Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Es ist wieder Saison: … eines ihrer Werke wurde auch erneut in der „Bibliothek deutschsprachiger Gedichte“, eine Anthologie mit mehr als 900 Seiten, in der mehrere tausend Autoren ihre Spuren hinterlassen haben, aufgenommen. Das Buch ist seit 1998 der 17. Band mit verschiedenen Themenbereichen und… Continue Reading „25. Die Bibliothek“
indes lösen sich das (sehr deutsche) pathos von “wahn | sinn”, die bilder von verstörung und zerstörung wunderlich auf in diesen späten Hölderlin-gedichten. etwa in einem der “winter“-gedichte, wo das jahr eine “frage” darstellt. eine frage, deren “ton”, so der dichter, mit dem jahresende… Continue Reading „23. Scardanelli“
Unter den Ohrwürmern der modernen Dichtung ist Rainer Maria Rilkes erste „Duineser Elegie“ besonders hartnäckig. Auch wer kein Wort versteht, was es heißt, „nicht sehr verlässlich zu Hause“ zu sein „in der gedeuteten Welt“, dem fliegen bald Engel durchs Hirn, und hinter den Schläfen… Continue Reading „20. Zwischen Ann Cotten und Jerry Cotton“
Jochen Kelter ist also kein gewöhnlicher deutsch-schweizerischer Autor kölscher Herkunft, mit Germanistikausbildung und alemannischem Bodenseeflair. Als Schriftsteller sowie in seiner Eigenschaft als Repräsentant seiner schreibenden Kolleginnen und Kollegen ist er Europäer und Weltbürger, Übersetzer und Vermittler, Herausgeber und Essayist. Er war und ist sich… Continue Reading „19. Jochen Kelter“
Vielleicht ist es nur Einbildung, weil man schon so lange keine Gedichte mehr gelesen hat von Marcel Beyer: Aber es scheint, da schwinge ein neuer Ton mit in diesen Versen, die Worte würden sich zu lockeren Rhythmen fügen und entspannter sei der erzählerische Gestus… Continue Reading „17. Neuer Ton?“
How do you make language say what it cannot? How do you bear witness to the atrocities of the Holocaust without standing alone in defeated silence? These questions haunt the poetry of Paul Celan, one of the great stylists of the German language in… Continue Reading „14. “More sober, more factual … grayer.”“
Auch in Österreich: Künstlerinnen und Künstler arbeiten und leben in sozial und finanziell unsicheren Verhältnissen. Ihr Einkommen liegt weit unter dem Durchschnitt und sie sind stark armutsgefährdet. Sie sind oft gefangen in einem sozialen System, das ihnen nicht die Unterstützung bietet, die sie brauchen,… Continue Reading „13. Prekariat“
Es ist ein Gedichtband für Leute, die ihre Freude haben am Spiel mit (klassischen) Formen und Inhalten, und an der sächsischen Dichterlust, die Dinge auch im Gedicht nicht so heikel und ernst zu nehmen. Nichts für die unheilbaren Romantiker, die in Gedichten Herzschmerz suchen.… Continue Reading „12. Sächsische Dichterlust“
Bresemanns Dichtung zeigt eine Gesprächsbereitschaft sondergleichen: „wir wollen jetzt mal ganz offen miteinander sein“. Die Grundlage dafür bietet vor allem das der Einsicht abgewonnene „outsourcen“, die Auslagerung, die Streichung von immer noch verbindlichen, aber zusehends kontraproduktiven und vereisten (religiösen und politischen) Leitbildern: „nun lass… Continue Reading „11. Gesprächsbereiter Ketzer“
KuNo erinnert an den Lyriker Ossi Eichhorn: Der Stuttgarter Autor Ossi Eichhorn dürfte heute nur noch einem kleinen Kreis von Literaturkennern ein Begriff sein – vielleicht eher als Gründer der Zeitschrift “Flugasche” denn als Lyriker. 1958 in Sivac/Jugoslawien geboren, verbrachte er die letzten Jahre seines kurzen Lebens in… Continue Reading „9. Ossi Eichhorn“
erst drei, vier Tage im neuen Jahr – schon hat es uns an sich gewöhnt Hansjürgen Bulkowski
Von Matthias Hagedorn Tom Täger und A.J. Weigoni kommt das Verdienst zu, die Lyrik nach 400 Jahren babylonischer Gefangenschaft aus dem Buch befreit zu haben. lyrikwelt.de Das zu Beginn des Jahres in der Edition Das Labor erscheinende HörBuch Gedichte faßt die langjährige Studioarbeit von… Continue Reading „2. Gesamtwerk des Sprechstellers“
Am 7. Dezember starb der Hamburger Schriftsteller Wilhelm Fink im Alter von 85 Jahren. Ich kenne von ihm drei Gedichtbände und einen Roman und endlos viele spritzige, zündelnde Notate (Zündelzeilen hieß ein Gedichtband) und Zitate sowie, im Digitalen, Bilder, die er unermüdlich postete und… Continue Reading „109. Wilhelm Fink (1929-2014)“
Weit von wo? – Die Schreibhand des Dichters. – Ein Wink von Felix Philipp Ingold zum Jahreswechsel.
Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister grüßt die Pfarrerinnen und Pfarrer seiner Landeskirche mit einem Gedicht des „protestantisch erzogenen Atheisten und Kommunisten“ Bertolt Brecht (1898-1956). Im Gedicht „Maria“ habe Brecht, wie Meister schreibt, „die Weihnachtslegende entmythologisiert“. Er habe „die Heiligen drei Könige in gewöhnliche Hirten… Continue Reading „105. Weihnachts-Nachtrag“
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