Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Joachim John: »Die heutige Gesellschaft ist kein taugliches Modell. Wir benehmen uns wie eine Selbstmordsekte gegenüber der Natur. Globaler Kannibalismus. Ich zitiere einen deutschen Dichter meiner Generation, Karl Mickel: ›Die Welt ein Schiff Voraus ein Meer des Lichts Uns hebt der Bug So blicken… Continue Reading „69. Vorzimmer“
Die Lyrikerin Monika Rinck erhält in diesem Jahr den Peter-Huchel-Preis. Sie wird für ihren Gedichtband „Honigprotokolle“ ausgezeichnet. Der SWR und das Land Baden-Württemberg vergeben den Preis seit 1983 für ein herausragendes lyrisches Werk des Vorjahres. Die „Honigprotokolle“ setzten einen „poetischen Resonanzkörper“ in Gang, der… Continue Reading „68. Peter-Huchel-Preis 2013 für Monika Rinck“
A.J. Weigoni veranstaltet in diesen Prægnarien ein furioses Stimmenkonzert aus Reimen und Kalauern, den Tücken der deutschen Grammatik und ihren Wortzusammensetzungen. Es gibt in diesen Gedichten Buchstaben als etwas Hörbares und Buchstaben als etwas Sichtbares. In der künstlerischen Auseinandersetzung treffen sich Bracht, Weigoni und Hieronymus regelmäßig… Continue Reading „67. Stimmenkonzert“
Von historischen Umständen und politischer Verfolgung ist in diesem Kindheitsgedicht jedoch nicht die Rede. Die extreme Reduktion, die spröde Kargheit dieser Verse schafft trotzdem eine undefinierte Atmosphäre der Bedrückung. Der Gipfel der Ernüchterung ist in der siebten Zeile erreicht: „vermutlich von einer Rechnung“. Es… Continue Reading „65. Vermutlich“
Ich denke oft, daß man als älterer Autor unter Umständen wieder in Kneipen jobben muß, wenn man sich nicht irgendwie anders im Betrieb etabliert hat und die Förderung abnimmt. (…) Schriftsteller, die Lyrik schreiben oder eher avantgardistische Prosa, leben oft hauptsächlich von Förderungen. Aber… Continue Reading „64. Älterer Autor“
Der Hörbuchpionier A.J. Weigoni hat die Literatur nach 400 jähriger babylonischer Gefangenschaft aus dem Buch befreit, schreibt Matthias Hagedorn: Als Sprechsteller bricht er die Sprache auf, dehnt sie ins Geräuschhafte und treibt sie durch seine assoziative Fantasie ins Expressive. Weigoni nutzt die Sprache als akustisches Präzisionsinstrument.… Continue Reading „62. Sprechsteller“
Liebe Leserinnen und Leser, wir möchten Sie auf eine neue Lesereihe in Berlin aufmerksam machen! Ab dem 20. Januar 2013 erwarten Sie an jedem dritten Sonntag im Monat in der Brotfabrik zeitgenössische Prosa und Lyrik. Das Programm wird von unserem Autoren Alexander Graeff kuratiert.… Continue Reading „60. Brotfabrik“
Überhaupt ist Jackson immer dann stärker, wenn es ihn in seinen Texten mehr zur pointierten Reflexion reißt. Dazu dürfen es auch mehr als acht Zeilen sein, wie er im heimlichen Höhepunkt des Bandes zeigt. das Ende des falschen Poeten – Nekrolog in Nowosibirsk ist eine wunderbar… Continue Reading „58. Die deutsche Kolbasniki“
Eben hat er noch angerufen und nun liegt da dieser traurige Brief, er sei fort, weit fort, gestorben am 15. Dezember, Beerdigung demnächst. Wilfried M. Bonsack, Tucho 28, Lektor, Kleinstverleger, Dichter in Berlin-Mitte, einer mit soviel Herzblut, daß es am Schluß nicht mehr reichte.… Continue Reading „55. Fehlt“
Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung und die Stiftung Lyrik Kabinett präsentieren ihre Lyrik-Empfehlungen des Jahres 2012 Eine Jury aus 11 Lyrikerinnen und Lyrikern, Kritikerinnen und Kritikern hat aus den Neuerscheinungen des Jahres 2012 ihre Empfehlungen deutschsprachiger oder ins Deutsche übersetzter Dichtung ausgewählt. Der… Continue Reading „52. Liste“
»die genauigkeit der worte schwindet« (…) »wir erfinden eine neue art von schweigen«. (…) Das sind die hellsichtigsten Verse in »unbekannt verzogen«, Westermanns Debütband. Zeilen, die es anzukreiden scheinen, daß wir Selbstaussagen nur noch um die Ecke tätigen und die Sachverhalte im selben Zug… Continue Reading „51. Kritik“
von hinten nach vorn, von gestern nach morgen, von Knechtschaft zur Freiheit, von Armut zum Reichtum – wer hat der Zeit die gerade Linie, ihr steifgewordenes Rückgrat herausoperiert? / Hansjürgen Bulkowski
Morgen beginnt Fixpoetry mit einer neuen Reihe, die in regelmäßigen Abständen erscheinen wird: IN AUGENSCHEIN, Gespräche über anonymisierte Texte von und mit Tobias Roth. Tobias Roth stellt Autoren vier Gedichte vor, Titel und Autor bleiben verdeckt. In einem gemeinsamen Gespräch über die Texte, versucht der befragte… Continue Reading „48. In Augenschein“
Dann Haben Beide Auf Die Kakke Gehaun …Das Hat Wohl Weit Gespritzt Aber ……Es Ist Nichts Dabei Herausgekommen Aus: Nachricht 19hundert Unferbindlich, in: Bert Papenfuß-Gorek: dreizehntAnz. Berlin und Weimar: Aufbau Verlag 1988, S. 68.
Neueste Kommentare