Kategorie: Europa

61. Von den Rändern

Die aktuelle September- und Dezember-Ausgabe, also die Nummer 2 und 3 der „Mütze“, sollte sich unbedingt aufsetzen, wer die neuesten Strömungs­linien sprach­reflexiver Dichtung kennen­lernen will. Hier finden sich zum Beispiel bewegende Gedichte aus dem Nachlass des Dichters und Übersetzers Wolfgang Schlenker, der sich vor… Continue Reading „61. Von den Rändern“

60. Walter Höllerers Gedichte in der Lettrétage

Renate von Mangoldt liest Walter Höllerer Simone Kornappel spricht über Walter Höllerers bisher unveröffentlichte Gedichte aus der September-Ausgabe der “randnummer” … siehe HIER am 15.12.2012 ab 19:30 Uhr in der Lettrétage, Eintritt frei

59. Dada & Saum

Wenn man von diesen bedenklichen Fehl­leistungen im Zeichen von Dada absieht, bietet das „Du“-Heft doch auch viel Hilf­reiches zum Kontext der dadais­tischen Revolte. Der russisch-deutsche Dichter Valeri Scherstjanoi zieht zum Beispiel einige Ver­bindungs­linien zwischen der Laut­poesie Hugo Balls und der experi­men­tellen Dichtung des russischen… Continue Reading „59. Dada & Saum“

56. FINALE 2012 – LYRIKPREIS MÜNCHEN VERGEBEN

Der in diesem Jahr von der Münchner Bank gestiftete Lyrikpreis München in Höhe von 1000 Euro ging am 07.12.12 im Vortragssaal der Bibliothek im Gasteig an die Zürcherin Anne-Marie Kenessey. Die 39jährige Autorin beeindruckte die Jury durch zum Teil an den Dadaismus und Oskar… Continue Reading „56. FINALE 2012 – LYRIKPREIS MÜNCHEN VERGEBEN“

54. Freund des Verbrechers

Aus dem L&Poe-Archiv, September 2007: 65. Baudelaire siebenfach Karen Volkman bespricht in der Boston Review, July / August 2007 (ins Netz gestellt von Poetry Daily) eine Neuübersetzung von Baudelaires „Blumen des Bösen“ durch den amerikanischen Lyriker Keith Waldrop. Hier zwei französische (!) und drei… Continue Reading „54. Freund des Verbrechers“

53. Sonanz

Kollegialer Gruß über den großen Teich: Elke Erb Für sich sein (Studie) Ein junger Amerikaner, schmal, sensibel, G.I. (nach den Kriegen, großen Kriegen. Ausdehnungen dieses Krieges, nach den großen sich leerenden Dimensionen) (Stiefel, freilich, unterwegs Stiefel, neben einem stehend, Pause, Wiese). Aber hier für… Continue Reading „53. Sonanz“

51. Klangspiele und Wörternester

Meist schreibt Bulatovsky in Reimen und verwendet Einsprengsel aus unterschiedlichen Sprachen zum Bau seiner «Wörternester», Begriffe aus der Sowjetzeit etwa oder aus religiösen Sprachspeichern. Zugleich reflektiert er ironisch das eigene Tun: «Schattenwurf, Schattenwurf, Schattenwurf», heisst es da einmal in Daktylen, bevor das Ich mit… Continue Reading „51. Klangspiele und Wörternester“

50. Tschwirik und Tschwirka

„Von Tschwirik und Tschwirka“ ist ein besonderer Gedichtband. In erster Linie handelt es sich um eine Eigenübersetzung der Dichterin und Schriftstellerin Olga Martynova – der diesjährigen Ingeborg-Bachmann-Preisträgerin –, die sie als Gemeinschaftswerk zusammen mit Elke Erb, ebenfalls Schriftstellerin und verdiente Übersetzerin aus dem Russischen,… Continue Reading „50. Tschwirik und Tschwirka“

48. Kampf gegen „Volksfeinde“

Iulia Motoc, die im Verfassungsgerichtshof dem Neototalitarismus der USL entgegentritt, wurde von Antena 3 als „psychisch krank“ diffamiert. Cristi Danilet, der als Richter seine Unabhängigkeit beweist, wurde von dem Sender wegen eines Fotos, das ihn mit seiner Tochter zeigt, Pädophilie unterstellt. Horia-Roman Patapievici, einer… Continue Reading „48. Kampf gegen „Volksfeinde““

47. Kritik der Kritik

Matthias Hagedorn schreibt: Die Kritik neigt dazu, klüger als die Kunst sein zu wollen. Sozusagen die Kunst und noch etwas mehr. Dabei ist sie naturgemäß weniger, gackert, wo andere Eier legen (Guareschi) reduziert das Vieldeutige, kappt den semantischen Überhang, indem sie stets alles auf… Continue Reading „47. Kritik der Kritik“

46. Nobel-Zoff

Streit gibts immer wieder um den Literatur-Nobelpreisträger Mo Yan, der als stellvertretender Vorsitzender der Allchinesischen Schriftstellervereinigung ein Stück weit das offizielle China repräsentiert. Dazu paßt, daß er die Zensurpraxis in China verteidigt, indem er sagt, die Behörden müßten eben prüfen, ob etwas der Wahrheit… Continue Reading „46. Nobel-Zoff“

44. Freiheit

Ich fühlte mich an vielen Stellen peinlich an mich selbst erinnert. Das ist es nicht, was Knackis sich vom Knast erzählen, weil sie sich als Befreite in der Rückschau immer schon als Freie sehen. Aber das trifft es nicht. Nachdem die Ketten gesprengt sind,… Continue Reading „44. Freiheit“

43. Dies ist eine neue Lyrik

Mittwoch, den 12.12.12 um 20 Uhr Café Provinz, Bouchéstraße 79a, 12435 Berlin Benachbarte Sprachorte Ralf B. Korte und Clemens Schittko lesen Prosa und Lyrik   Ralf B. Korte ist Verfasser komplexer Prosa und Essays, Mitherausgeber der Literaturzeitschrift „perspektive“ und seit 2003 Mitveranstalter von „Text… Continue Reading „43. Dies ist eine neue Lyrik“

42. Verstehen (Lec)

Ich soll so schreiben, daß jeder Wachtmeister es versteht? Nein! Ich beanspruche zumindest einen Hauptwachtmeister! Stanislaw Jerzy Lec, Das große Stanisław Jerzy Lec Buch. Aphorismen, Epigramme, Gedichte und Prosa. Vorwort von Umberto Eco. München: Goldmann 1990 (1. Hanser 1971 u.d.T.: „Das große Buch der unfrisierten Gedanken), S.… Continue Reading „42. Verstehen (Lec)“

41. Bewegungsschreiber

Bewegungsschreiber. Dichtung trifft Tanz vier Performance-Abende aus Text und Bewegung Das Körperliche der Lyrik trifft im Laboratorium Bewegungsschreiber auf die Sprache des Tanzes. Vier Tänzer und vier Lyriker beschreiben, unterlaufen und verschieben die Grenzen ihrer Medien, nehmen Impulse auf und konfrontieren sich mit einer… Continue Reading „41. Bewegungsschreiber“