90. Arseni Tarkowski

ARSENIJ TARKOWSKIJ: „REGLOSE HIRSCHE“

5 Nov 2014 – 20:00

Buchpräsentation: Martina Jakobson (als Herausgeberin und Übersetzerin des Buches) liest aus „Reglose Hirsche“, einer zweisprachigen (Dt. / Russ.) Auswahlsammlung aus dem lyrischen Werk von Arsenij Tarkowskij (ersch. Edition Rugerup, 2013) und stellt das Buch im Gespräch mit dem Lyriker und Übersetzer Alexander Filyuta vor.

Geöffnet ab 20:00 Uhr, Beginn um 20:30 Uhr 

Der Name des russischen Lyrikers Arsenij Tarkowskij gehört in eine Reihe mit Zeitgenossen wie Anna Achmatowa oder Boris Pasternak. Weltweite Bekanntheit erlangte er aber durch die Filmkunst seines Sohnes, des Regisseurs Andrei Tarkowskij, der in seinen Filmen (Stalker, Der Spiegel, Nostalghia, u.a.) Gedichte seines Vaters zitiert.

Bisher lag das poetische Werk Arsenij Tarkowskijs in der „Weißen Reihe“ des Verlages Volk & Welt (1990) vor.  Die Übersetzerin Martina Jakobson hat nun eine vielbeachtete Neuübersetzung Tarkowskijs vorgelegt, so dass dessen bedeutendes dichterisches Werk in einer neuen Auswahl  in deutscher Sprache zugänglich ist. Zudem enthält „Reglose Hirsche“ auch alle russischen Originale der von Jakobson übersetzten Gedichte.

Arsenij Tarkowskijs Gedichte sind „luftige Schwergewichte“ – Martina Jakobson stellt im Gespräch mit Alexander Filyuta dessen Lyrik und die Übersetzung vor.

Jan Kuhlbrodt über „Reglose Hirsche im Signaturen-Magazin, Auszug:

In einem Gedicht, das er seiner Freundin und Kollegin Marina Zwetajewa widmete, taucht meiner Ansicht nach etwas von dem auf, was auch seine eigene Poetologie beschreibt:

Was wandelbar schien, gewinnt an Sinn und Gestalt
die Lüfte, die dich bis zu den Sternen trugen,
der Gürtel um deine Taille, dein ungelenker Gang
und der Klang deiner scharfkantigen Gedichte.

Gerade im ersten Vers ist ein Zugang zu erkennen zu dem, was Dichtung sein kann, eine Transformation des zunächst Unbegreiflichen in Form. Und eben in lyrische Form. Es wird dadurch nicht im diskursiven Sinn erkennbar, nicht analytisch zerlegt, aber empfängt einen existentiellen Sinn in Rhythmus und Klang. Man könnte das eine Art mystische Aneignung nennen.

Über „Reglose Hirsche“ beim Verlag

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