64. Werwolf Sutra

Im Westen ist er durch seine luziden Essays und lebensprallen Romane bekannt geworden, doch in seiner ukrainischen Heimat gilt Juri Andruchowytsch in erster Linie als Lyriker: Verfasser von fünf Gedichtbänden und Mitbegründer der literarischen Performance-Gruppe Bu-Ba-Bu, die dem poetischen Wort wirkungsstark, nicht selten mit musikalischer Begleitung, zum Auftritt verhilft.

Einen Eindruck von Andruchowytschs songhaften Versen vermittelt der deutsche Auswahlband «Werwolf Sutra», der Gedichte aus den Bänden «Exotische Vögel und Pflanzen» (1985 bis 1990) und «Lieder für den toten Hahn» (1999 bis 2004) vereinigt. In gereimten Strophen oder in rhythmisiertem Parlando-Ton erzählen sie von Liebe und Reisen, vom Studentenleben und von seinen Exzessen, vom Alltag und von der Stadt Lemberg, von ferner Geschichte und Momenten schmerzlicher Gegenwart – sinnlich, sentimental, sarkastisch, melancholisch. / Ilma Rakusa, NZZ 8.12.

Juri Andruchowytsch: Werwolf Sutra. Gedichte. Deutsch von Stefaniya Ptashnyk, unter Mitwirkung von Isolde Baumgärtner, Michael Donhauser, Anna Halja Horbatsch, Olaf Kühl, Joachim Sartorius, Sabine Stöhr, Hans Thill, Anja Utler. Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg 2009. 89 S., Fr. 30.90.

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