Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Ein neu Lied Herr Ulrichs von Hutten (* 21. April 1488 auf Burg Steckelberg in Schlüchtern; † 29. August 1523 auf der Ufenau im Zürichsee) Ich habs gewagt mit Sinnen und trag des noch kein Reu, mag ich nit dran gewinnen noch muß man… Continue Reading „Ein neu Lied Herr Ulrichs von Hutten“
Kazimierz Wierzyński (* 27. August 1894 in Drohobytsch, Österreich-Ungarn, heute Ukraine; † 13. Februar 1969 in London) Verrücktes Manifest Nieder die Dichter! Rührselige Idioten! Geist und Vernunft sind nur blauer Dunst! Hoch, was verrückt ist, Porno und Zoten! Leben muß man! Wozu braucht man… Continue Reading „Verrücktes Manifest“
Andreas Koziol Lied der Übertriebenen Wir haben zu lange gestammelt Wir waren zu lange aus Holz Materie, zu Zunder vergammelt Agenten des herbstlichen Golds Bei Gott das sind wir gewesen Flammendes Herz in der Luft Laub für den eisernen Besen Schrei der sich selbst… Continue Reading „Lied der Übertriebenen“
Zum 98. Todestag des russischen Dichters Welimir Chlebnikow ein Abschnitt eines Gedichts in vier Versionen mit vielen Anmerkungen. Mit diesem Gedicht verabschiedet sich die Lyrikzeitung aus technischen Gründen für ein paar Tage. Bleiben Sie gesund! Das Gedicht trägt den Titel »Blagovest umu«, auf Deutsch… Continue Reading „Sinnsang des Verstands“
Şafak Sarıçiçek Gewogen und gedroschen Aschewinter liegt und liegt in Starre auf Haut, auf Straßen. Auf Straßenhaut. Die Ahnung einer Straße. Eine Straße aus der Füße Gewicht. Sie geht als Denkmal von altblauen Falten. Sie geht und mit ihr eine Wärme aus roten Strickwollen… Continue Reading „Kein gelbes Tuch“
Hermann Kasack Lächelnd Alle großen Einsamen müssen einmal in Müdigkeit sinken. Dann gehen sie zur Frau und sagen: Gib uns zu trinken. Immer taucht uns Musik in Schlaf und Nacht. Und der Morgen (der Jahre vielleicht) sieht uns verwirrt erwacht. Händedruck, Kuß und Traum… Continue Reading „Lächelnd“
Anna Achmatowa (* 11.jul./ 23. Juni 1889 greg. in Bolschoi Fontan bei Odessa, † 5. März 1966 in Domodedowo bei Moskau) DIE MUSE Wie nur leb ich mit dieser Last, Und sie nennens noch MUSE, das, Sie sagen: In Wiesen Inspiration, Sie sagen: Göttliches… Continue Reading „Sie nennen es Muse“
Pere Gimferrer (* 22. Juni 1945 in Barcelona) Juni Die Augen, so gewohnt, die Finsternis zu schauen, wenn der Vorhang fällt wie ein dunkler Marmorblock. Das metallische Blau brennt unentwegt aufs Lid, nicht des Zyklopen: auf deins und mit dir, in dir, reiner noch,… Continue Reading „Juni“
G&GN-PRESSEMELDUNG 21.6.2020 @ POESIEPREIS.de (= https://poesiepreis.jimdofree.com/aktuell/presse-2020/) 21.Nahbell-Hauptpreise 2020 an SIGUNE SCHNABEL (geb. 1981) & STEFANIE SCHULTE-ROLFES (geb. 1961) & 2.Nahbell-Förderpreis an OSKAR KABEL (geb. 1994) G&GN-INSTITUT Düsseldorf / Die beiden Hauptgewinnerinnen des 21.Nahbellpreises 2020 sind Sigune Schnabel (geb.1981) & Stefanie Schulte-Rolfes (geb.1961) für ihre… Continue Reading „G&GN-PRESSEMELDUNG 21.6.2020“
Kurt Schwitters (* 20. Juni 1887 in Hannover; † 8. Januar 1948 in Kendal, Cumbria, England) Der Vollständigkeit halber: außer Gedichten und Gedichten aus England gibt es noch die Merzgedichte. Hiervon eine Probe: Hinrichtung Merzgedicht 9 Ein Mensch verlangte die Hinrichtung Anna Blumes. Hinrichten… Continue Reading „Merzgedicht“
Kurt Schwitters (* 20. Juni 1887 in Hannover; † 8. Januar 1948 in Kendal, Cumbria, England) Ich sing mein Lied Ich sing mein Lied in tiefen Raum, man hört es kaum, Es dringt hervor aus tiefer Brust, mir unbewußt, Es… Continue Reading „Gedichte 1 (1913)“
Volker Braun IM ILMTAL Den Himmel verwildert der Sturm Voll Wolken grau, das Feld Ist dunkel am Tag, mein Sinn. In der gebauten Natur Geh ich allein, und den Wald schüttelt er Wie meine Fäuste möchten die steife Weit. Einmal lebte ich so, freudig… Continue Reading „Halbes Ilmtal“
René Crevel (* 10. August 1900 in Paris; † 18. Juni 1935 ebenda) Dich plagt das Gewissen … Dich plagt das Gewissen, den Vater umgebracht, ohne hundert Jahre Erinnerung erworben zu haben. Immer diese Schwäche der Nerven wie die Blumen… Continue Reading „Dich plagt das Gewissen …“
Róža Domašcyna (* 11. August 1951 in Zerna, Landkreis Kamenz) Puzzle ich teile meine sprache das deut… und das sor… sortiere und deute wie es den sprachgelehrten gefällt deute und sortiere wie es den sprachgelehrten mißfällt genau ungenau und durchnander wie es erdichtet wurde… Continue Reading „Puzzle“
Der 16. Juni ist Bloomsday. Der Roman Ulysses des Iren James Joyce handelt am 16. Juni 1904 (bis tief in die Nacht des Folgetags). Leopold Bloom ist die Hauptfigur. Es ist ein moderner Roman, er erzählt Dubliner Leben der Zeit, heute feiern die Iren… Continue Reading „Ein Blatt zum Bloomsday“
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