Zum Gedichteabreißen

Aber mir ist auf einem Messefest im Frankfurter Literaturhaus auch etwas aufgefallen, das ich als Trend ohne Ambivalenzen sehr begrüßen würde: „Gedichte zum Mitnehmen.“

An der Wand hing ein gutes Dutzend Spiralblöcke voller Lyrik, neu und klassisch, bekannt und unbekannt, aus Gedichtbänden von verschiedenen deutschen Verlagen stammend. Man wurde dazu eingeladen, sich seinen latenten Gewaltphantasien hinzugeben und das eine oder andere Gedicht abzureißen.

Voller Befriedigung ging ich also nach Hause mit Werken von Jorge Luis Borges („Ein Buch“), Joachim Sartorius („Peinliche Pilze“) und einer gewissen Leonie Klendauer, deren schönes unbetiteltes Gedicht in einer Schreibwerkstatt für Jugendliche entstand („Kleine Flugzeuge werfen Schatten/Bunte Kleider platzen“, so die ersten Zeilen). / Eric Jarosiński, Süddeutsche

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