Kategorie: Deutschland

140. Brandenburgischer Lyrik-Literaturpreis

Uwe Carow hat den Brandenburgischen Lyrik-Literaturpreis gewonnnen. Wer am Samstag zur Preisvergabe des Literaturkollegiums Brandenburg in den Treffpunkt Freizeit aufbrach, ließ sich auf eine Zeitreise ein. (…) Den Preisträger dieser regionalen lyrischen Bestandsaufnahme hatte im Vorfeld eine fünfköpfige Jury aus 35 anonymen Einsendern erwählt,… Continue Reading „140. Brandenburgischer Lyrik-Literaturpreis“

139. Frühe Sprachkunst und Mord

„Führe mich, Alter, nur immer in deinen geschnörkelten Frühlings-Garten! Noch duftet und taut frisch und gewürzig sein Flor.“ besingt Mörike den Dichter  und Thomas Neumann schreibt auf literaturkritik.de „Und so ist es denn vor allem die leichte, poetische Sprache, die man an mancher Stelle… Continue Reading „139. Frühe Sprachkunst und Mord“

138. Ernst Meister: Der Lyriker als Maler

Das Museum für Westfälische Literatur zeigt in der Ausstellung „Ernst Meister: Der Lyriker als Maler“ vom 22. November 2012 bis 3. März 2013 Aquarelle, Farbstift- und Pastellkreidezeichnungen, gerahmt von Handschriften und Fotografien des Künstlers. Literatur und bildende Kunst – Ernst Meister fühlte sich in… Continue Reading „138. Ernst Meister: Der Lyriker als Maler“

137. Affirmation / gebrochen

„Nicht von Arbeitern ist hier die Rede“, wie es in Höllerers Langgedicht „Die Stimme von Blake“ in der „Randnummer“ heißt, nicht „von Industrie und Proletariat, es ist die / Rede von jungen Technikern, die // mit dem flippenden Geräusch einer angeblichen / Nichtanstrengung die… Continue Reading „137. Affirmation / gebrochen“

135. Keine Trostpflaster

Der Lyriker Matthias Kehle liebt Mehrdeutigkeiten, die zum Denken anhalten. Das Gedicht „Kiesgrube“ beginnt mit den Worten: „Hier bauen sie auf Sand“. Wer auf Sand baut, hat gewöhnlich gute Gründe anzunehmen, dass seine Absichten scheitern müssen. Hier aber ist von einem Betrieb die Rede,… Continue Reading „135. Keine Trostpflaster“

132. Versteckspiel

Inzwischen hat Jan Wagner als Stipendiat der Villa Massimo längere Zeit in Rom verbracht – und uns ein weiteres trickreiches Versteckspiel beschert. In seinem neuen Gedichtband mit dem merkwürdig schönen Titel «Die Eulenhasser in den Hallenhäusern» stellt er uns als Herausgeber drei verborgene Lyriker… Continue Reading „132. Versteckspiel“

130. Wie beim Griechen

Mit den Gedichten von Durs Grünbein ist das immer so eine Sache: Zu viel davon, und man fühlt sich wie nach einem Besuch beim Griechen um die Ecke, wo man die gemischte Grillplatte für zwei Personen verzehrt hat – allerdings allein. Schwer liegen die… Continue Reading „130. Wie beim Griechen“

129. Bayerische Amazone

„Frauen waren Menschen zweiter Klasse und dahinten, im Bayerischen Wald, noch mehr, und da hat sich die Emerenz Meier mit ihrer ganz geringen Schulbildung hingesetzt und beschlossen, sie wird Dichterin. Das muss man sich mal vorstellen. Das war wahrscheinlich ein Skandal, eine Sensation, die… Continue Reading „129. Bayerische Amazone“

128. Ein Sonett aus 10 hoch 14

Nach Raymond Queneau : 100.000 Milliarden Gedichte Deutsch von Ludwig Harig Zusammengestellt am 9.11. im Seminar Experimentelle Literatur / Learning by doing Die statistische Wahrscheinlichkeit daß jemand dieses Gedicht schon einmal gesehen hat ist verschwindend gering. Auch nicht der Autor (der ist tot) oder… Continue Reading „128. Ein Sonett aus 10 hoch 14“

127. Die famosen „Lietzenlieder“

Das Selbstporträt des Dichters als Vineta-Forscher und meckerndes Blässhuhn wird in großartigen Elegien im Ton von Hölderlin und Rilke vorgetragen. Die famosen „Lietzenlieder“ bilden im neuen Band einen Sonetten-Zyklus, in dem Berliner und Brandenburger Gewässer und ihre Vogelarten als Ort poetischer Selbstvergewisserung aufgerufen werden.… Continue Reading „127. Die famosen „Lietzenlieder““

125. Die Nominierten des Dresdener Lyrikpreises

Aus insgesamt 1212 anonymisierten Einsendungen aus dem deutschsprachigen Raum und aus Tschechien wurden von einer unabhängigen Jury 9 Beiträge ausgewählt, deren Schöpfer für den Dresdner Lyrikpreis nominiert wurden. Die Wettbewerbslesung aller nominierten LyrikerInnen findet am Samstag, den 24.11.2012 11 Uhr im Literaturhaus Villa Augustin… Continue Reading „125. Die Nominierten des Dresdener Lyrikpreises“

124. Dichter-Gespräch

Do, 29. November 2012 Dichter-Gespräch: Monika Rinck, Hendrik Jackson, Steffen Popp 20:00 Uhr, Akademie der Künste, Pariser Platz Clubraum Lesung und Gespräch. Moderation Ulrike Draesner. € 5/3 Wie entsteht ein Gedicht? Spielt dabei die Reflexion über das poetische Schreiben überhaupt eine Rolle? Wie verhalten… Continue Reading „124. Dichter-Gespräch“

123. Zeilen

„Nichts hält dich, nur die Melodie, das Lied“ – „stets wenn ich Gehen übe,/ ist die Erinnerung größer,/und nur wo wir beide gingen,/ist fester Grund“ – „Der Quell ostdeutscher Flüsse ist ein Tränenstrom“ – „Wir trinken Wasser, das aus deinen Bergen kommt,/und können deine reiche Sprache doch… Continue Reading „123. Zeilen“

120. Demokratisches Öl

Neben seiner Naturlyrik schrieb Uhland gelegentlich auch politische Gedichte, die als Flugblätter kursierten. Und zusammen mit seinen in zahlreichen Reden rhetorisch glänzend und unerschrocken vorgetragenen politischen Interventionen brachte ihm seine Arbeit größte Anerkennung ein und ließ ihn zu einem Repräsentanten eines erträumten neuen Deutschlands… Continue Reading „120. Demokratisches Öl“

110. Moselfränkisch und Georgisch

Ich beziehe mich nicht gerne auf das, was andere über Bücher gesagt oder geschrieben haben, aber es gibt ärgerliche Punkte in Opitz’ Kritik, denen ich widersprechen muss. Der wohl ärgerlichste (und nur auf diesen möchte ich ausführlich eingehen, weil er mich tatsächlich geschockt hat)… Continue Reading „110. Moselfränkisch und Georgisch“