Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Veröffentlicht am 28. Januar 2010 von lyrikzeitung
«Ich bin zu einem kolonialen Untertan erzogen worden. Für mich ist es daher nicht leicht, über die japanische Sprache zu sprechen, obwohl sie das Innerste meines Bewusstseins formt. (. . .) Dies ist so, weil diese Sprache in mir mit tiefen Schmerzen und mit nicht in Worten benennbarer Trauer verwoben ist.» Diese Zeilen stammen von dem koreanischen Lyriker Kim Shi Jong, der wegen seiner kurzen und in rauem Japanisch geschriebenen Gedichte bekannt und in Japan hoch angesehen ist.
Seine Äusserung zeugt von einer lebenslangen Verstörung, die die koloniale Vergangenheit in der Psyche von Menschen zurücklassen kann. …
Seine Kindheitserinnerungen bestehen aus japanischen Kinder- und Soldatenliedern und Mythen des japanischen Kaiserhauses. 1948 reiste er illegal nach Japan, um den politischen Wirren im postkolonialen Korea zu entgehen. Seitdem lebt er als Lyriker in Japan. / Hoo Nam Seelmann, NZZ 25.1.
Kategorie: Japan, KoreaSchlagworte: Hoo Nam Seelmann, Kim Shi Jong
Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..
| Angelika Janz bei Zrtsch | |
| 中国大好き bei Dem trunkenen Freund | |
| Mail Artists' Index bei Nebel, der fehlte | |
| Malte Krutzsch bei Lüge | |
| lyrikzeitung bei Lüge | |
| Malte Krutzsch bei Lüge | |
| lyrikzeitung bei Lüge | |
| Malte Krutzsch bei Lüge | |
| Angelika Janz bei Der Himmel küßt |
Kann zu diesem Blog derzeit keine Informationen laden.
Have a WordPress.com account? Log in now.
Pingback: Sommer-Tanka (4) « Glarean Magazin