Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Veröffentlicht am 1. Juli 2015 von lyrikzeitung
Ach, es war die Stunde der braven, nacherzählenden Rezension, gern mit empfehlendem Charakter. „Magie der Worte“, „brillant erzählt“ – mehr fiel kaum jemandem zur Machart literarischer Texte ein.
Es gibt eine lähmende Scheu vor angriffiger Kritik. Das ist nicht (nur) Charakterschwäche. Es liegt auch am Betrieb, der dafür sorgt, dass sich Kritiker und Autoren ständig über den Weg laufen. Die Begegnung mit einem Autor, den man verrissen hat, ist unangenehm, für beide Seiten. Als MRR seinen Freund Heinrich Böll verrissen hatte, flüsterte ihm dieser beim nächsten Zusammentreffen ins Ohr: „Du Arschloch!“, gab ihm die Hand und sagte: „Jetzt können wir wieder miteinander reden.“ Das hatte Stil. Heute könnte ich mir eine solche Szene bei niemandem vorstellen. / Sieglinde Geisel
Kritik: das absolute Gehör für Zukunft (Marina Zwetajewa)
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Heinrich Böll, Kritik, Marina Zwetajewa, Sieglinde Geisel
Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..
| lyrifant bei Der Mensch muß fliegen! | |
| angelikajanz bei Meine Leser | |
| lyrikzeitung bei variationen zum zet | |
| àxel sanjosé bei variationen zum zet | |
| Karin Monteiro Zwahl… bei Einführung in den Tod | |
| Malte Krutzsch bei Kälte | |
| digitalassistenz bei es ist zu früh für solche… | |
| Nicolai Kobus: ach a… bei Leseecke 18 | |
| Nicolai Kobus: ach a… bei Shakespeare 18 |
Kann zu diesem Blog derzeit keine Informationen laden.
schöne anekdote 🙂
LikeLike