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Veröffentlicht am 3. Juni 2014 von lyrikzeitung
Jürgen Becker nach der Mitteilung über die Verleihung des Büchnerpreises im Interview:
Zur Klassik habe ich im Grunde eine große Distanz. Ich bin rettungslos von der Moderne beeinflusst. Ich lebe sehr aus der Gegenwartsliteratur heraus, die mich geformt hat. (…)
In der Begründung wird auch gelobt, dass Sie „die Gattungsgrenzen von Lyrik und Prosa beharrlich neu vermessen und verändert“ haben.
Becker: Na ja, das ist nicht falsch. Das war vom ersten Buch an so. Allerdings war es nicht meine Intention, die Gattungsgrenzen auszuhebeln. Ich bin natürlich immer wieder in die Gattungsgrenzen zurückgekehrt – in die Prosa, die Lyrik oder das Hörspiel. Bestimmend bleibt, dass der Schreibimpuls ein sprachlicher ist, ein Impuls, der aus der Erinnerung kommt oder aus der Imagination, dass der zu Sätzen führt. Diese Sätze bilden einen Zusammenhang – das kann ein Gedicht oder ein Prosastück sein. / Mitteldeutsche Zeitung
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Georg-Büchner-Preis, Jürgen Becker
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