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Veröffentlicht am 31. Januar 2018 von lyrikzeitung
Marie Luise Kaschnitz
(* 31. Januar 1901 in Karlsruhe; † 10. Oktober 1974 in Rom)
Dem folgenden Text, ausgesucht zum Geburtstag von Marie Luise Kaschnitz, habe ich das letzte Wort entnommen und woanders deponiert. Wer es unbedingt wissen will, unten steht wo ichs her hab.
Vom Strand wo wir liegen
Vom Strand wo wir liegen
Silberne Häute ausgespannt
Stehen wir auf
In der mondlosen Nacht
Begehen das Feigental
Und die feurige Macchia
Lieben im Fleische
Reden mit Zungen
Tauschen das Augenlicht.
Ziehen auf aus der Erde
Hausmauern
Tisch und Bett
Reichen uns ernsthaft
Der eine dem andern
Der andre dem einen
Handüber herzüber
Bis zum Morgengrauen
Das rehrote Windei
Aus: Marie Luise Kaschnitz: Überallnie. Ausgewählte Gedichte 1928-1965. München: dtv, 1995 (2., neu durchges. Aufl. – 1. 1969), S. 214
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: L&Poe-Anthologie, Marie Luise Kaschnitz
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hm. zuerst hab ich windel gelesen.
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