Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
urossalideh – Wort einer zukünftigen Sprache: was bildet es ab? wohin führt es? Hansjürgen Bulkowski
Zum freundlich kredenzten Leitungswasser, teilt Marco Tschirpke ungefragt Schmeicheleien aus. „Ziemliches Käseblatt, Ihre Zeitung.“ Na, schönen Dank auch, Herr Dichter. Der Dichter Marco Tschirpke ist auch Musiker, die Zeitung heißt Tagesspiegel und schreibt über ihn: Wenn er irgendwo hingeht, möchte er etwas Neues erfahren, nie… Continue Reading „38. Dichter & Zeitung“
Studenten sind sprachmächtig und gedankenvoll oder jedenfalls arbeiten sie daran. 1933 gingen sie den Professoren voran und verlangten ein Ende des undeutschen Geistes, Auszüge: 3. Reinheit von Sprache und Schrifttum liegt an Dir! Dein Volk hat Dir die Sprache zur treuen Bewahrung übergeben. 4. Unser gefährlichster Widersacher ist… Continue Reading „35. Deutsche Schrift für Deutsche“
Zum Jubiläum schreibt Christoph David Piorkowski in tip Berlin kritisch-panegyrisch (ich spendiere einem Namen ein „c“, während ich ganz unten im Zitat einen von Pedanten erwartbaren Buchstaben lasse wo er fehlt): Nun ist man auch offiziell in Berlin, wo ohnehin alles seinen Anfang nahm, damals,… Continue Reading „30. Kookbooks 10“
Seit sie 1968 mit zwei Bänden debütierte, hat Annemarie Zornack kontinuierlich Lyriksammlungen veröffentlicht – unter anderem im Claassen Verlag, in der Eremiten-Presse und bei Wallstein. Die Autorin fand rasch Anerkennung. Bei der Kritik. Beim Lesepublikum. Auch bei Größen der schreibenden Zunft wie Günter Eich oder Ernst… Continue Reading „28. Schierer Genuß“
Jan Kuhlbrodt hat ein Requiem geschrieben, einen Gesang vom Leben danach. Grundiert durch unterschiedliche Tätigkeiten in seinem Leben, gestattet der Lyriker auch dem Stötzer viele Ausdrucksformen, Philosophisches trifft auf Humor und Schärfe. Spielerisch probiert der Lyriker die Sprache semantisch, rhythmisch, metrisch aus; das Sinnganze ist… Continue Reading „26. Stötzers Lied“
Deutschlands große Zeitungen wehren sich ja dagegen, von Google erfaßt zu werden. Mehrmals täglich erhalte ich vom Google-Nachrichtendienst Snippets, die auf Lyriknachrichten aus aller Welt in mehreren Sprachen verlinken. So heute morgen vom Trierischen Volksfreund und der Agence Bretagne Presse. Nur Süddeutsche Zeitung und… Continue Reading „25. Debatte im Winkel“
Herrn Dotzauer stelle ich mir als ernsthaften Menschen vor, der zwischen seinen journalistischen Pflichten im, immerhin oder sozusagen Hochfeuilleton auch noch die Hochkultur à la Recherche du temps perdu, Tractatus logico-philosophicus oder Grundlegung zur Metaphysik der Sitten durchackert. Wie schnell entsteht da ein Widerspruch… Continue Reading „24. Zu albern“
Lies einen Vers. Lies jedes Wort rückwärts. Lies den ganzen Vers rückwärts. Aus einer Beschreibung in J. Trachtenberg, Jewish Magic and Superstition. New York: Atheneum, 1939, 1970, p. 111. Gefunden in: Jerome Rothenberg, Harris Lenowitz (Ed.): Exiled in the Word: Poems & Other Visions… Continue Reading „20. Word Events“
(Lesungskritik) Frühstück auf dem Hof der Burg Klempenow nach der Lesung Uwe Kolbes. Hinter mir sitzt ein Ehepaar aus dem Westen („wir sitzen hier weit im Osten“, sagt sie am Telefon), er Gymnasiallehrer, Kunst und Musik, sie im „kreativen Bereich“. Ich hab sie nicht… Continue Reading „18. Denken in Jamben“
einmal am Tag schleudert die Erde langsam um sich herum ein Weltall Hansjürgen Bulkowski
In ihrer kleinen grammaturgie hat die polnisch-stämmige Dichterin Dagmara Kraus nun gleich vier dieser Plansprachen lyrisch verwendet. “Myrana” von Josef Stempfl; “Volapük” des katholischen Priesters Johann Martin Schleyer; die neue, noch etwas unausgegorene Plansprache “Tcatcalaqwilizi“ aus dem Jahr 2009 und vor allem “Langue bleue”, nach ihrem Erfinder… Continue Reading „14. Blauzungenvirus“
Der Deutsche Literaturfonds fördert Literatur (also Sachen die richtig Arbeit machen, Romane und Übersetzungen), im einzelnen: Ergebnisse der Kuratoriumssitzung vom 26. und 27. April 2013 Folgende Autorinnen und Autoren bzw. Übersetzerinnen und Übersetzer erhielten ein Halbjahres- bzw. Jahres-Stipendium: Oliver Bukowski (für ein Theaterprojekt) Brigitte… Continue Reading „12. Förderung“
Im Focus Jürgen Prochnow „über deutsche Rente, deutsche Lyrik und Bürokratie. Und über die Sehnsucht des Kapitänleutnant aus „Das Boot“ nach ewiger Ruhe im Meer“: Bei uns wurde wirklich nicht täglich Rilke gelesen oder ins Theater gegangen.
Presently, young German poetry flocks together around three places: Hildesheim, Leipzig and Berlin. This accumulation is easy to explain. Hildesheim and Leipzig, because they shelter the two institutions in Germany where one can study creative writing. It is safe to say, therefore, that they… Continue Reading „8. Czollek’s view“
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