Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Fratzen sickern aus Händen, Mythomanen manteln sich am Tor zu Prozessionen, wir finden Pyramidenschwestern, Würzwürfel, pomadiges Stochern, Bremsbahnen der Hirngespinste. etc. Jinn Pogys erster Gedichtband, unter dem Titel „Golems Totems – Million-Dollar-Kirschen und verstimmte Vögel“ beim Verlagshaus J. Frank erschienen, birst vor Einfällen. Manche gefallen, zumal wenn sie gewitzt sind:… Continue Reading „67. Durchgeschüttelt“
Öffentliche Veranstaltung Freitag, 26. Oktober 2012 20:00 jugendkunstschule ARThus, rostock das literaturhaus rostock startet eine neue reihe für lyrikerinnen und lyriker des landes mecklenburg-vorpommern. gäste: odile endres, peter neumann, bertram reinecke, marcus roloff moderation: ron winkler musik: marten pankow freitag, 26. oktober, 20.00 uhr… Continue Reading „66. lichtes rauschen. lyrik von der küste“
Kurz vor seinem 85. Geburtstag am 16. Oktober hat der Literaturnobelpreisträger einen Band mit – so Grass – „Gelegenheitsgedichten“ vorgelegt: „Eintagsfliegen“. Die Lyrik des wortmächtigen Autors und Mahners bildet den Leitfaden für das Gespräch, in dem Ulrich Wickert und Günter Grass zahlreiche Themen antippen, die… Continue Reading „65. „Wortmächtig““
Lesung mit Brigitte Struzyk und Ulrich Koch Mittwoch, 17. Oktober2012, 19:30 Uhr Lettrétage
Der Kerpener Autor Gerrit Wustmann hat den Lyrik-Wettbewerb Postpoetry 2012 gewonnen. Die Jury – Prof. Dr. Ralph Köhnen von der Ruhr-Universität Bochum, der Lyriker Dr. Jürgen Nendza und die Autorin Monika Littau – war angetan von seinem Gedicht „Zaman/Zeit“, in dem Wustmann Erfahrungen von… Continue Reading „63. Gewonnen“
Vogel braucht manchmal bloß zwei halbe Sätze zum Gedicht, einmal sogar nur fünf Wörter, freilich mehr eine witzige Sentenz denn ein ganzes Gedicht. Vogel schiebt die Sprache vorsichtig voran, liest behutsam und silbenweise, mit der zaghaften Aufmerksamkeit einer Schildkröte oder einer Morgenstern’schen Schnecke („soll… Continue Reading „62. Mikael Vogel“
Gisela Zoch-Westphal, ehemalige Freundin von Mascha Kaléko und Nachlassverwalterin der Dichterin, im Gespräch mit dem DLR – hier zum Hören Hier mehr Infos
Sie kramte in ihrer Handtasche und zeigte uns Roberts zerfleddertes Notizbuch. Die letzte Eintragung war ein Gedicht: Reglos liegt er im Gras / die Sonne spiegelt sich in seinen Augen wider / ein Geier lässt sich auf ihm nieder / und zerbeißt genüsslich das… Continue Reading „59. Genüßlich“
Helmut Seethaler GNADENGESUCH bei praesident dr Fischer angekuendet: Um mich + meine kunstform vor der vernichtung durch richter dr. Peter Wimmer des gerichts wien-innere stadt doch noch zu retten: Man will mich 6 wochen einsperren. Weil die wiener linien meine kunstaktionen nicht wollen+pausenlos zerstoern.… Continue Reading „56. Gnadengesuch“
Von Jean Paul und Richard Wagner sind Zitate überliefert*, die sich besonders für den hautnahen Gebrauch eignen: “Die Tat ist die Zunge des Herzens” (Jean Paul) oder auch “Es gibt ein Glück, das ohne Reu!” (Richard Wagner). / Der neue Wiesentbote *) Naja, es… Continue Reading „54. Leibnah“
Worte wirken. Das wissen die Poesie- und Bibliotherapeuten. Sie kennen die Kraft des geschriebenen und gesprochenen Wortes und haben sie zu ihrem Beruf gemacht. Die Mitglieder der 1984 gegründeten Deutschen Gesellschaft für Poesie- und Bibliotherapie (DGPB) arbeiten in den verschiedensten Berufsfeldern: in öffentlichen Einrichtungen,… Continue Reading „51. Poesietherapie“
Von Christiane Kiesow (Greifswald) Bin ich der treueste Leser Klavkis oder nur der verbissenste? Weder das eine noch das andere ist schmeichelhaft. Aller Wahrscheinlichkeit nach entspreche ich nicht seinem Idealbild: zu dick für Literatur, gern mein Innerstes mit seinen Texten auslüftend, in das die… Continue Reading „50. Klavki 40“
Warum überhaupt eine Elegie? „[W]as wollen wir von Elegien, außer sie näher / kennenlernen, ihren Kajal umkurven, voller Empathie“, fragt (ohne Fragezeichen) das lyrische Wir, das an wenigen Stellen von einem lyrischen Ich abgelöst wird, das aber ungreifbar bleibt: „Ich, weißt du wer das… Continue Reading „46. Flegeln in Elegien“
… zugleich etwas über Füllworte »Die Kritik der Stimmung ist die Voraussetzung aller Kritik«, sagt Linus Westheuser. Dann rollt eine Leseshow ab, die das Lyrikkollektiv G13 passend zum Erscheinen des Gruppenbuchs 40% Paradies und zur zugehörigen Städtetour inszeniert haben. Es geht nach Kiel, Köln, Karlsruhe unter… Continue Reading „45. G13“
Da nehmen sie die Poesie noch ernst. Helmut Seethaler, der Wiener „Zettelpoet“, wird für seine für Nichtwiener harmlosen Aktionen, bei denen keine Fassaden beschädigt werden, von Justiz und „Wiener Linien“ verfolgt, was ihm 1000 Anzeigen, 1 Million abgerissener Zettel und jetzt sogar eine Haftstrafe… Continue Reading „44. Wiener Feedback“
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