Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Seit etwas über 30 Jahren ist der Kalauer niedriger Ordnung Mode, und die kommt unter dem Namen „neue Philosophie“ als Turbothinking von klebrigen Telephilosophen aus Frankreich herübergeschwappt. So überbietet André Glucksmann Heideggers Marotten mit der titanischen Absicht, diesen zu kritisieren, indem er ihn kopiert.… Continue Reading „13. Etymologie“
Am Mittwoch wird in Frankfurt Mathias Monrad Moellers „Über die Fußgängerbrücke bei Nacht“ nach einem Text von Bertram Reinecke von der Mezzosopranistin Nohad Becker uraufgeführt Mittwoch 6. Juli 20.00 Uhr im Großen Saal der HfMDK Frankfurt (Main) Eschersheimer Landstraße (U 123 Grüneburgweg)
Die alemannischen Gedichte, so Hauser, seien durchweg in antiken Versmaßen gehalten, da sich Hebel als geistiger Nachfahre der großen Dichter des antiken Griechenlands empfunden habe – übrigens schrieben auch diese in ihrem Dialekt. / Badische Zeitung
2. GEDICHTKONFERENZ 2011 in der Alten Schmiede Wien am kommenden Mittwoch: „2. GEDICHTKONFERENZ 2011 Zustandsbilder – Empfindungsregister – Zurichtungen von Sprache CHRISTIAN FILIPS (Berlin) liest aus HEISSE FUSIONEN (roughbooks, 2010) • HELMUT NEUNDLINGER (Wien) liest aus TAGDUNKEL (Mitter Verlag) • STEFAN BAYER (Wien) liest… Continue Reading „7. 2. GEDICHTKONFERENZ 2011 in der Alten Schmiede“
Literarische Welt: Manche Gedichte wirken autobiografisch. Nora Gomringer: Vielleicht nur, weil ich gerne das verpönte lyrische Ich verwende. Literarische Welt: Wieso verpönt? Nora Gomringer: Ich halte es nicht für verpönt, aber ich kenne ein Gespräch zwischen den Lyrikerinnen Sarah Kirsch und Marion Poschmann. Während Sarah Kirsch ganz leicht… Continue Reading „5. Ich, Reim und Lyrik“
Was bleibt, nach einem halben Leben in einem Land, das die existenzielle Heimatlosigkeit nie aufheben konnte, ist ein ätzender Sarkasmus. Es klingt wie ein bitterer Schlussakkord, wenn Drawert in einem New York-Zyklus aus dem Jahr 2010 noch einmal seine Biografie resümiert. „Mein Land“, heißt… Continue Reading „4. „ostdeutsch verwundet und westdeutsch / verwaltet““
DER OZEAN GEFALTET, MIT VERLAUB, Es waren zwei, zwei Ozeane, fein Gefaltet, laß die Arme Segel sein, Die oben an die Wolken stoßen, Staub, Nur Flocken, Staub, Kondomverpackungsschnitzel, Gedachte Katzen, Haus als Außenpfosten, Dies Wurzelnwünschen gab es nie im Osten, Maskara, Puder, Lippenstiftgekritzel. Sie… Continue Reading „3. Gedicht“
99% unserer Südtiroler Literaten wären am besten nie geboren, meinetwegen können sie noch heute ins heimatliche Gras beißen, um nicht weiteres Unheil anzurichten. In der Einladung zum heurigen »literarischen kolloquium« heißt es: »Südtirols Literatur ist tot«. Wie aber kann etwas tot sein, das es… Continue Reading „2. „So spreche ich nun über Dinge, die es nicht gibt““
Um das Rauschpotenzial geht es ihr. Um das Rauschen der Welt und um das Rauschen der Sprache. Für das Leben sei es genauso Bedingung wie für die Literatur, so Judith Zander in ihrer Rostocker Poetik-Vorlesung „Störquellen. Poetik des Rauschens“. Das Mehrdeutige, das Verstörende, die… Continue Reading „1. Rauschwelten“
Der israelische Dichter Uri Zvi Greenberg (1896-1981) war einer der großen expressionistischen Dichter der hebräischen Lyrik. Er wurde in einer Chassidim-Familie in Bialikamin in Galizien geboren, das damals zu Österreich-Ungarn gehörte. Als er anderthalb Jahre alt war, zog seine Familie nach Lwow (Lemberg). 1912… Continue Reading „150. Uri Zvi Greenberg (1896-1981)“
Die Besonderheit des Issatals liegt in der Zahl seiner Teufel. Sie ist dort größer als sonstwo. (…) Es ist wahrscheinlich, daß die Teufel, da sie die abergläubische Bewunderung des Volkes für die Deutschen kennen – Menschen des Handels, der Erfindung und der Wissenschaft –, sich… Continue Reading „149. Teufel“
Im Rückblick erscheint die Demütigung Raebers durch die Gruppe 47 wie der fatale Wendepunkt in seiner Biografie. Zwei Jahre zuvor hatte er noch mit seinem Lyrikband «Die verwandelten Schiffe» und den dort kunstvoll entfalteten Korrespondenzen zu den Mythologien der römischen Antike die Bewunderung auf… Continue Reading „148. Kuno Raebers Nachlaß“
In der Zeit der deutschen Besatzung, die Czesław Miłosz intensiv schreibend und übersetzend hauptsächlich in Warschau verbrachte, änderte sich seine poetische Orientierung. Am Beginn seiner Laufbahn hatte er die französische Lyrik bewundert, ab den späten dreissiger Jahren interessierte er sich mehr und mehr für englischsprachige… Continue Reading „147. Czesław Miłosz 100“
Zu den lehrreichsten Schwierigkeiten, die Hilles Schaffen aufwirft, gehört der unklare textgenetische Status der Manuskripte, sogar der Publikationen zu Lebzeiten. Zu den in Zeitschriften veröffentlichten Gedichten gibt es oft handschriftliche Varianten, bei denen sich kaum entscheiden lässt, ob es sich um Vorarbeiten, Revisionen oder… Continue Reading „146. Hilles Werk“
Friedrich Nietzsche „Scherz, List und Rache.“ Vorspiel in deutschen Reimen. (Die fröhliche Wissenschaft) 13. Für Tänzer. Glattes Eis Ein Paradeis Für Den, der gut zu tanzen weiss. Vgl. auch Nietzsches Schreibmaschine: Brief Friedrich Nietzsches an Heinrich Köselitz, Genua, 17. Februar 1882.… Continue Reading „144. Für Tänzer“
Neueste Kommentare