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Veröffentlicht am 6. Juni 2013 von lyrikzeitung
Vierzig Jahre tot, ist das ein Grund zu feiern? Nein, aber ein Grund, sich an Christine Lavant zu erinnern, das schon. Gerade für sie, die dem Tod immer ganz nah war, ist der 7. Juni der richtige Gedenktag.
Als Christine Lavant am 7. Juni 1973 in der Geriatrie im LKH Wolfsberg starb, hatte sie die Dichtung schon lange hinter sich gelassen. Die Gedichte waren nur eine Etappe auf ihrem Lebensweg, wenn auch eine, die ihr Glück gebracht hat. Das Schreiben rettete sie in der Depression und hielt sie davon ab, in letzter Verzweiflung selbst gewaltsam den Weg in den Tod anzutreten.
Die Sache ist also ernst, zu ernst, um sie dem Deutschunterricht und Universitätsseminaren zu überlassen. (…)
Christine Lavant schrieb um ihr Leben, und deshalb, jenseits aller Kunstfertigkeit, rauben uns diese Texte heute noch den Atem. Wie einst Werner Berg können auch wir der Dichterin verfallen. Werner Berg lernte Christine Lavant am Tonhof in St. Veit kennen. Dort, unter den aufstrebenden und wichtigen Schriftstellern und Malern, sah er eine ausgemergelte Frau, große Augen, Finger gleich Spinnenbeinen. / Wilhelm Kuehs, Kleine Zeitung
Kategorie: Österreich, DeutschSchlagworte: Christine Lavant, St. Veit, Wilhelm Kuehs
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Am Sonntag in der Früh hab ich ein paar Gedichte von ihr im Radio gehört. Stark, besonders die, die sich nicht reimen. Die Gedichte sind nicht direkt über das Nazierbe. Aber gerade in Kärnten waren sie wohl von einer seltenen Ehrlichkeit, Schutzlosigkeit. Das steht nicht in der Kleinen Zeitung. Werner Bergs Kopftuchbilder sind dekorativ. Und berührend, lebensnah, ergreifend. Existentiell? Vielleicht.
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