9. César Vallejo, Perus Barde

Die schöne Übersetzung eines großen Dichters der Moderne meldet der Philadelphia Inquirer vom 26.8.:
Was für ein Jahr war 1922. In diesem Jahr erschien T.S. Eliots Gedicht „The Waste Land“, ebenso James Joyces „Ulysses“ und  Jean Toomers „Cane“. Was auch immer man unter „Moderne“ (Modernismus) versteht: 1922 war einer ihrer (seiner) Gipfel.
Im gleichen Jahr veröffentlichte ein Dichter aus Peru ein Buch mit dem Titel „Trilce“ – ohne jede Resonanz zuhause oder in der Welt. Zu anders, zu weitreichend.
Die letzten 85 Jahre haben hinlänglich erwiesen, daß´“Trilce“ verdient, zu den originellsten und erstaunlichsten Werken der Literatur des 20. Jahrhunderts gezählt zu werden. Sein Autor, César Vallejo (1892-1938), hob sich auch von den peruanischen Dichtern ab – er war indianischer Abstammung mit zwei Großmüttern aus dem Andenvolk der Chimú. Heute hat er einen angestammten Platz u nter den besten Dichtern des Jahrhunderts. Und jetzt haben wir diese spektakuläre Ausgabe seiner sämtlichen Gedichte, herausgegeben und ebenso spektakulär übersetzt von dem Dichter Clayton Eshleman. Ein unschätzbarer Dichter, bald erhebend, bald unverständlich, bald unnachahmlich.
Es gibt vier Vallejos, vier Poesien. / John Timpane

The Complete Poetry
A Bilingual Edition
By César Vallejo
Translated by Clayton Eshleman
University of California Press
717 pp. $49.95

In L&Poe: 2006 Nov #133. Gräber; 2007 Mrz #136. César Vallejo komplett

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