Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Am gestrigen Sonnabend, 12. Oktober, gab es im Cultimo Lieder nach Texten von dem heute fast Vergessenen Theodor Kramer. In den Zeitungen der 30er Jahre konnte man Woche für Woche Gedichte von ihm finden: von Hamburg bis Zürich und Königsberg, von Köln bis Prag… Continue Reading „48. Theodor Kramer“
lies langsam, Wort für Wort – das Buch in deinen Händen überträgt dir seine Zeit Hansjürgen Bulkowski
Mit schönster Stetigkeit baut der 1963 im südtirolischen Lana geborene Dichter Oswald Egger sein literarisches Universum aus: als Sprachkünstler, der ein unverwechselbares Idiom entwickelt hat, als raffinierter Buchgestalter, der seine Texte mit Zeichnungen und Formeln verknüpft, so dass der Eindruck einer in mathematische und… Continue Reading „46. Sprachkünstler“
Matthias Hagedorn schreibt: Bei KUNO präsentieren wir Essays über den Zwischenraum von Denken und Dichten, wobei das Denken von der Sprache kaum zu lösen ist zumal, zumal es sich bei den ausgezeichneten Autoren um Lyrikerinnen und Lyriker handelt. Die Jury hat sich nach intensiver Beratung… Continue Reading „45. Essaypreis“
In wenigen Versen lässt Bertolt Brecht ein Mädchen über die Liebe sprechen. Was sie im Gedicht scheu verschweigt, tritt für Marcel Reich-Ranicki dennoch offen zutage. In den kommenden Wochen veröffentlicht die FAZ ausgewählte Beiträge zur „Frankfurter Anthologie“ aus der Feder von Marcel Reich-Ranicki.
Sie spricht mittels fragiler lyrischer Partituren das „Gewicht der Welt“ in all seinen Erscheinungsformen (Gesellschaftskritik, Alltag, Geschichte, Innerseelisches, Körperhaftigkeit, Schreiben, Reisen) an, um sich nachdrücklich (eine Nachdrücklichkeit, die aus einer Zartheit im Umgang mit den Dingen heraus entsteht) zu positionieren. Petra Ganglbauer Und wenn… Continue Reading „43. Sophie Reyer“
Roberta Dapunt, Lyrikerin aus dem ladinischen Gadertal, bringt mit ihrer Dichtung eine Stimme in die Gegenwartsliteratur, die in ihrer Evokation und Haltung schier überrascht und ein Verhältnis von Kunst und Mysterium ungetrübt erprobt. Auf großes Echo stieß sie mit dem Lyrikband „La terra più… Continue Reading „42. Uma“
Heute vor 50 Jahren starb Jean Cocteau im Alter von 74 Jahren in Milly-la-Forêt bei Paris. Cocteau arbeitete u.a. als Journalist, Zeichner, Maler, Buchillustrator, Lyriker, Dramatiker, Romancier, Drehbuchautor, Regisseur und Schauspieler. Mit Deutschland und der deutschen Sprache verband ihn eine besondere Beziehung. Schon durch… Continue Reading „41. Heute“
… vorm Stand von S. Fischer diesen Kommentar zum Lyrikprogramm des großen Verlages aufgeschnappt: 2012 liao yiwu und uwe kolbe, wulf kirsten, ganze drei lyribände, sieht man mal von aufgewärmten und exhumierten ab, alle männer, davon ein friedenspreisträger und alle seit jahrzehnten bekannt. hut… Continue Reading „40. Im Messegedränge“
Nach dem „Buch der Dinge“ (2006) hat Aleš Šteger nun ein „Buch der Körper“ geschrieben. Überaschenderweise spielt er die Wahrnehmung darin nur indirekt aus. Den Körper als das vermeintlich Andere des Denkens fasst er als ein Gebilde, das zum Ausdruck drängt: Die Äußerungen des Körpers… Continue Reading „39. Buch der Körper“
Baltasar Gracian Handorakel und Kunst der Weltklugheit – 216 – Die Kunst des Ausdrucks besitzen: sie besteht nicht nur in der Deutlichkeit, sondern auch in der Lebendigkeit des Vortrags. Einige haben eine glückliche Empfängniß, aber eine schwere Geburt: denn ohne Klarheit können die Kinder des… Continue Reading „37. Kunst des Ausdrucks“
Reichlich absurd ist also das Versprechen des Klappentextes, Gomringer würde „das Unbeschreibliche“ beschreiben, handelt es sich bei den Monstern doch um Reproduktionen kulturell bereits beschriebener Typen. So unterhaltsam harmlos die meisten dieser monströsen Ergebnisse sind, so sind es leider auch viele Gedichte, die unter… Continue Reading „36. Harmlose Monster“
Eingegangen sind sie in die Literaturgeschichte des 20. Jahrhunderts nicht allein wegen ihrer eindrucksvollen Gedichte, sondern auch wegen ihrer Liebesgeschichte, die mit ihrem Selbstmord endete: Das Dichterpaar Sylvia Plath und Ted Hughes. 1961 antwortete Ted Hughes auf die Frage, ob sie denn ein Paar… Continue Reading „35. Verschieden und ähnlich“
Ulrich Kochs Weg durch das Literaturgeschäft ist untypisch. Er hangelte sich nicht von Stipendium zu Stipendium, er reist heute nicht von Lesung zu Lesung. Koch hat sich aus dem Getriebe ausgeklinkt, sicher nicht ganz, aber doch sehr entschieden. Natürlich knüpft auch Koch sein Netzwerk,… Continue Reading „34. Angstfrei, neugierig“
Aus: Lyrikwiki Sibylla Schwarz (andere Schreibweisen: Schwartz, Schwartze, Schwar(t)zin [1]; Sibylle) wurde am 24.2.1621 [2] in Greifswald geboren und starb ebenda am 10.8.1638. Wegen Frühreife und frühen Todes nannte man sie die „pommersche Sappho“ und „die zehnte Muse“. Sie stammte väter- und mütterlicherseits aus… Continue Reading „33. Sibylla Schwarz“
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