Kategorie: Deutschland

60. Nonsens und Philosophie

Generell aber gilt: man sollte eben nicht hinter jedem komischen Gedicht eine „ernste Botschaft“ suchen – der Reiz liegt oft im Sprachspiel und in der Absurdität. Das trifft wahrscheinlich auch auf dieses Gedicht zu: „Der Habicht fraß die Wanderratte, nachdem er sie geschändet hatte“.… Continue Reading „60. Nonsens und Philosophie“

58. Im Schatten

Zu den gut besuchten Veranstaltungen der Brandenburgischen Frauenwoche gehörte auch die Lesung von Irmtraud Gutschke, die am Dienstagabend in der Stadt- und Landesbibliothek aus ihrem 220 Seiten starken biografischen Interviewbuch „Eva Strittmatter – Leib und Leben“ las. … Gutschke erzählte eine Episode über die Folgen… Continue Reading „58. Im Schatten“

56. Dichter-Gespräch

Monika Rinck, Liesl Ujvary und Max Marek Lesung und Gespräch 10. März 2010, 20 Uhr (Mittwoch) Akademie der Künste, Pariser Platz 4, 10117 Berlin, Clubraum Eintritt € 5/3, Tel. 030 20057-1000 In der Reihe Dichter-Gespräch werden Monika Rinck und die Lyrikerin Liesl Ujvary aus… Continue Reading „56. Dichter-Gespräch“

53. EEE-Teil 4: „RE:RE:RE:ÜBERWANDLER-SCHNEE VON ÜBERGESTERN“

so leute, das gibt keinen echten ticker, das wird hier der INOFFIZIÖSE EEE-teil 4, damit sich keiner zwang antun braucht… FOLGENDES: (OHNE HEADLINER, OHNE UNTERTITEL, OHNE INSTITUTSWEIHEN): „Mit normal meinte ich so ‚Standardgedichte‘ die z.B. in der Schule behandelt werden (…). Bei solchen Gedichten… Continue Reading „53. EEE-Teil 4: „RE:RE:RE:ÜBERWANDLER-SCHNEE VON ÜBERGESTERN““

52. Unter dem Titel

„Grammatik der Sprachen von Babel“ wird eine Veranstaltung zum Thema Poesie und ihre Poetik in Gedicht und poetologischer Erzählung angekündigt. Johanna Schwedes, Norbert Lange, Jürgen Buchmann und Sophie Dethleffs bei Reinecke&Voß. Musik: Frank Hilpert, Sa 20.03. Beginn: 19.00 Uhr, Eintritt frei, Cafè Anton Hannes,… Continue Reading „52. Unter dem Titel“

51. Nelly-Sachs-Ausstellung

Das Jüdische Museum Berlin eröffnet am 24. März eine Ausstellung über Leben und Werk der Dichterin Nelly Sachs. Die Ausstellung «Flucht und Verwandlung» würdigt die Nobelpreisträgerin anlässlich ihres 40. Todestages, wie das Jüdische Museum mitteilte. Es werden bisher unveröffentlichte Fotos, Manuskripte sowie Ton- und… Continue Reading „51. Nelly-Sachs-Ausstellung“

50. Klerikal-Rambo

Mathilde Vietze hat Walter Mixa ein Gedicht gewidmet. Mixa, das Sprachrohr der Reaktionäre tönt sehr laut, damit endlich mal wieder die Presse auf ihn schaut. Mehr

49. Vogel im Salat

Ganze Hochkulturen gingen unter in den großen Bränden der Antike. Doch die Tontafeln, auf denen die Sumerer ihre Keilschrift aufbewahrten, wurden in den Flammen nur noch härter. Gut 4000 Jahre alt sind einige der dadurch überlieferten Gedichte, die zwar kultisch-religiösen Zwecken dienten, doch im… Continue Reading „49. Vogel im Salat“

48. Wechsel in der Leitung des Lyrik Kabinetts – Dr. Maria Gazzetti nach München

Nach zwanzig intensiven Jahren zieht sich die Gründerin, Ursula Haeusgen, in den Vorstand der Stiftung zurück und übergibt die Leitung des Lyrik Kabinetts Dr. Maria Gazzetti. „Ich bin zufrieden und glücklich, dass sich alles so gefügt hat“, sagt Ursula Haeusgen. Sie schätze Maria Gazzetti sehr, ihre… Continue Reading „48. Wechsel in der Leitung des Lyrik Kabinetts – Dr. Maria Gazzetti nach München“

46. Zitieren

Aus einem Gedicht wird nie ein Maschinengewehr, aber genausowenig ist die Poesie ein geschütztes Reservat, selbst wenn ich denn mit Preisen und Stipendien überhäuft werde. Der Anspruch ist, das Niveau zu halten, und das schließt ein, dass ich meine Position hinterfrage. Welche Gedichte werden… Continue Reading „46. Zitieren“

44. Stipendium für Röhnert

Der Autor Jan Volker Röhnert erhält das mit 12 000 Euro dotierte Harald-Gerlach-Literaturstipendium. Das Stipendium, das den Namen des 2001 gestorbenen Lyrikers, Schriftstellers und Bühnenautors Harald Gerlach trägt, wurde 2009 auf Initiative des Thüringer Literaturpreisträgers Ingo Schulze und der Literarischen Gesellschaft ins Leben gerufen.… Continue Reading „44. Stipendium für Röhnert“

42. Das Verblüffendste an Kling

Vergil, Horaz, Hölderlin, George, Trakl, Benn: „Man kann eigentlich gar nicht mehr überinterpretieren, man kann nur unterinterpretieren“, stöhnt Norbert Hummelt. Kling habe, so Peer Trilcke, seine Funktion darin gesehen, „das historische Gedächtnis einer Gesellschaft zu bewahren“, aber seine Gedichte breiteten Wissen nicht aus, sondern… Continue Reading „42. Das Verblüffendste an Kling“

41. „Was bitte schön ist Lyrik?“

Oder wächst die angeblich existierende, urheberrechtsfreie „Internetkultur“ vielleicht nur deshalb, weil Literaturschaffende hierzulande zumeist schlechter entlohnt werden als Baumwollpflücker in der Dritten Welt? fragt das Hamburger Abendblatt und gibt Antwort: Fakt ist: Es gibt sehr viele Menschen, die vom Schreiben leben, die dies häufig… Continue Reading „41. „Was bitte schön ist Lyrik?““

39. Literatur in Diktaturen bei der zehnten Lit.Cologne 2010

Das Kölner Literaturfestival, das am Mittwoch (10.3.) startet, will unter anderem mit Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller die Rolle und Arbeit von Künstlern in Diktaturen besprechen. Dass der ebenfalls zu diesem Thema geladene chinesische Autor Liao Yiwu fehlen wird, gibt dem Ganzen besondere Brisanz: China verweigerte… Continue Reading „39. Literatur in Diktaturen bei der zehnten Lit.Cologne 2010“

38. Das „ekstatisch-empirisch-esoterische mOMent“ der Direkten Dichtung; oder: 1 Unwort sagt mehr als 1000 Gedichte, aber was, bleibt offen (EEE-Teil 3)

„Einst war das Alter, da Ymir lebte, Da war nicht Sand, nicht See, nicht salzige Wellen, Nicht Erde fand sich noch Überhimmel, Gähnender Abgrund, und Gras nirgends.“ (Die Ältere Edda) G&GN-Institut, Berlin-Neukölle (Fortgeschrittener Anfang März 2010) / Ich (Sebastian Nutzlos) fühle mich nun als… Continue Reading „38. Das „ekstatisch-empirisch-esoterische mOMent“ der Direkten Dichtung; oder: 1 Unwort sagt mehr als 1000 Gedichte, aber was, bleibt offen (EEE-Teil 3)“