Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
«In dieser Poesie», so sagte Michael Krüger vor fast zwanzig Jahren in seiner Dankesrede bei der Entgegennahme des Peter-Huchel-Preises – und er meinte neben Huchels Gedichten auch namentlich jene von Ingeborg Bachmann oder Paul Celan -, «lebte ein Stück ältester Magie weiter, die sich… Continue Reading „Aufsässige Magie“
In Rolf Schneiders Berliner Anthologie (Morgenpost) am 7.12.03: Karl Philipp Moritz Sonnenaufgang über Berlin. Das Gedicht beginnt so: Die Sonne, die den goldumsäumten Fächer Des Morgenrots entfaltet hat, Vergüldet nun mit ihrem Strahl die Dächer Und grüßt mit Lächeln unsre Königsstadt.
Und Ernst Osterkamp schreibt über Durs Grünbein „Vom Schnee“ oder Descartes in Deutschland. Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2003 ISBN 3518414550, Gebunden 144 Seiten, 19,90 EUR (Vgl. FR 26.11.03, SZ 8.11.03, Gert Scobel, Die Welt 7.12.03)
Als Stefan George am 4. Dezember 1933 starb ein populärer Lyriker. Ein Jahr nach Georges Tod summierte sein Verleger Georg Bondi die Höhe der Auflagen von Georges Büchern und gelangte zu staunenswerten Zahlen: Von keinem der Georgeschen Gedichtbände waren weniger als 10 000 Exemplare… Continue Reading „Vor 70 Jahren starb Stefan George“
Vor nahezu einem halben Jahrhundert hat ein Freund bei Peter Rühmkorf „Schizographie“ festgestellt. Schizographie, erklärt Rühmkorf selbstironisch, meint zwei Schreibantriebe, die schwer auf einen Nenner zu bringen waren und sind: ein apokalyptisches Grundgefühl einerseits und ein aufklärerisches Bedürfnis andererseits. … Vielleicht ist das ein… Continue Reading „Schizograph“
An den Thüringer Lyriker Walter Werner (der in DDR-Zeiten wohl zu Recht zu den wichtigen Autoren der „mittleren“ Generation gezählt wurde) erinnert eine Kurzbesprechung in der „Thüringer Allgemeinen“, ca. 2.12.03 Walter Werner: „Gewöhnliche Landschaft. Thüringische Gedichte“, quartus-Verlag, 8,90 Euro.
präsentierte das vierte Lyrik-Wochenende in Bern: Während die ersten beiden dank ihrer Zugehörigkeit zur deutschsprachigen Minderheit Rumäniens hierzulande so heimisch wie geachtet sind, sprengte die in Bukarest lebende Autorin Nora Juga gänzlich unbekannte lyrische Tropfen ein. Sie schillerten surrealistisch, spiegelten die literarische Gegenwart grotesk… Continue Reading „Lyrik aus Rumänien“
/ JEREMY EICHLER, NYT*) November 30, 2003 (über „Verklärte Nacht“, Text Richard Dehmel)
NZZ vom 28.11.03 berichtet über die Sorgen der US-Zeitschrift „Poetry“ mit einer großen Geldspende (Lyrikzeitung 10/2003 u. öfter) – – – In der gleichen Ausgabe ein Verriß des Films „Poem“ („ein kopflastiges und im schlechtesten Sinne typisch deutsches Kinowerk“) – – – In der… Continue Reading „„Poetry“, „Poem“ & Reich-Ranicki“
„Der zweite Vorschlag betrifft die deutsch-jüdische Symbiose in ihrer Auswirkung auf markante Persönlichkeiten. Diese ist eines der merkwürdigsten historischen Phänomene. Die innere Problematik der daran beteiligten Menschen, das Verhältnis zwischen Deutschtum und Judentum, mit dem diese Menschen nicht zu Rande kamen, sollte Aufgabe einer… Continue Reading „Deutsch-jüdische Symbiose: Rudolf Borchardt zum Beispiel“
Es ist also bezeichnend, an welchen wunden Punkten das Bennfieber im Jahr 2003 ausbricht. Sein Kokaingenuss, seine Berliner Nachtcafé- Besuche locken offenbar keinen aktuellen Popliteraten hinter das Notebook. Benns Konflikte mit den deutschen Exilanten, sein 12-jähriges erzwungenes Schweigen, die notorischen Frauengeschichten – all das… Continue Reading „Bennfieber 2003“
Für seinen im Suhrkamp-Verlag erschienenen Gedichtband „vierzig kilometer nacht“ erhält Lutz Seiler den mit 15 500 Euro dotierten Bremer Literaturpreis 2004 der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung. Der in Gera (Thüringen) geborene und bei Berlin lebende Seiler halte in einem sehr eigenen Ton und in Bildern von großer… Continue Reading „vierzig kilometer nacht“
In Rolf Schneiders Berliner Anthologie am 23.11.03: Karin Kiwus, Dutschke was here. Das Gedicht beginnt so: Wie die Geschichte so weitergeht wenn der Volkszorn arbeitslos durch die Straßen streunt wie ein Hund der keinen Baum findet an der Haltestelle vor der zuschnappenden Tür eben… Continue Reading „Dutschke was here“
Im titel-Magazin 47 bespricht Klaus Hübner: F.W. Bernstein: Die Gedichte. Antje Kunstmann 2003. Gebunden. 600 Seiten. 19,90 Euro. ISBN 3-88897-340-6 (mit Lesepröbchen) / 17.11.03
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