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Veröffentlicht am 1. April 2025 von lyrikzeitung
Teil 16 des Zyklus „Die Befreiung der Alchemie von der Metaffer“ von Martina Kieninger
Dieser Text beschäftigt sich mit der Idee der Transmutation – der alchemistischen Vorstellung, dass sich Stoffe ineinander verwandeln können. Er hinterfragt, wie sich natürliche Elemente (etwa Wasser als “Wiege der Wellen”) in mathematische und chemische Formeln überführen lassen, ähnlich einer Steuererklärung, die komplexe Realitäten in Zahlen bannt. Oder die Spielhölle?
Text 16: transmutationen, franz tausend
Wie vom Croupier aus dem Kessel geharkt,
nichts als Summen geharkt ins Hydrogen zwei Oxygen,
wo aber ist es
das Wasser,
Wiege der Wellen,
Spiegelbild des Spiegels,
seit wann löst sich Wasser
in Formeln, Verhältnis von Zahlen
wie Steuererklärung.
Die Schwingung, wenn Glas, dessen Rand der nasse Finger überstreicht, singt im
Glaselement, die Zahl singt die Schwingzahl
organischer Stoffe. So wachsen wie Pflanzen Metalle, transponiert wie Akkorde so wandelt es sich von Kochsalz zu Morphium, Lehm in den Zinn.
Franz Tausend (1884-1942) war ein Alchemist, der in den 1920er Jahren behauptete, Metalle in Gold verwandeln zu können.
Kategorie: Deutsch, DeutschlandSchlagworte: Martina Kieninger
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