27. Bibliothek von Timbuktu

In Timbuktu bezieht das Ahmed-Baba-Institut, die bedeutendste Sammlung alter westafrikanischer Manuskripte, demnächst ein modernes Gebäude. Der Bau, der sich vom Stadtbild Timbuktus abhebt, ohne dieses zu stören, ist ein Geschenk der südafrikanischen Regierung an Mali.

Die malische Regierung hatte das Institut 1970 gegründet, um eine damals weitgehend unbekannte Zahl von Manuskripten zu sammeln, zu restaurieren, ferner zu katalogisieren und fachgerecht aufzubewahren. Die in arabischer Handschrift verfassten Texte, zum Teil Originale, zum Teil handschriftliche, oft mit Annotationen versehene Kopien, sind bis zu 700 Jahre alt. Sie sind historisch mit der Islamisierung Westafrikas und der Ausbreitung der Königreiche Mali im 13. und 14. Jahrhundert und Songhay im 15. und 16. Jahrhundert verbunden. Herrscher und Gelehrte, die Ägypten besuchten oder nach Mekka pilgerten, kamen in Timbuktu vorbei, der Handelsstadt am Niger, dort, wo der Strom fast am weitesten nach Norden reicht und die Kamele für die Karawanen gesattelt werden. / Markus M. Haefliger, NZZ 4.1.

Vgl. L&Poe 2004    Apr    #66.    Timbuktu/ Mali – Hort des Wissens

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