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Veröffentlicht am 2. Februar 2001 von lyrikzeitung
Der Vierzehnjährige übte, beim „Volkssturm“, mit der Panzerfaust. Nach dem Krieg fuhr er Traktor und zog das blaue Hemd der „Freien Deutschen Jugend“ an. Im TBC-Heim las er Ringelnatz. Der Arbeiterdichter Marchwitza brachte ihn mit einer Ohrfeige zu Verstand. Erwin Strittmatter gab seine ersten Gedichte Bertolt Brecht. Der sagte: „Neun von zwölf, das ist beachtlich. Man kann sie lesen, an etwas anderes denken, und wenn man wieder hinschaut, sind sie immer noch da.“ Heinz Kahlau wurde Brechts „Meisterschüler“. Helene Weigel bestimmte: „So, Bub, jetzt gehörst du zu uns. “ Seither entstanden, immer unter Pfeifenrauch, mehr als zwanzig Gedichtbände, dazu Bücher, Hörspiele und Stücke für Kinder, außerdem Nachdichtungen, Dramen und Drehbücher. / Süddeutsche Zeitung 2. Februar 2001
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Bertolt Brecht, Hans Marchwitza, Heinz Kahlau, Helene Weigel, Joachim Ringelnatz
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