10. Der gefesselte Wald

Im KZ Buchenwald waren viele französische Häftlinge interniert, vornehmlich Mitglieder der Résistance, darunter Intellektuelle und Künstler. Ausgehend von einem geheimen Schreibwettbewerb unter den Häftlingen entstand ein einzigartiges Dokument literarischen Lebens im Lager: eine Anthologie mit Gedichten, die 1946 in Frankreich im Druck erschien.

In Deutschland blieb sie unbeachtet. Dass nun diese Rezeptionslücke geschlossen werden konnte, dankt sich dem Engagement von Wulf Kirsten, vielfach preisgekrönter Lyriker, und der Übersetzerin Annette Seemann. Mit Unterstützung der Akademie der Wissenschaften Mainz erscheinen die Buchenwald-Gedichte nun erstmals auch auf Deutsch – in einer zweisprachigen Ausgabe unter dem Titel „Der gefesselte Wald“, von Kirsten und Seemann herausgegeben im Göttinger Wallstein Verlag (Mainzer Reihe, Bd. 11). / Wiesbadener Tagblatt (http://www.wiesbadener-tagblatt.de/lokales/kultur/literatur/poesie-aus-dem-kz-buchenwald_13831386.htm)

2 Comments on “10. Der gefesselte Wald

  1. und ich muss dazu auf Jorge Sempruns „Was für ein schöner Sonntag“ hinweisen; nicht wegen seines literarischen wertes sondern der viel wichtigeren schilderung kaum bekannter, für mich auch gänzlich unerwarteter, ungeahnter, unfassbarer gegebenheiten und (eigentlich) strukturen.

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