Kategorie: Europa

70. „Natalie Merchant rettet alte Gedichte“

Die New Yorkerin wurde einst mit der Folkrockrand 10.000 Maniacs berühmt, von der sie sich 1993 trennte, um eigene Wege zu gehen. Auf ihrem neuen Soloalbum hat sie uralte englische Lyrik vertont, die sie auch gerne mal mit modernem Reggae mixt. „Jamaica gehörte früher… Continue Reading „70. „Natalie Merchant rettet alte Gedichte““

69. Randzeichnungen

Modernen Autoren fällt das Schreiben gewöhnlich schwerer als mittelalterlichen Kopisten, schwerer auch – wie Thomas Mann einmal festhielt – als anderen Menschen. Deshalb sind sie die meiste Zeit ihres Wirkens gar nicht mit Schreiben, sondern mit Nicht-Schreiben befasst. Für die Nachwelt blieben davon neben… Continue Reading „69. Randzeichnungen“

67. Keine neue Form in Sicht?

Gestern abend bei Arte (ich kannte mal einen, Professor, der sagte ganz unironisch, er habe noch nie was bei Arte gesehen) John Neumeyer über Nijinsky. Darin (aus dem Gedächtnis zitiert) dies: Eine neue Form der Lyrik zu erfinden, die nicht von der Lyrik des… Continue Reading „67. Keine neue Form in Sicht?“

66. „Das ist das Problem der Lyriker“

Wann habe ich zuletzt „Die Welt“ gelesen? Gerade eben, im World weit weg. Da schreibt ein Anonymus: Wann haben Sie ihren letzten Lyrik-Band gekauft? Tja, ist wohl schon länger her. Das ist das Problem der Lyriker. Ihre Bücher gehen schlecht. Der renommierte Schweizer Verleger… Continue Reading „66. „Das ist das Problem der Lyriker““

64. Metropolitan

Auszug aus der Rezension des Bandes „Frenetische Stille“ durch Tom Schulz, Poetenladen 24.3.: Seitdem hat sich sein Blick fokussiert auf metropolitane Dichtung. Fanden sich in Fragmentierte Gewässer (Berlin Verlag, 2007) deutliche Spuren von Rudimenten des Naturgedichts, die Winkler in hohem Maße ironisch-süffisant verabschiedet hat, so sind im… Continue Reading „64. Metropolitan“

63. Grundlegende Verstörung (und hier und da gebündelte Revolteabordnungen)

Bei Textem führt Carsten Klook ein Gespräch mit Ron Winkler über seine neuen Gedichte. Zwei Ausschnitte: Eine der Ideen für die neuen Gedichte war die der Kontamination. Einer Kontamination mit Interessen und Sprechweisen des eigenen Oeuvres, vor allem aber einer Kontamination mit jener grundlegenden… Continue Reading „63. Grundlegende Verstörung (und hier und da gebündelte Revolteabordnungen)“

62. Leipziger Temperamente

Eine Position des Außerhalb, des kunstvollen, aber randständigen Schrei­bens nehmen oft auch die Autoren der nach wie vor besten deutschsprachigen Lyrik-Zeitschrift „Zwischen den Zeilen“ ein. In der aktuellen Nummer 31 von „Zwischen den Zeilen“ präsentieren sich einige Autorinnen und Autoren, die ihre literarische Sozialisation am… Continue Reading „62. Leipziger Temperamente“

59. Kroatische Lyrik in Fellbach

Hochkarätige kroatische Künstler verwandeln Fellbach während des 4. Europäischen Kultursommers in ein pulsierendes Zentrum für Musik, Tanz, Literatur, Theater, Kleinkunst und bildende Kunst. Neben Kroatien ist als zweites Gastland Österreich geladen. … Die kroatische Lyrik, die von der Schönheit der Sprache und den dunklen… Continue Reading „59. Kroatische Lyrik in Fellbach“

57. Deutsch-Iranische Lyrikedition

Der iranische Lyriker Ali Ghazanfari und der Kölner Gerrit Wustmann geben gemeinsam eine Buchreihe heraus, die auf 4 Jahre, 40 Bände und ca. 80 deutsche und iranische LyrikerInnen ausgelegt ist. Die Bände werden zweisprachig sein und ab Sommer bei Karapayam Publishing in Teheran erscheinen.… Continue Reading „57. Deutsch-Iranische Lyrikedition“

56. Geld

Mit dem Einkommen von Schriftstellern befaßte sich die FAZ am Wochenende, zB mit dem von Marcus Roloff: Marcus Roloff, der als Lyriker in Frankfurt lebt, denkt stattdessen gerne an die Auszeit zurück, die ihm im vorigen Sommer ein Aufenthalt im brandenburgischen Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf… Continue Reading „56. Geld“

55. From Nowhere

Zum National Poetry Month stellt Fleda Brown, Professor emerita der University of Delaware und ehemalige poet laureate des Staates Delaware bei record-eagle.com ein Gedicht des russischen Dichters Ossip Mandelstam vor: Alone I stare into the frost’s white face. It’s going nowhere, and I —… Continue Reading „55. From Nowhere“

54. In die Wult

Seit meiner Kindheit kenne ich dieses wunderbare Gedicht von Daniil Charms: Ein Mann mit Säckchen und mit Stock / trat einmal aus dem Haus / und in die Wolt / und in die Wult / und in die Welt hinaus. So beginnt es in… Continue Reading „54. In die Wult“

53. Wer war Agnes Miegel?

Nazi-Dichterin, wie sie die MV genannt hat? Mitläuferin, von den Nazis „verführt“? Oder war sie die bloß die „Mutter Ostpreußens“, die Dichterin, die einem ganzen Landstrich Identität gegeben hat? Bürgermeister Franz Möllering will am kommenden Dienstag, 13. April, mit den Anliegern der Agnes-Miegel-Straße sprechen.… Continue Reading „53. Wer war Agnes Miegel?“

52. Reimglück

Was haben Friedrich Hölderlin und Georg Kreisler gemeinsam? Nichts. Deshalb erhält Kreisler den Friedrich Hölderlin-Preis 2010 der Stadt Bad Homburg. … Als wär’s ganz einfach. Und wenn sich die in seinen Gedichten entfaltende Leichtigkeit des Reims mit schönem Wortglück paart, entstehen so seltene Reimpaare… Continue Reading „52. Reimglück“

51. „Diskurslyrik“

„wir kontrollierten die, die uns beobachteten, indem wir genau das machten, was sie sahen.“ Wenn die Musikkritik die „Hamburger Schule“ wegen ihrer alltagsphilosophischen Songtexte als „Diskurspop“ bezeichnet, könnte man Falbs Lyrik analog dazu Diskurslyrik nennen. Er experimentiert an den Rändern dessen, was Lyrik vermag.… Continue Reading „51. „Diskurslyrik““