Kategorie: Deutschland

83. Schwere Kost

Die Gedichte des jüdischen Lyrikers Paul Celan (1920-1970) sind schwere Kost wieso quälen sie sich nur so? Wer keinen Saumagen verträgt, kann ja was Leichteres essen, bloß mal metaphorisch. Natürlich paßt das nicht auf Celan; schon weil er Jude ist… sind schwere Kost: Seine… Continue Reading „83. Schwere Kost“

81. Das ist das Leben

“Vermutlich im März notiert” ist das kürzeste Gedicht betitelt, das vielleicht am besten die Spontanität und Offenheit (und Schönheit!) von Elke Erbs Lyrik auf den Punkt bringt: Wenn der Hirsch aus dem Wald tritt – denk nicht, das ist nichts. Oh, weißt du, das… Continue Reading „81. Das ist das Leben“

79. Babylonische Leiter

Eine neue Ausgabe von karawa.net ist erschienen: # 005  / Babylonische Leiter Darin u.a.: Политику »Algen gab es da – phrygisch, Pentatonik von Kleinigkeiten, / du warst dir selbst bewusst, und wolltest eine Jacht / vor Anker legen in einem Wasserloch, seine Tiefe / überstieg dich (du… Continue Reading „79. Babylonische Leiter“

78. Blitze

Der jungen Christine Koschel bescheinigte Nelly Sachs, sie habe „viele Blitze aus den Nächtigkeiten der Worte geschlagen“. Man darf dies eine wahrhaft prophetische Formulierung nennen. Sie lässt sich auf „Den Windschädel tragen“ beziehen, den 1961 erschienenen Debütband der damals Fünfundzwanzigjährigen, aber auch auf das… Continue Reading „78. Blitze“

73. Haiku-Treffen

Am Samstag, den 28.09.2013, findet im Internationalen Begegnungszentrum der Wissenschaft in der Amalienstraße 38 in München ein Deutsch-Japanisches Haiku-Treffen statt. PROGRAMM 13:30 Uhr Einführung in die Haiku-Dichtung (für Anfänger) 14:00 – 17:30 Uhr Haiku-Workshop 17:30 – 19:00 Uhr Pause 19:00 – 20:30 Uhr Vorträge von… Continue Reading „73. Haiku-Treffen“

72. Fremdsprechen

Susanne Burg: Sie haben einmal ein Prosa-Langgedicht über London verfasst, wo sie lange gelebt haben. Sie haben es auf Englisch geschrieben und dieses dann selbst ins Deutsche übersetzt. Die beiden Gedichte wurden nebeneinander abgedruckt. Sie schreiben in Ihrem Essay „Fremdsprechen“: „Ich möchte diese Erfahrungen nicht… Continue Reading „72. Fremdsprechen“

70. Bloopers 1

blooper: Versprecher {m} blooper [coll.]: Schnitzer {m} [ugs.] [grober Fehler] blooper [esp. Am.]: Outtake {n} [herausgeschnittene (komische) Szene]film blooper [esp. Am.] [coll.]: Panne {f} [Missgeschick] Missgeschick {n}: Patzer {m} [ugs.] Ausrutscher {m} [ugs.] blooper [Am.]: Stilblüte {f} blooper [Am.] [coll.]: peinlicher Fehler {m} Am Sonnabend beschloß ich, einen lange gehegten Plan zu… Continue Reading „70. Bloopers 1“

69. Poetopie

nach dem Unfall löst sich der Stau wieder auf – wir müssen weiterfahren Hansjürgen Bulkowski

67. Simone Hirth

Der Schwarzwälder Bote sprach mit der Autorin: Wien ist mir eher „passiert“, ohne, dass ich wusste, warum genau ich hier hergekommen bin. Ich habe davor lange Zeit in Leipzig gelebt, wo ich ja auch schon studiert habe. Irgendwann kam der Punkt, an dem ich… Continue Reading „67. Simone Hirth“

66. Herta Müller 60

„Das dümmste ist seit Stunden läuft das Gras in meinem neuen Kleid herum …“ , beginnt die eine Collage, zusammengeschnipselt aus Zeitschriften- und Werbungswörtern in unterschiedlichen Farben und Drucktypen. „In einer Knorpeltasse bot er mir einen Kaffee an und der war schwarzes Haar …“,… Continue Reading „66. Herta Müller 60“

65. Was wollte der Dichter damit sagen?

Scholl: Wir haben vorhin – übrigens eine schöne Koinzidenz heute – dem großen Lyriker Reiner Kunze zu seinem 80. Geburtstag gratuliert. Und er hat einmal gesagt: Nichts vertreibt junge Menschen beim Literaturunterricht mehr als die Frage, was will der Dichter uns damit sagen. Das kennen… Continue Reading „65. Was wollte der Dichter damit sagen?“

63. QRfeldein

Eine Route durch das Tempelhofer Feld mit Simone Kornappel Samstag, 17. August 2013, 18 Uhr / Sonntag, 18. August 2013, 11 Uhr Simone Kornappel Unser Gang durch das Tempelhofer Feld wird von Gedichten grundiert. Zu jedem der aufgefundenen Texte können über QR-Codes weiterführende Dateien… Continue Reading „63. QRfeldein“

62. Nachtrag

Bezeichnend für die DDR-Zensur ist auch die Geschichte des Kinderbuches „Der Löwe Leopold“ (1970), das nach der westdeutschen Erstausgabe 1976 auch in einem DDR-Verlag erscheinen sollte. Aber gerade in diesem Jahr, als Reiner Kunze zum „Staatsfeind“ erklärt wurde und der Kulturminister ihn gesprächsweise in… Continue Reading „62. Nachtrag“

61. Dann kann Sie auch der Minister nicht schützen

Jayne-Ann Igel, aus: Unversiegelte Botschaften. Anmerkungen zu Reiner Kunzes Dichtung: Über Jahrzehnte habe ich wohl keine Gedichte von Reiner Kunze gelesen, oder sie doch nur gelegentlich in diversen Jahrbüchern, Anthologien wahrgenommen. Dabei waren sie mir in der zweiten Hälfte der siebziger Jahre so dringlich und… Continue Reading „61. Dann kann Sie auch der Minister nicht schützen“

60. Spätwort

Ausgehend vom Begriff „Spätwort“, den Paul Celan, einer der wichtigsten deutschen Autoren der Nachkriegszeit geprägt hatte, haben Repräsentanten der deutschen, österreichischen und chinesischen Lyrik sowie Literaturliebhaber gestern Nachmittag in der Bibliothek des Goethe-Instituts Beijing den historischen Kontext sowie die Schreibstile der zeitgenössischen Lyrik untersucht.… Continue Reading „60. Spätwort“