Literaturen der Flucht

Die Literaturwerkstatt Berlin / Haus für Poesie veranstaltet das 17. poesiefestival berlin – Kein schöner Land vom 3. bis 11. Juni 2016 in der Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin. Wir möchten Sie gerne auf das diesjährige Colloquium: Literaturen der Flucht hinweisen, das in Kooperation mit dem Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin entwickelt wurde.

In drei Panels werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Autorinnen und Autoren über tagesaktuelle und historische Perspektiven auf Flucht diskutieren.  

                Sonntag, 5. Juni, ab 13.00 Uhr: Colloquium – Literaturen der Flucht

„Wir, deren Splitter verstreut sind“

Der Literaturbetrieb reagiert auf die Flüchtlingskrise: Romane erscheinen, Lyrikerinnen und Lyriker suchen Sprachen für aktuelle Ausnahmezustände und in der Literaturwissenschaft werden Forschungsprojekte zu Fluchtliteratur angestoßen. Zugleich verfügen wir über ein riesiges kulturelles Archiv an Fluchterzählungen – man denke nur an die Sagen um die Flucht aus Troja. In drei Panels diskutieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Autorinnen und Autoren in diesem Colloquium, das in Kooperation mit dem Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin entwickelt wurde, tagesaktuelle und historische Perspektiven auf Flucht.

13:00 – 14:00 Literatur im Ausnahmezustand: „Hotspots“ und „Transitzonen“

Mit Eva Geulen DEU Literaturwissenschaftlerin | Ghayath Almadhoun PSE/SWE Dichter | Rasha Omran SYR/EGY Dichterin

Moderation: Falko Schmieder DEU Kulturwissenschaftler

Im offiziellen Sprachgebrauch spielt sich das Fluchtgeschehen in Hotspots, Transitzonen oder Auffanglagern ab. Welche Bilder werden mit dieser Sprache evoziert, welche Realitäten verbergen sich hinter diesen Worten? Und auf welche Weise nähert sich Literatur – seit jeher mit individuellen und gesellschaftlichen Ausnahmezuständen befasst – den Realitäten der Flucht?

14:15 – 15:15 Fluchterfahrungen zwischen Antike und Gegenwart

Mit Martin Treml DEU Religionswissenschaftler | Melanie Möller DEU Altphilologin | Hammoud Hamoud SYR/DEU Islamwissenschaftler

Moderation: Dirk Pilz DEU Journalist

Flucht und Vertreibung sind Themen in Koran und Bibel, aber auch in Mythen wie etwa denjenigen um Aeneas. Dieses Panel konfrontiert Fluchtdarstellungen in Mythos und Religion mit der gegenwärtigen Situation und befragt ihre Aussagekraft in Bezug auf das Hier und Jetzt.

15:30 – 16:30 Eine Sprache für das Flüchten finden

Mit Hannah Markus DEU Germanistin | Alfrun Kliems DEU Slawistin | Fiston Mwanza Mujila COD/SUI Dichter

Moderation: Johann Reißer DEU Autor

Flucht bedeutet auch, die Muttersprache zurückzulassen und sich auf neue Sprachen einzulassen. Dieses Panel diskutiert Sprechweisen für das Weggehen, Fremdsein und Ankommen in der osteuropäischen, afrikanischen und deutschen Lyrik.

Die drei Panels werden englisch-deutsch gedolmetscht.

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