das Buch rasch aus, erfreue mich sogleich an der Gestaltung, wiege es in der Hand, in der das leinengebundene Werk trotz seines Umfangs angenehm leicht liegt, und lese unverzüglich die ersten Seiten, die sogleich eine Überraschung darstellen. Das erste Wort: Bekenntnisse.… Continue Reading „3. „Ich weiß von der ersten Zeile““
Der elsässische Autor André Weckmann, ein großer Verfechter der Zweisprachigkeit, starb am Sonntag in Straßburg im Alter von 87 Jahren an einer Lungenembolie. Nach einem Sturz in Österreich vergangene Woche lag er in Straßburg im Krankenhaus, aber sein Zustand verschlechterte sich rapide. Er veröffentlichte… Continue Reading „2. Elsässischer Autor gestorben“
Bei aller Liebe zur deutschen Sprache fällt doch unangenehm auf, wie viele unserer Wörter auf der hässlichen Nachsilbe -zeug enden: So sagen wir Werkzeug, Spielzeug, Flugzeug, Schlagzeug, wo etwa das Englische tool, toy, plane und drums verwendet. Allein der Verlust für die Lyrik ist unübersehbar, wenn… Continue Reading „1. Reimzeug“
„Es wird das soziale Klima fördern, wenn Blasphemie wieder gefährlich wird“, stellte er [Mosebach] fest – und bekam wütende Reaktionen. Allerdings erging es dem examinierten Volljuristen wie gelegentlich kirchenkritischen Satirikern, man verstand ihn nicht. Er forderte nicht den Staat auf, Gotteslästerung unbedingt härter zu… Continue Reading „129. Gefährlich“
Die britische Clitheroe Advertiser and Times berichtet über eine Anthologie von Gedichten über das Essen: “Flavoured as Much as Coloured: 13 Poems About Food”, hg. Jo Harding und Theresa Robson, Clitheroe Books Press. Darin Gedichte von Rachel Davies, die einen Wissenschaftsgrad hat, der in Deutschland wohl… Continue Reading „128. Poems About Food“
In einer angestrengten Satire schreibt ein gewisser Laf Überland über Lyrik und die Olympiade. Jeder Satz hämedurchtränkt: über die Briten (sie sind zu dick und nennen die Turnhalle „gymnasium“, oder andersrum?: „schließlich heißt ‚Gymnasium‘ auf Englisch ja ‚Turnhalle’“) und ihre verrückte Idee, zur Olympiade auch… Continue Reading „127. Das wahre Volk der Dichter“
Wir, die KREATIVEN, liegen am liebsten mit der EVOLUTION im Bett. Jeden Morgen wachen wir bei IHR auf. Wir lieben SIE und SIE mag uns wohl auch sehr. Wie die Geliebte in Rainer Kirschs „Sonett“ antwortet SIE auf unsere Frage nach IHREM Befinden: „Genug,… Continue Reading „126. Die Kreativen“
Wäre der Mensch das perfekte Instrument zum Dechiffrieren eines Palimpsests, dann würde er vor der Seite sitzen, den Text mit dem Finger abfahren, ihn mit den Lippen Wort für Wort nachbilden und seine Struktur als Hypertext in alle Verkettungen nachvollziehen. So zumindest wurde es… Continue Reading „124. Palimpsest“
Selbst wenn ich Technologiekritik gemeinhin hoch schätze, vermag ich weder das Problem noch den Pessimismus Kurt Drawerts nachzuvollziehen. Jedenfalls, solange unsere Kultur noch so etwas wie die Lyrikreihe des Hochroth-Verlags hervorbringt und ich die Option habe, meine Abendlyrik in einem stillen Zimmer vom Papier abzulesen.… Continue Reading „122. Mehr Gelassenheit“
Kein anderer namhafter Komponist hat sich in den letzten Jahrzehnten so beharrlich auf das Lied eingelassen wie Wolfgang Rihm. Als bürgerliche Kunstform par excellence war gerade das Klavierlied in der Nachkriegsmoderne in eine Krise geraten. Rihm konnte es für sich zurückgewinnen, indem er in… Continue Reading „121. Lieder“
Der Literaturpreis 2012 des sächsischen Kunstministeriums geht an den Lyriker Andreas Altmann. Mit seinem Schaffen habe er sich im gesamten deutschsprachigen Raum einen Namen gemacht, begründete das Ministerium am Sonntag in Dresden die Auszeichnung. Die Dichtung des 1963 in Hainichen nordöstlich von Chemnitz geborenen… Continue Reading „120. Preis für Altmann“
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