Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
„Caravaggio ist unser Zeitgenosse“, schreibt Henning Mankell über den frühbarocken Maler Michelangelo Merisi und dichtet: „Er sieht unsere Zeit, / Bevor sie eintrifft, / Und er lässt uns selbst sehen / In der Unsicherheit, in der er selbst lebte (. . .) / Das… Continue Reading „112. Zeitgenosse Caravaggio“
Im letzten Herbst starb mit Alda Merini eine Dichterin, die in ihrer Heimat Italien ein grosses – auch jugendliches – Publikum hatte. Die frühreife Lyrik brachte ihr Erfolg; den langen Jahren in der Psychiatrie rang sie eine neue Sprache ab. … Seit Mitte der… Continue Reading „29. Alda Merini“
für März: Platz 4-5 (-) 75 Punkte ANDRE RUDOLPH: Fluglärm über den Palästen unsrer Restinnerlichkeit Gedichte. Mit Illustrationen von Annette Kühn. Luxbooks 18,50 Euro ISBN: 978-3-939557-90-6 104 Seiten „Mittelschwere Lektüre“ „bieder sind wir, doch verschwommen schön“: Das Debüt des Prosanova- Preisträgers von 2008 und… Continue Reading „14. André Rudolph auf SWR-Bestenliste“
Der Dichter Oswald Egger erhält den mit 40.000 Euro dotierten Oskar Pastior Preis. Für ihre Entscheidung gab die Oskar Pastior Stiftung, die den Preis in diesem Jahr zum ersten Mal vergibt, folgende Begründung: „Die Oskar Pastior Stiftung verleiht den Oskar Pastior Preis 2010 Oswald… Continue Reading „171. Oskar Pastior Preis für Oswald Egger“
Als eine der „intensivsten europäischen Dichterstimmen“ würdigen ihn angesehene Literaturkritiker, für manche gehört Karl Lubomirski zu „den besten Lyrikern, die heute in deutscher Sprache schreiben“. In seiner Wahlheimat Italien erleben Karl Lubomirskis Gedichtbände rasch mehrere Auflagen, mehrere Literaturpreise zeugen von der Wertschätzung, die man… Continue Reading „117. Einige, manche“
Bereits die ersten literarischen Zeugnisse des zwanzigjährigen Hilfslehrers Kaser geben den melancholischen Grundton der Sammlung vor, sprechen von seinen Ängsten, von seiner inneren Zerrissenheit, die ihn als Mensch und als Künstler sein Leben lang begleiten werden: „Nun bin ich der Fremdling meiner selbst, der… Continue Reading „179. Kaser elementar“
So radikal die Rhetorik der Manifeste, so harmlos wirkt allerdings bisweilen die Umsetzung – Luigi Russolos «Geräuschtöner» beispielsweise (wie sein Begriff «Intonarumori» übersetzt wird), die die klanglichen Möglichkeiten der Musik erweitern sollten, sind als Kuriosum in die Musikgeschichte eingegangen, ohne eine weitere Wirkung zu… Continue Reading „151. Futurismus-Ausstellung“
Fortsetzungsessay von Theo Breuer 12 Lyrik 2009 Anthologie · Essayband · Gedichtbuch · Hörbuch · Portal · Zeitschrift Ein Füllhorn, ein Querschnitt Gedichte lies sie einmal dunkel einmal hell lies sie mit den Augen des Mittags und lies sie mit den Augen der Mitternacht… Continue Reading „137. Lyrikstationen 2009 (12)“
Er war ein Revolutionär, kein Umstürzler. Claudio Monteverdis „neue“ Musik und die Tradition stehen in seiner Marienvesper einträchtig nebeneinander. Das 1610 veröffentlichte, erste konzertante Großwerk am Beginn des Barockzeitalters verbindet Geistliches mit Weltlichem. Die Vesper wächst zu einem Kunstwerk heran, das sowohl in der… Continue Reading „108. Weibliche Herrlichkeit“
Erst vor wenigen Tagen berichteten wir über die sogenannte Divine Edition von Dantes Inferno, schreibt gamona.de. Der Name deutet es vielleicht schon an. Gemeint ist keine Prachtausgabe von Dantes Dichtung, sondern ein neues Spiel für Playstation. Jetzt kommt eine weitere Ausgabe: Jetzt kündigte Electronic… Continue Reading „97. Inferno, Death Edition“
Dieser Prozess des Fortschreibens bzw. Umschreibens lässt sich in einer schönen zweisprachigen Ausgabe des Urs-Engeler-Verlags nachvollziehen, die überdies den späten Zyklus «Dunckler Enthusiasmo» enthält. Sie gewährt faszinierenden Einblick in die Werkstatt des Dialektdichters Pasolini – und in die des Nachdichters Christian Filips. Um es… Continue Reading „126. Mischsprache“
Endlich wieder eine unverwechselbare Stimme aus Italien! Nach Eugenio Montale, Giuseppe Ungaretti und Umberto Saba, dem Dreigestirn der klassischen italienischen Moderne, kam – außer Pier Paolo Pasolini – lange Zeit nichts Aufregendes, so schien es. Derweil schickte sich Patrizia Cavalli, geboren 1974 in Umbrien… Continue Reading „26. Stimme aus Italien“
Eben dadurch aber, dass er Gedichte mit dem Wörterbuch schrieb und sich seine eigene dichterische Sprache erst erfinden musste, gewann er mehr noch, als wenn er die italienische Hochsprache verwendet hätte, an dichterischer Autonomie – und zugleich band er sich unauflösbar an die Mutter,… Continue Reading „15. Gedichte mit dem Wörterbuch“
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