Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Kenah Cusanit (geboren 1979 in Blankenburg (Harz)) Weißkohl Man braucht ein Messer, will man was über seinen Charakter erfahren. Einmal senkrecht durchtrennen bitte. Was sehen Sie: einen Engel, dessen Flügel in Flammen aufgehen oder eine Zypresse, die zu lang in einer Blumenpresse gelegen hat? Kohlschau ist I… Continue Reading „Aus der Weißkohlmatrix“
Konstantin Ames Reim (Engl) GOd today is too lazy so an I choose to climb a Schutthügel all the way like an I planned to do such a thing like other people perhaps plan to murder s.o. of their own kind on a Tier… Continue Reading „Reim (Engl)„
Sylvia Plath (* 27. Oktober 1932 in Jamaica Plain bei Boston, Mass.; † 11. Februar 1963 in Primrose Hill, London) An Appearance The smile of iceboxes annihilates me. Such blue currents in the veins of my loved one! I hear her great heart purr. From her lips ampersands and percent signs Exit like kisses.… Continue Reading „Vor 90 Jahren geboren: Sylvia Plath“
Günter Kunert (geboren am 6. März 1929 in Berlin; gestorben am 21. September 2019 in Kaisborstel) Tücke des Feindes Nichts erfuhr auf der Insel Ioa eine japanische Kompanie vom Ende des Krieges, vom Stillstehn der Waffen, von der Verwundeten Austausch, Befreiung der Gefangenen, dem beginnenden Aufbau zerstörter Häuser und Städte,… Continue Reading „Tücke des Feindes“
Jiří Kolář (* 24. September 1914 in Protivín; † 11. August 2002 in Prag) WürdenfliegensieEierBäumekönnteMöbelwäreneßbaricheinausSchrankausgebrateneaufFurnierEssigdrucktedieauferschieneZeitungeinemschriebemitPeitschedenschriebemitPeitschedenführenLeutederführenLeutedergingeendlichLebendigees BäumelegtenauchlegtenEiermanessenMöbelmachtemirRippcheneinemSalatStühlenHobelspäneSägmehlmitundmanZeitungBeefsteakdieaufBeefsteakmanderaufRückenmanderaufRückendieausHautdieausHautesinsgingeendlich Aus dem Tschechischen von Konrad Balder Schäuffelen und Tamara Kafková. Aus: Jiří Kolář, Das sprechende Bild. Poeme – Collagen – Poeme. Mit einem Nachwort von Konrad Balder Schäuffelen. Frankfurt/Main: Suhrkamp, 1971, S. 63f
Tone Avenstroup tyskland under merkel menn mater svaner i havel ensomme menn fisker på hver sin bredde av kanalen snørene henger i grå dis falmede blad driver forbi deutschland unter merkel männer füttern die schwäne auf der havel einsame männer fischen jeder an seiner… Continue Reading „deutschland unter merkel“
Heinrich Leuthold (* 9. August 1827 in Wetzikon; † 1. Juli 1879 in Zürich) Im sichern Hafen land ich nie; Mich selber überwand ich nie; Des Lebens Wechsel sucht ich auf, Doch seinen Reiz empfand ich nie; Mein Herzblut rieselt hin im Lied, Dies wunde Herz verband ich nie. Wohl hab ich… Continue Reading „Ghasel“
Günther Deicke (* 21. Oktober 1922 in Hildburghausen; † 14. Juni 2006 in Mariánské Lázně, Tschechien) Nacht Da ist nur Stille. Eine Frau, ein Mann. Kein Spiel der Finger und kein Spiel der Zehen. Die nichts als ihre eigne Nacht ansehen, vergehn und gehn einander nichts mehr an. Da ist der Wind gleichgültig… Continue Reading „Günther Deicke 1922-2022“
Theodor Storm (* 14. September 1817 in Husum; † 4. Juli 1888 in Hanerau-Hademarschen) Hyazinthen Fern hallt Musik; doch hier ist stille Nacht, Mit Schlummerduft anhauchen mich die Pflanzen; Ich habe immer, immer dein gedacht; Ich möchte schlafen, aber du mußt tanzen. Es hört nicht… Continue Reading „Aber du musst tanzen“
Tom de Toys, 1.10.2022 ©POEMiE™ @poetryclip.de SELBSTANALDÜSE (FURZEN FÜR DEN FRIEDEN) das geht jetzt zu weit – is schon klar denn: es geht hier um literatur und nicht um selbstanalyse. ich hätte schauspieler werden können und pianist auch professor wäre eine option gewesen dann… Continue Reading „das geht jetzt zu weit“
Andrea Zanzotto (* 10. Oktober 1921 in Pieve di Soligo; † 18. Oktober 2011 in Conegliano) … werde ich euch so gut es geht und im Vertrauen ein sehr heiteres Gedicht vorlesen, das das Thema von Leopardis Quiete dopo la tempesta (Ruhe nach dem Sturm)… Continue Reading „In meinem Dorf“
Paul Zech (* 19. Februar 1881 in Briesen, Westpreußen; † 7. September 1946 in Buenos Aires) Café Auch hier ist alles nur Betrug und Schein: Die Geige lügt, die Kellner gehn gemein. Das Wort noch, in Gesprächen ausgetauscht, macht uns nicht heiß. Wir sind belauscht.… Continue Reading „Die Geige lügt“
Ich bleibe noch einen Tag bei Handrij Zejler. Ein Gedicht des deutschen und sorbischen Dichters Kito Lorenc, der als Christoph Lorenz aufwuchs, bis er seine sorbische Herkunft entdeckte. Kito Lorenc war einer aus dem mächtigen Haufen der „sächsischen Dichterschule“. Hier huldigt er dem Vorfahren… Continue Reading „Der Dichter deichselt die Wahrheit“
Handrij Zejler (gesprochen wie Seiler, deutsche Namensform Andreas Seiler; * 1. Februar 1804 in Salzenforst bei Budissin / Bautzen; † 15. Oktober 1872, heute vor 150 Jahren in Lohsa, Oberlausitz) gilt als Vater der modernen sorbischen Dichtung. Gedankensplitter Gott, den Meister, will ich preisen, daß nicht alle Vögel Meisen! * Was bist? Was kannst?… Continue Reading „Sorbische Dichtung“
Saul Tschernichowski (hebräisch שאול טשרניחובסקי; ukrainisch Саул (Шауль) Гутманович Черниховський, Saul Hutmanowitsch Tschernichowski; geboren am 20. August 1875 in Michailiwka im Süden der Ukraine; gestorben am 14. Oktober 1943 in Jerusalem) Wem gehört der Dichter? Geboren in einem Ort im Süden der Ukraine, der zum Russischen Reich gehörte. Exiliert nach Deutschland und dann nach Palästina, damals britisches… Continue Reading „Friedhof in Bachtschissaraj“
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