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Veröffentlicht am 10. Oktober 2009 von lyrikzeitung
Und der Nobelpreis für Herta Müller bewegt nun auch Rumänien und Berlin, schreibt der Perlentaucher. Hier Rumänien:
Frau Ungar, wie haben die Rumänen auf den Literaturnobelpreis reagiert?
„Glückwunsch, Herta! Der Literaturnobelpreis ist nach Rumänien gegangen. Die in Rumänien geborene Autorin hat den Literaturnobelpreis erhalten.“ So stand es in der gesamten Presse. …
Herta Müller ist erst am Samstag in Hermannstadt gewesen, um beim Poesiefestival zu Ehren von Oskar Pastior zu lesen. Das hat bis Mitternacht gedauert. Etwa achtzig Leute waren da, für Lyrik eine gute Zahl. Sie hat auch aus dem Roman „Atemschaukel“ vorgelesen, der noch nicht auf Rumänisch übersetzt ist. / FAZ 10.10.
Schließlich die Stimme aus Berlin – nein, nicht die Bundeskanzlerin:
Man muss Herta Müller nicht gelesen haben, um als Berliner stolz auf den Nobelpreis zu sein. Wenigstens eine Herta, die gewinnt, sagten sich viele. …
Zur jüngsten Auszeichnung titelte die Berliner Morgenpost getröstet, ganz so, als steckte ihr noch immer Thilo Sarrazins Berlin-Häme in den Knochen: „Deutschland feiert Berliner Autorin: Literaturnobelpreis für Herta Müller“. Die TAZ dagegen ahnte schon, wohin der Hase in Berlin laufen will, und begegnete der Vereinnahmung der Autorin vorsorglich mit der Schlagzeile: „Nobelpreis für die Heimatlose“. / Harald Jähner, Berliner Zeitung
Kategorie: Deutsch, Deutschland, RumänienSchlagworte: Berlin, Hermannstadt, Herta Müller, Nobelpreis, Oskar Pastior
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