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Der Wachtelschlag ist literarisch und musikalisch vielfach variiert worden, vor allem wegen seiner rhythmischen Prägnanz: PICK-wick-wick, BICKberwick, FRISCH erquickt, LObet Gott, FÜRchte Gott Grimms Wörterbuch verzeichnet unter „Wachtelschlag“ diverse Vorkommen in der Literatur: WACHTELSCHLAG, m. 1) der aus einem langen und zwei kurzen tönen… Continue Reading „Wachtelschlag“
Wassily Kandinsky (Василий Васильевич Кандинский, * 4. Dezemberjul./ 16. Dezember 1866greg.in Moskau; † 13. Dezember 1944 in Neuilly-sur-Seine, Frankreich) Aus: Wassily Kandinsky: Klänge. München: Piper, o.J. [1913] Pdf der Erstausgabe hier.
Offensichtlich sind Lautgedichte nicht international. Chlebnikow und Krutschonych schrieben russische, Huelsenbeck und Ball deutsche. Weniger bekannt ist, daß Elsa von Freytag-Loringhoven, die New Yorker „Dada-Baroness“, zu den wenigen Frauen gehört, die sich in dieser Kunstart hervortaten. Die meisten sind offenbar im Deutschen noch nicht… Continue Reading „Zugfenster“
Regina Ullmann (* 14. Dezember 1884 in St. Gallen, Schweiz; † 6. Januar 1961 in Ebersberg, Oberbayern) Aus: Regina Ullmann: Gedichte. Leipzig: Insel, 1919, S. 8
Heinrich Heine (* 13. Dezember 1797 in Düsseldorf; † 17. Februar 1856 in Paris) Michel nach dem März. So lang ich den deutschen Michel gekannt, War er ein Bärenhäuter; Ich dachte im März, er hat sich ermannt Und handelt fürder gescheuter. Wie stolz erhob… Continue Reading „Dem Michel ins Stammbuch“
Arno Holz Aus: Die Blechschmiede Erschienen im Insel-Verlage Leipzig 1902 Prolog: Seit der alte Papa Wieland seine liederlichen Musen abenteuerlich ersuchte, ihm den Hippogryph zu satteln, hat schon mancher deutsche Dichter diesen Trick ihm nachgeäfft. In das süße blaue Wunder unsrer Jungfrau Poesie stippte… Continue Reading „Die Blechschmiede“
Alexander Solschenizyn ( * 11. Dezember 1918 in Kislowodsk, Oblast Terek, heute vor 100 Jahren; † 3. August 2008 in Moskau) Gespräch zweier Insassen einer Krebsstation im asiatischen Teil der Sowjetunion 1955 – kein gewöhnliches Krankenhaus, vielmehr Teil des riesigen Archipels der Gulag, der sowjetischen Straflager:… Continue Reading „«Wir wollen endlich lieben!»“
Gertrud Kolmar (* 10. Dezember 1894 in Berlin; † vermutlich Anfang März 1943 in Auschwitz) Die Dichterin Du hältst mich in den Händen ganz und gar. Mein Herz wie eines kleinen Vogels schlägt In deiner Faust. Der du dies liest, gib acht; Denn sieh,… Continue Reading „Die Dichterin“
Peter Handke Der Lyriker sitzt schön im Haus der lyrische Epiker geht über die Hügel der epische Epiker wird auf die Schiffe verschlagen Aus: Peter Handke: Leben ohne Poesie. Gedichte. Frankfurt/Main: Suhrkamp, 2007, S. 140
Raja Lubinetzki Meinte er das wirklich So wie er es schrieb oder meinte er es wirklich so wie er es sagte und an welchem Punkt dieses geschriebenen fortlaufenden Satzes Lebens setzte die Verfremdung ein etwa in einem durch ein Semikolon festgehaltenen Gespräch das nach… Continue Reading „Meinte er das wirklich“
Paula Ludwig (* 5. Januar 1900 in Feldkirch; † 27. Januar 1974 in Darmstadt) Beschwörung Ich kann nur die Flöte spielen und nur fünf Töne Wenn ich sie an die Lippen hebe kehren die Karawanen heim und in dunklen Scharen die Vögel Dann rudern… Continue Reading „Beschwörung“
Christine Busta Mitte des Lebens Durch Schafgarben watend und goldne Kamillen, immer im Ohr noch den heillosen Ton einer irren, verdorrten Grille und im Mund schon befremdlich den stillen Geschmack von Olive und Mohn. Aus: Die Scheune der Vögel (1958)
Christine Busta (* 23. April 1915 in Wien; † 3. Dezember 1987 ebenda) Entdeckung Sag: Grasnarbe. Sag es langsam. Du sprichst ein vollkommenes Gedicht. Aus Christine Busta, Salzgärten, Salzburg: Otto Müller, 1975
Philipp Otto Runge (* 23. Juli 1777 in Wolgast; † 2. Dezember 1810 in Hamburg) Die Quelle Ein Wunderland Ward mir bekannt; Ich kann davon nicht schweigen, Daß, wer es kennt, Vor Sehnsucht brennt, Es sich zu machen eigen: Aus kühler Kluft im Felsen… Continue Reading „Ich kann davon nicht schweigen“
Elisabeth Kulmann (russisch Елисавета Борисовна Кульман/Jelissaweta Borissowna Kulman; * 5.jul./ 17. Juli 1808 greg. in Sankt Petersburg; † 19. November jul./ 1. Dezember 1825 greg. ebenda) Elisabeth Kulmann war eine deutsch-russische Dichterin, die Deutsch, Russisch und Italienisch dichtete. Voß, Jean Paul und Goethe lobten… Continue Reading „Warum bin ich ein Mädchen?“
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