28. Tages Dichter

Keine drei Monate ist es her, dass der unglückliche „Krone“-Dichter Wolf Martin gestorben ist, da mehren sich die Anzeichen dafür, dass sein Handwerk – Poesie zu Themen des Tages – auf höherem Niveau eine Renaissance erlebt. Zuerst hat Günter Grass uns über die „Süddeutsche Zeitung“ mit den Gedichten „Was gesagt werden muss“ und „Europas Schande“ versorgt; nun folgt Hans Magnus Enzensberger in der „FAZ“ mit einem Gedicht, das eine große Frage zum Titel hat: „Warum wiegt etwas etwas und nicht vielmehr nichts?“

Es geht, erraten, um die am 4. Juli vom Forschungszentrum CERN verkündete Beobachtung eines Elementarteilchens. „Sagenumwoben wie einst das Einhorn“, schreibt Enzensberger, „ist das Geschöpf, das ihre Namen (der Physiker Bose und Higgs, Anm.) trägt: das Higgs-Boson, denn so heißt es. Ein Gottesteilchen, sagen die Spötter.“ / Thomas Kramar, Die Presse

19 Comments on “28. Tages Dichter

  1. nee nee du, in einem irrst du dich
    – ich geruhe das nochmal zu kommentieren, aber ohne auftrag, nur so, weil es eingentlich gut mit dir meine … (auch wenn in dem zusammenahng das wort hoffnung zu verwenden mir vorkäme, als sollte ich das gottesteilchen ma ein weilchen festhalten und bannen);
    – und der komentar wird nciht gelöscht werden, herrje, für wie blöd hältst du die anderen eigentlich? die besorgen es sich doch nicht selbst;
    – und die funktion wird bestimmt nicht deaktiviert werden, (wurde sie bisher ja nicht, wo einige sich doch auf ganz verschiedene arten an dich gewandt haben oder dir weniger verschwendung an alle möglichen kategorien von gemeinen verfassern nahelegten, sensei;
    – und dass die meisten kommentatoren hier die regelmäßiger (ich gehöre ja auch nciht zu denen, die sich immer enthalten können, sogar seltener als ich möchte & es mir sinnvoll erscheint) oder gelgentlich was dazu schreiben ex greifswaldner studenten sind, würde die universität gewiss ehren, ist aber wohl nur eine weitere falsche lösung einer gleichung mit mindestens zwei unbekannten;
    – so wie ja auch Moritz Arndt einer der für alle größten unbekannten ist (wer gehörte noch dazu Lichtenberg odeer Apulejus? Seume oder Bonaventura? usw. ich tendiere in diesem, unserem Fall dann eher zu Ingomar von Kieseritzky!) … u.zw. so unbekannt, dass sich einem schwer erschließt welchen aspekt aus Ernstens Leben und/oder Schaffen die grundlage dessen wäre, was eh keine sinn macht, uns zu sagen;
    – es sind doch nciht nur jungspunts die ihre projektionen ind ri bekämpfen einige sind auch schon betagter bzw. nicht mehr die jüngsten, so auch ich: aber er darf sich ruhig des dus im umgang befleißigen & bedienen, ist uns schon recht so … eine frage bleibt: (über)kommen dich deine ansichten zu den projektion anderer gar im badezimmer? vor dem 3 flügel scjlöafzimmerschrank oder hast du alle räume, besodners dein arbeitszimmer mit spiegeln ausgkleidet und versehen?
    – denne: eine text dürftest du auhc hier finden, den dieser verkokste big brother mal reingestellt hat, glaube im januar = kuckst du klaus f. schneider oder „ich ist (oder hat?) eine andere“, bei bedarf.
    – zum schluß, großer abu al transzendenz & mutter der therapie erlaube ich mir meinung nicht hinterm Sesam zu halten:
    auch käme es für mich einem wunder gleich, so als wenn die meere versiegen würden, das wasser flußaufwärts in die quellen strömte und sich in einem wolkenmeer sammelte, die erde aber verwüstete und mensch und getier darben müssten … wenn das tatsächlich dein letzter kommentar gewesen ist.
    wollen wir eine wetter riskieren ich glaube unser einkommen hält sich in ähnlichen bescheidenen grenzen: also schlage ich als einsatz alles an hab und gut, inkl. ehefrauen, geliebte, groupies samt nachlaß- und urheberrechten usw. vor?

    jo, platt is auch immer+hin dreidimensional und die größen+ordnungen standpunktabhängig usw. – nun, hoffe mindestens die satzzeichen sind die einigermaßen entgegengekommen und vertraut. (damit hätten wir oder gäbe es schon eine gemeinsame kommunikationsbasis.)

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  2. meister de toys – was kann ich nun noch sagen?
    (einleitend vor allem: die gemeine tastatur entspricht so wenig meinem fingerwerkund tippfähigkeit … wie in manch anderen fällen die worte nicht der individuellen logik und performativität ihres verwenders, vielleicht.)
    # ihr sucht also nach dem tüpfelchen auf dem i? es ist dasselbe in plusminus wie in unsinn … oder in ICH:
    also ich hätte mich da nicht so bedeutngsvoll biografisch in die wellenlänge eines quasars eingebracht, da ich auf andere weise in das magentfeld geriet und entgegengesetzte energien entwickelte; andererseits hatte ich bereits monate davor, anläßlich anderer meldungen, diksussionen, beiträge und texten und selbstkommentare zu den texten sowie auch umgekehrt usw.
    (es ging damals u.a. um einen weißen zwerg , irgendeinen wurmling duraj usw., der sich wie viele andere, meine mehroderwenigerkeit mit eingschlossen nicht als deiner kreationen und auslassungen würdig erwies)
    # versucht auch entsprechend ernsthaft einiges zu bedenken gegeben: das könnte bzw. müsste ich jetzt bloß wiederholen, aber es findet sich immer noch da wo es dir bisher entgangen zu sein scheint … (es tut mir leid, so du es jetzt suchen wirst oder willst, dürfte das schwierig werden und wohl einige mondumdrehungen in anspruch nehmen, bis unter all den DE TOYS postings, oder was die richtige bezeichung wäre, sich dann der betreffende ausfindig machen läßt!)
    # dann zunehmend klondetoy parodistisch, herausgefordert von dem, was deine protuberanzen auslösen und vor allem an ausdehnung und raumergreifung (–> nicht nur an dem tag, des „klons“ war im fenster „Letzte Kommentare“ nur Tom deToys zu sehen und anzuklicken, alles andere zurückgedrängt!)
    # also auch mit provozierender absicht, wie im falle des „unsinns“, mit dem ich einen virus in deine gedankenkette/n-reaktion einschleusen wollte, ohne (eigenen) namen, denn du ergänzt dich ja vorzüglich und vornehmlich selber und wo bitte sollte man in – sagen wir mal stellvertretend und zusammenfassend – „schwitternden ursuppe“ ansetzen?
    nehmen wir nur das letzte beispielhafte beispiel: „welle oder teilchen / beides dauert / nur ein weilchen“ – das ist nicht nur quanten-, das ist schon quintessenz, inhaltlich wie künstlerisch! chapeaupeau dafür, al la b(onh)eure.
    … teilchen oder welle, der weisheit quelle ist die gedankenschnelle – doch stellt sich die frage, wem gebührt die schelle?

    # ja
    und ich bin noch nicht auf die idee gekommen und sehe es auch weder als angebracht noch als den richtigen ort an, hier, unter meldungen die anderen personen, titeln, ereignissen etc. gewidmet sind, verweise auf meine homepage bereichernd zu entfremden oder noch mit beispielen meiner (nicht so ergiebigen – weder prometheischen noch proteischen) literarischen produktion zu spicken.
    (unter weglassung des plusminus wiewohl unter beibehaltung des i tüpfelchens zum rest müsste das netz was hergeben – das bietet sich nun an, zur information, ansicht, gleichgeicht usw., inklusive ablehnung bis ironie, spott usw. – wie es halt ankommt und zusagt!
    nur keine hemmungen – wüßte wirklich nicht, was mir mehr zusagen und es damit auhc einfacher machen würde: zustimmung oder angriff, schimpf & tadel?)
    #ich glaube, ich habe zum ersten mal ende der 90er anläßlich einer social beat anthologie … mir fält der name graad nicht ein … “ es gibt“?, ithalka verlag, was von dir lesen können und dann, nach den vielen ein- & auswürfen hier gegoogelt und bisschen was angesehen …
    * der nachhaltige eindruck den du auf mich hinterlassen hast mündet in die frage – wer soll dem wie gercht werden und überhaupt folgen können; und wenn, dann wäre es ein gefolge und wahrscheinlich nur gefolgschaft konfliktfrei. die aber für die erwählten & qualifizierten dann so erleuchtend wie für die anderen erhellend, das kaum was dazu hinzugefügt werden müsste. das wenige was noch zu sagen bliebe ergibt sich dann von selbst sowie aus dir.
    (auch wenn ihch erfahrungsgemäß der annahme erliege bzw. nachgebe, das gewisse schwankungen sowie ein- gepaart mit ausfällen, vielleicht doch noch andere ursachen/auslöser haben dürften … aber damit wäre man in bester gesellschaft mit propheten, schamanen und anderen, medien=stars.)

    das ist doch immerhin schon was, oder? sogar mehr als ich jetzt zeit & lust hatte.

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    • DANKE herr von plusminus de klon! dein formaler schreibstil kann süchtig machen (wenn auch inhaltlich keinerlei versuch bestand, meine fragen so platt zu beantworten, wie sie gemeint waren) – der einzige, der da mithalten kann, ist ARND MORITZ, den man hier allerdings nicht kennt, tja 🙂 damit du demnäxt nur noch von den üblichen greifianischen ex-studenten letzte kommentare findest, verzichte ich sähr gerne darauf, weitere „letzte dinge“ mit zitaten ANDERER autoren zu ergänZen geschweige denn mit ureigenen querverweisen. ich gebe dir recht: es überfordert die restlichen lyrikbildzeitungsleser und der hyperhysterische herausgeber (HHH) wirkt schon seit monaten wie auf koks! wetten, DIESER MEIN ALLERLETZTER OMMENTAR wird von ihm auch wieder kommentiert und dann gelöscht, und danach wird die funktion für mich deaktiviert wie schon andernorts, damit die jungspunts ohne angst vor projektionsreflexionen weiter ihren bösen vater und ihre lieblose mutter in mir bekämpfen können. eure zeitungstherapie geht weiter, aber ohne meine transtherapeutischen ergänzungen der anderen art! und die suche nach hyperlinks zu DEINER literarischen produktion kommt als neuzugang auf meine google-to-do-liste, die leider überquillt und sauber von oben abgearbeitet wird. wer links mitliefert, kann eben schneller gefunden werden, sofern er das möchte. leb wohl und glückauf! ein letztes helaaf aus der gewittrig-sonnigen landeshauptstadt, DAS ORIGINAL @ http://www.PARTYPROSA.de

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      • Weisheit mit Löffeln zu fressen, ist nicht strafbar. Das ist wie beim Koks. Nur der Besitz ist da strafbar.
        Schönes Leben noch, De Toys. In 5 Wochen bist du eh wieder zurück und tust so, als wäre nichts gewesen. Verjährungsfristen.

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  3. meine güte, du bist ja drauf! hast es nötig? ok, such dir n andres opfer zum stänkern, BIG BROTHER GREIF!!! und weißt du was, lösch einfach ALLE (!) MEINE MELDUNGEN und gut is. danke und schönes leben!

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  4. an den legendären klaus: ich empfand dein wortspiel „klonde toys“ (im kommentar vom 9. Juli 2012 @ 21:14) als wohltuend humorvoll und mich motivierend, NEUGIER an dir und deinen beiträgen zu bekommen. meine fragen sind totz sinnverdrehender intervention des chefs freundlich ernst gemeint. darüber hinaus wäre es toll, wenn du einen weiterführenden hyperlink bei deiner signatur integrieren könntest, um mehr über dich auf schnellem wege zu erfahren. falls du eine homepage betreibst oder so? herzlicher gruß aus dem wetterfesten düsseldorf, helaaf!!! der tom de original 😉

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  5. „wieso begibst du dich immer wieder freiwillig auf das dir nicht entsprechende niveau?“
    WO DENN???? warum interpretierst du immerfort bösartigkeit in mich hinein??????
    hast du dich noch nicht genug abreagiert? hey, BLEIB MAL LOCKER, big boss!!!!

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  6. lieber klaus de klon, was genau hälst du bei russell für „unsinn“ ?? diese kraftausdrücke als argumentationslose kommentare sind hier zwar erwünscht (und führte bereits mehrmals zur stigmatisierung des opfers), aber ich lasse mich nicht davon abbringen, INTERESSE an inhaltichen ARGUMENTEN zu zeigen 🙂 eine weitere frage sei mir erlaubt: was bedeutet das F in deiner signatur? plusm(i)nusnull…f…punkt??? und ist das kleine i absichtlich f…utsch? oder besteht ein zusammenhang zwischen dem f und dem i und womöglich sogar zwischen den buchstaben und der vorstellung eines plusminuspunktes, was immer das sei??? aber zurück zum eigentlichen thema, der UNSCHÄRFERELATION: kennst du mein altes antitagesgedicht dazu? hier:
    http://poemie.jimdo.com/pseudonyme/tom-toys/%C3%BCberweltigung/
    = Tom Toys, 9.11.1998: „WELTFORMEL“ = „welle oder teilchen / beides dauert / nur ein weilchen / (…)“

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    • lieber tom, ich hatte zwar schon öfter gelegenheit, das anzusprechen, aber anscheinend ist es nie genug. wenn „hier“ kraftausdrücke erwünscht sind (außer von dir selbstredend – ich erinnere mich an einiges) und argumente unerwünscht, wieso begibst du dich immer wieder freiwillig auf das dir nicht entsprechende niveau? ich hab noch nie jemanden auf deiner seite beschimpft, auch dich nicht (übrigens hier auch nicht): du wirst das gleiche von dir nicht sagen können, außer du interpretierst es dir zurecht. ich hab vor allem kein interesse an opferdiskursen – du bist „hier“ wahrlich nicht der einzige selbststigmatisierte, wenn du dich für andres als dich selbst interessieren würdest, wüßtest du das.
      und was klaus „f“ betrifft: du fragst ihn, ob er dein gedicht kennt. du kommst nicht einmal auf die idee, daß du auch ihn kennen könntest. klaus f. schneider ist ein autor, der vor über 30 jahren in rumänien zu publizieren begann, was bald für ihn unmöglich wurde. ich kenne seinen namen, seit ich gedichte von ihm in der in rumänien erscheinenden zeitschrift „neue literatur“ las, da steht er zwischen herta müller, richard wagner, dieter schlesak, horst samson, rolf bossert und etlichen anderen – es gab da ein mächtiges häufchen. inzwischen lebt er länger in der brd als ich, es gibt bücher. auch in der lyrikzeitung könnte man sich informieren – nicht so ausführlich wie über dich, aber doch auch. da du ihn nicht kennst, spielst du halt an dem namen rum, auch nicht neu. ergiebig aber auch nicht. auf meinem niveau ist neugier erwünscht, dazulernen auch. ignoranz und opferdiskurs ganz und gar nicht.

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  7. –> wenn ich nicht als meteorit zwischen Tom de Toys ommentar-galaxien und spiralnebeln interveniere und landen möchte – ein universum bzw oftmals mehrere, die durchaus in der lage sind, aus sich selbst zu expandieren – stehen meine beiträge unter dem namen klaus plusminusfpunkt schneider.
    p.s. quanten entspricht die oft bemühten und zitierte unschärfe relation … und das es nicht gleichzeitig teilchen oder bewegung sein bzw. als solches ausgemacht werden kann: es sei den der quantensprung vollzieht sich in einem menschlcihen denk u.a. organ und ist teil seiner bewegung.

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    • mein gott – ich tippe ja wie der denkt! (auch wenn ich mir noch so viel mühe gebe.)

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  8. „Ich möchte nicht arrogant erscheinen, aber mir scheint es, daß ich Dinge erfassen kann, von denen Sie sagen, der normale Menschenverstand könne sie nicht erfassen. Was nun das betrifft, daß Dinge keine Ursache haben, so versichern uns die Physiker, daß individuelle Quantensprünge in Atomen keine Ursache haben. (…) Ein Physiker sucht nach Ursachen; das bedeutet nicht unbedingt, daß es überall Ursachen gibt. Ein Mann kann nach Gold suchen, ohne anzunehmen, daß es überall Gold gibt. Wenn er Gold findet, gut und schön, findet er keins, hat er eben Pech. Das gleiche gilt, wenn die Physiker nach Ursachen suchen. Was Sartre betrifft, so behaupte ich nicht, das zu verstehen, was er meint, und ich möchte nicht den Eindruck erwecken, als würde ich ihn auslegen, aber in meinen Augen ist die Ansicht, für die Welt gebe es eine Erklärung, falsch.“
    Bertrand Russell, in: WARUM ICH KEIN CHRIST BIN (1957)

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  9. „Das Nichts hat keine Grenzwache: während den Molekülen am Rande eines Lochs schwindlig wird, weil sie in das Loch sehen, wird den Molekülen des Lochs … festlig? Dafür gibt es kein Wort. Denn unsre Sprache ist von den Etwas-Leuten gemacht; die Loch-Leute sprechen ihre eigne.“
    Kurt Tucholsky, aus: „Zur soziologischen Psychologie der Löcher“, erstveröffentlicht in der Weltbühne, 17.3.1931

    „…Zwischen Jeder Zelle lauert dieses leere / quantenschlupfloch für geheime wünsche / welch ein kosmischer salat aus positronen / b-mesonen as-corbin und andrem quark / ne brise higgs ein bißchen hack an einem / ganz gewöhnlichen normalen tag noch / mit neutrinos und natren garniert / implodiert das ganze weltmodell…“
    Tom de Toys, 1.9.2003, in: „ÜB-E®ST-UND-E (WELTFR!EDENSNA(©)HT)“,
    gewidmet Ernst Meister (inspiriert durch Philip Glass‘ „The Hours“)
    © http://www.ÜBERZEIT.de

    aus dem thema eines „tagesdichters“ muß noch lange kein „tagesgedicht“ werden, manchmal bedarf es einfach eines AUSLÖSERS, um den mensch zu inspirieren, sich mit dem thema endlich auseinander zu setzen 🙂

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  10. „Je größer der Wissenschaftler ist, je tiefer ist er von seiner Unkenntnis der Wirklichkeit beeindruckt und desto mehr erkennt er, daß seine Gesetze und Bezeichnungen, seine Beschreibungen und Erklärungen nur Erzeugnisse seines eigenen Geistes sind. Sie helfen ihm zwar, sich die Welt für seine eigenen Zwecke zurechtzuzimmern, nicht aber sie zu verstehen und zu erklären. Je mehr er das Weltall bis in unendliche Einzelheiten analysiert, je mehr findet er einzuordnen, und je mehr entdeckt er die Relativität jeder Einordnung. Das was er nicht weiß, scheint in geometrischer Progression zu dem, was er weiß, zu steigen. Stetig nähert er sich dem Punkt, wo das Unbekannte nicht nur eine Lücke in einem Gewebe von Worten ist, sondern ein Fenster im Denken, ein Fenster, dessen Name nicht Unwissenheit sondern Staunen ist. Der ängstliche Geist schließt dieses Fenster mit einem Knall und beschäftigt sich weder in Gedanken noch in Worten mit dem, was er nicht weiß, um umso mehr über das, was er zu wissen glaubt, zu schwatzen. Er füllt die unbekannten Lücken mit bloßer Wiederholung dessen, was bereits erforscht ist, aus. Der aufgeschlossene Geist jedoch weiß, daß auch die genauest erforschten Gebiete überhaupt nicht wirklich bekannt, sondern nur Tausende von Malen bezeichnet und ausgemessen sind. Und das erregende Geheimnis das ’was’ es ist, das wir bezeichnen und messen, muß uns schließlich ’um den Verstand bringen’, bis das Denken nicht mehr im Kreise geht und eigene Wege verfolgt, sondern gewahr wird, daß in diesem Augenblick zu s e i n das wahre Wunder ist.“
    Alan W. Watts, in „WEISHEIT DES UNGESICHERTEN LEBENS“ (THE WISDOM OF INSECURITY), 1951

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