Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Marie Luise Kaschnitz (* 31. Januar 1901 Karlsruhe, † 10. Oktober 1974 Rom) Ich vergesse so viel Ich vergesse so viel Das meiste Nur einiges nicht Nicht die englische Tänzerin Mit den roten Schuhen Nicht den brennenden Bergahorn Vor der Eigernordwand Auch nicht die… Continue Reading „Ich vergesse so viel“
Adelbert von Chamisso (* 30. Januar 1781 auf Schloss Boncourt bei Ante, Châlons-en-Champagne, Frankreich; † 21. August 1838 in Berlin) An Fouque Kann nicht reden, kann nicht schreiben, Kann nicht sagen, wie mir ist! Mir ist wohl und bang im Herzen, Kann nicht ernst… Continue Reading „An Fouque“
Μελέτης Αποστολίδης (Meletis Apostolides) AN EINEM SELTSAMEN ORT, SEPTEMBER ’74 und ich steckte immer noch in Uniform und Armeestiefeln. Du fürchtetest, dass ich gekommen wäre, um deinen Frieden zu stören. „Es tut mir leid, ich habe kein Bett, das ich dir anbieten könnte“, sagtest… Continue Reading „An einem seltsamen Ort“
Heute statt eines Gedichts eine Probe als Spurenaufnahme. Elija Levita ist ein Gelehrter und Dichter aus Deutschland. Levitas Mameloschn, Muttersprache war Jiddisch. (Standard-)Deutsch mußte er erst lernen, es war gerade in der Mache, er lernte Hebräisch und Latein, schrieb gelehrte Bücher auf Hebräisch und… Continue Reading „Elijah Levita“
Achim von Arnim (* 26.1.1781 in Berlin; † 21.1.1831 in Wiepersdorf) Pendellied Der zweyte Gesang der Dichterschule Stunden fliehen, Ziehen Tage, Jagen Jahre; Bahre, Trauer, Trauerjahre Fahren über; Trüber schwebet; Bebet winkend, Sinket Liebe. Der erste Gesang der Dichterschule Liebegluthen Fluthen immer, Immer strebe,… Continue Reading „Dichterschule“
Robert Burns (* 25. Januar 1759 in Alloway, Ayrshire; † 21. Juli 1796 in Dumfries, Dumfriesshire) I MURDER hate by field or flood, Tho’ glory’s name may screen us; In wars at home I’ll spend my blood, Life-giving wars of Venus: The deities that… Continue Reading „I Murder Hate“
Wilhelm Klemm (* 15. Mai 1881 in Leipzig; † 23. Januar 1968 in Wiesbaden) Das Autounglück Das wird eine lange Heimfahrt geben! Die silbernen Wolken zogen über uns hin. Es wäre nichts, wenn alles immer im Gleise ginge, Und ich hatte mir doch so… Continue Reading „Das Autounglück“
Louise von Plönnies (geb. Leisler; * 7. November 1803 in Hanau; † 22. Januar 1872 in Darmstadt) Heloise an Abälard Wird, von der Liebe heil’gem Geist durchdrungen, Nicht jedes Weib der Erde zur Madonne, Nicht jedes Kind ein Heiland und in Wonne Auf’s neu… Continue Reading „Heloise an Abälard“
Jakob van Hoddis Am 21. Januar 1911 erschien der Gedichtzyklus „Varieté“ in der Zeitschrift „Der Sturm“. Varieté I Loge Ein Walzer rumpelt; geile Geigen kreischen; Die Luft ist weiss vom Dunst der Zigaretten; Es riecht nach Moschus, Schminke, Wein, nach fetten Indianern und entblössten… Continue Reading „Varieté“
Egon Bondy (* 20. Januar 1930 in Prag; † 9. April 2007 in Bratislava) Ich las gerade die Nachricht Ich las gerade die Nachricht vom Prozeß gegen die Hochverräter als du mich besuchen kamst Nach einer Weile zogst du dich aus und als ich… Continue Reading „Die Nachricht“
Fráňa Šrámek (* 19. Januar 1877 in Sobotka; † 1. Juli 1952 in Prag) Kam ein Brief Kam ein Brief daher, kam vom Militär, darin schrieben sie, daß am zwölften früh ich mich melden muß, ach, melden muß. Was macht ein Soldat, der zu… Continue Reading „Kam ein Brief“
Jorge Guillén (* 18. Januar 1893 in Valladolid; † 6. Februar 1984 in Málaga) SONNE MIT KÄLTE In jugendlicher Luft verschüttet sich ein Wind aus Kälte. Jünger noch, freundlich, gleitet die Kälte über die Sonne, während ich laufe. Durch klarste Frische hindurch berausch’ ich… Continue Reading „Sonne mit Kälte“
Emmy Hennings (Emma Maria Ball-Hennings, * 17. Januar 1885 in Flensburg; † 10. August 1948 in Sorengo bei Lugano) AUFHÄNGEN Ein Mann hängt sich auf und beobachtet sich. Er spielt mit seinen Beinen. Er möcht um seine Dummheit weinen. Obgleich das Leben von ihm… Continue Reading „Aufhängen“
Inger Christensen (* 16. Januar 1935 in Vejle, Dänemark; † 2. Januar 2009 in Kopenhagen) DIE BÜHNE konnexitäten … si l’Être est caché, cela est un trait de l’Être M. Merleau-Ponty Während allmählich die bühne beschrieben wird wird immer klarer daß sie nicht beschrieben sondern… Continue Reading „Die Bühne“
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