Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
My Jordanian friend Fathieh Saudi, who has died aged 76, was a doctor, writer and poet. She studied medicine in France and worked as a paediatrician in Lebanon from 1976 to 1982, producing L’Oubli Rebelle (1985), about her experiences in the Lebanese civil war,… Continue Reading „Gestorben“
… renommierte Literaturverlage wie Hanser, Fischer, Beck winkten ab: zu exotisch, zu wenig gesponsert. Denn die bei einem Ehrengast-Auftritt übliche Übersetzungsförderung kam zu spät – zu lange hatte die Regierung in Jakarta geglaubt, man könne deutsche Übersetzer und Übersetzerinnen nach indonesischen Tarifen honorieren. Noch… Continue Reading „Ohne die Indonesier“
Indonesiens moderne Lyrik ist stark vom Westen inspiriert – nicht zuletzt auch von deutschen Dichtern. Den einflussreichsten unter ihnen hat der 1962 geborene Dichter und Übersetzer Agus R. Sarjono vor fünf Jahren mit seinem Gedichtzyklus «Lumbung Perjumpaan» ein Denkmal gesetzt. Da heisst es etwa… Continue Reading „Erbärmliche Zeiten“
Der katarische Dichter Mohamed al-Ajmi, alias Ibn al-Dhib, der 2013 wegen eines Gedichts, das den „arabischen Frühling“ feierte und die Hoffnung ausdrückte, daß er sich auch auf die Golfstaaten erstrecken möge, zu 15 Jahren Haft verurteilt worden war (siehe hier), wurde jetzt nach über… Continue Reading „Freigelassen“
Der syrische Dichter Mohammad Bashir Al Ani aus Deir Ez-Zour im Osten des Landes wurde im September 2015 von ISIS verhaftet und am 10. März 2016 zusammen mit seinem Sohn Eias wegen „Unglauben“ hingerichtet. / Syrian network for human rights
In der Neuen Zürcher Zeitung ein Gespräch mit der in Deutschland lebenden syrischen Autorin Rosa Yassin Hassan. Auszug: Als das Regime von Hafez al-Asad in den 1970er Jahren zunehmend diktatorische Züge annahm, begannen die Autoren auf historische Stoffe zurückzugreifen, da sie die gegenwärtige Situation nicht… Continue Reading „Gestorbene Hoffnung“
Eine solche schrieb der Übersetzer Rainald Simon, der in einer Rezension der Übersetzung des Schijing (Schiking) von Raffael Keller scharf kritisiert wurde. Zitat: Sehr geehrter Herr [oder eine (leicht) vergiftete Retourkutsche auf die Sonntagsergüsse des Herrn Bibliothekars] Raffael Keller, nach der Lektüre Ihrer Brachial-Kritik… Continue Reading „Gegendarstellung“
Während Tausende aus dem Irak fliehen, tagen ein paar unerschrockene Dichterinnen in dem kriegsversehrten Land. Ulla Lenze berichtet für die Zeit. Auszug: Allmählich fällt mir auf, dass hier dennoch der Traum vieler Literaturveranstalter in Erfüllung geht: Es sitzen mehr Männer als Frauen im Publikum.… Continue Reading „Dichterinnentreffen in Basra“
„Prinz der jiddischen Ballade“ nannte man ihn, und Isaac Bashevis Singer sah in ihm einen „jiddischen Baudelaire“. Itzik Manger war einer der größten Dichter jiddischer Sprache. In der weltweit ersten Biografie Niemandssprache. Itzik Manger – ein europäischer Dichter (Jüdischer Verlag im Suhrkamp-Verlag, Berlin 2016)… Continue Reading „Jidisch is hefker“
Das chinesische „Buch der Lieder“ (Shijing) ist die älteste Lyrik-Anthologie Ostasiens und zählt zu den frühesten und bedeutendsten literarischen Zeugnissen der Menschheit. Die Sammlung von 305 Volksliedern und Texten ritueller Gesänge aus der Zeit zwischen dem 11. und 7. Jh. v. Chr. wurde der… Continue Reading „Chinas Buch der Lieder“
Der Lyriker Adonis steht wegen seiner unklaren Haltung zum syrischen Regime in der Kritik. Sagt die „Welt“. Sie hätte besser sagen sollen, WEM unklar: manchen seiner Kritiker unklaren Haltung. Er selber sagt dazu: „Das ist eine Lüge und der Beweis dafür, dass meine Kritiker… Continue Reading „„Ein moderner Islam ist nicht möglich““
Wie in sozialen Netzwerken zu erfahren, starb am 10. Februar der iranisch-schwedische Dichter Sohrab Rahimi. Er wurde am 20. Dezember 1962 in Shahrekord geboren. Er veröffentlichte Gedichtbände und einen Roman und übersetzte aus dem Persischen. Zwei seiner Bücher schrieb er auf Schwedisch. Er war Mitglied… Continue Reading „Gestorben“
Mit der Vernichtung der Juden Osteuropas verschwand auch die rund tausend Jahre alte Sprach- und Lebenswelt des Jiddischen fast vollständig. Aus dem Mittelhochdeutschen hervorgegangen, wurde sie in der aschkenasischen Diaspora um hebräisch-aramäische und slawische Elemente angereichert. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts prägte sie die… Continue Reading „Niemandssprache“
Neueste Kommentare