Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Der Schwarzwälder Bote sprach mit der Autorin: Wien ist mir eher „passiert“, ohne, dass ich wusste, warum genau ich hier hergekommen bin. Ich habe davor lange Zeit in Leipzig gelebt, wo ich ja auch schon studiert habe. Irgendwann kam der Punkt, an dem ich… Continue Reading „67. Simone Hirth“
Das sind alles verschiedene Mechanismen, die im Gedicht angetippt werden, die aber nicht – und das ist ein ganz wichtiger Punkt – die aber nicht auf die Lyrik beschränkt sind. Das heißt, unsere Alltagssprache inkorporiert, benützt all die Möglichkeiten, die die Poesie – in… Continue Reading „50. Warum sind die Gedichtzeilen so kurz?“
Die Österreichische Nationalbibliothek (ÖNB) hat vor kurzem den Nachlass von Hertha Kräftner erworben. Das nun übernommene und bisherige Bestände gut ergänzende Konvolut, für das 7.500 Euro gezahlt wurde, stammt aus Privatbesitz und umfasst neben Tagebüchern, Briefen und Vorlesungsmitschriften alle literarischen Texte der Autorin. Kräftners… Continue Reading „48. Kräftner-Nachlaß“
„Hereinspaziert! Das ist der Eingang zu einer kleinen, aber gut gehenden Dichterei!“ So charmant begrüßt Heinz Rudolf Unger Besucher seiner Webseite. Literarisch kann der Dichter und Dramatiker aber auch zulangen, was er mit Theaterstücken wie „Zwölfeläuten“ und Liedtexten für die Schmetterlinge unter Beweis stellte.… Continue Reading „30. Gut gehende Dichterei“
Zwei Neuheiten unter den ersten drei finden sich auf der ORF-Bestenliste im August. Mit Fernando Pessoas Gedichtband „Mein Blick ist offen wie eine Sonnenblume“ belegt einer der bedeutendsten Lyriker Portugals aus dem 20. Jahrhundert Platz eins. Der Erzählband „Die kleinen Widrigkeiten des Lebens“ der… Continue Reading „10. Lyrik führt ORF-Bestenliste an“
Gute Gedichte provozieren immer erneut die Frage: Was also ist Lyrik, hier und jetzt, im Augenblick des Gedichts? Gedichte, wenn sie gut sind, entwickeln ein Eigensein, das Zuordnungsgewohnheiten sprengt, ästhetische Gewissheiten entwertet. Die 100 Gedichte in E. A. Richters neuem Band Schreibzimmer sind solche Eigenbrötler: Sie… Continue Reading „119. Eigenbrötler“
Wer über Lyrik redet, muss auf den Einwand gefasst sein, dass das Reden und Interpretieren den Sinn(es)genuss beeinträchtigt. Andere Wirkungen erzielt das Beschreiben von auftauchenden Bildern zum Erkennen von bildhaften Zusammenhängen. Ein gutes Gedicht /ein guter Gedichtband zielt auf d i e Stelle(n) im… Continue Reading „90. Knackpunkt“
Mit Gedichten ist es ein wenig wie mit dem weiblichen Geschlecht, von dem man früher gerne sagte, Frauen sollten einfach, in ihrer ganzen Schönheit „da sein“; nicht ihr Handeln und ihr Denken mache ihre Anziehung und ihren Wert aus, sondern ihre Existenz als solche… Continue Reading „74. Gedichte wie Frauen“
Die Internationalen Literaturtage Sprachsalz in Hall in Tirol bieten vom 13.–15. September 2013 einmal mehr Begegnungen und Empfehlungen der besonderen Art, wenn drei Tage lang das Parkhotel Hall zur Literaturbühne wird. Ein Schwerpunkt gilt in diesem Jahr verstärkt der Lyrik: Zu Gast sind die… Continue Reading „66. Sprachsalz“
„Der Poet als Maskenball. Über imaginäre Dichter“, lautete das Thema der 63. Poetikdozentur, die Jan Wagner am Mittwoch an der Universität mit seinem Vortrag präsentierte. (…) Wagner behauptet, dass man mit all den imaginären Dichtern, die von verschiedenen Schriftstellern geschaffen wurden, „ein Festival feiern könne“,… Continue Reading „46. Imaginäre Dichter“
Jede Dichtung spricht über die Situation ihrer Herkunft. Das Schreiben wird durch das schreibende Analysieren gebrochen. Wie jeder Lyriker erschafft Sophie Reyer eine ganz eigene Wahrnehmung, eine Beobachtung, die sich sowohl aus dem kollektivem wie auch individuellem Bewußtsein speist. Sie bricht die Idee vom… Continue Reading „31. Gezirpte Zeit“
Im Salon Littéraire auf in|ad|ae|qu|at: Margret Kreidl : 4 Gedichte , übersetzt 4 Urtexte ( aus Laute Paare , 2002 ) , 4 Übertragungen von Rosmarie Waldrop ( aus DICHTEN = No. 10, ed. by Rosmarie Waldrop , 2008 ) und 4 Lesefassungen , gesprochen… Continue Reading „23. Margret Kreidl“
Junge deutschsprachige Dichtung In den vergangenen Jahren ist Bewegung in die deutschsprachige Dichtung gekommen – eine neue Generation erobert die literarische Bühne. Das Projekt „Babelsprech. Junge deutschsprachige Dichtung“, initiiert von der Literaturwerkstatt Berlin und dem Literaturhaus Wien, möchte über drei Jahre eine Diskussion anregen,… Continue Reading „17. Babelsprech“
Als verfremdende Momente sah Dieter Sperls Partitur zwei rein sprachliche Komponenten vor : Da waren kurze Texte – nicht länger als einige Sätze – deren Aufnahmen mithilfe des Rechners aufs zwanzigfache und über das gesamte Stück gedehnt wurde . Der dadurch verursachte Verlust der… Continue Reading „1. Literatur als Radiokunst“
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