Kategorie: Europa

106. Nach dem Tulpenkrach

Der Band füllt dabei auch bedeutende Lücken der Literaturgeschichte auf: Andreas Gryphius reiste 1638, ein Jahr nach dem ‚Tulpenkrach‚, dem ersten Börsencrash der Weltgeschichte, nach Leiden, wo er das rechtliche und finanzielle Chaos der Folgezeit erlebte. Bereits 1614 hatte Roemer Visscher die Tulpenliebhaber und… Continue Reading „106. Nach dem Tulpenkrach“

105. Wolfgang Schlenker †

Soeben bei literaturwerkstatt berlin gefunden: 23.02.2012 Wir trauern um Wolfgang Schlenker Wie wir erst jetzt erfuhren, ist der Dichter und Übersetzer Wolfgang Schlenker bereits im September 2011 in Müncheberg aus dem Leben geschieden. Wolfgang Schlenker wurde 1964 in Nürnberg geboren, verfasste Gedichte und übersetzte… Continue Reading „105. Wolfgang Schlenker †“

104. Wortschatz und Radius

Warum ist Eckard Sinzig nicht halb so berühmt wie andere Dichter, trotz viermal größerem Wortschatz und Themenradius, wirklichem Lebensdrama sowie Wunderkindstatus? Sieben Gedichte von E.S., mit einer Einleitung von Ulrich Holbein. in der eben erschienen Ausgabe karawa.net 003

103. Warum sollte man auch sonst Gedichte lesen?

Es ist eine Weile her, dass mich ein Gedichtband so herausgefordert hat wie Ames’ Alsohäute (was, um das Rätsel gleich aufzulösen, die phonetische Schreibweise von „Also heute“ ist – „also“ substantiviert: „mein Also“). Thomas Klings geschmacksverstärker war auch so ein furioser Angriff gegen das Glatte. Glattheit als ästhetische… Continue Reading „103. Warum sollte man auch sonst Gedichte lesen?“

101. Nicht bibelfest

Im viel zitierten »Hohelied der Liebe« heißt es: »Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, so dass ich Berge versetzen könnte, und hätte die Liebe nicht, so wäre ich nichts.« (Bibelübersetzung Martin Luther, Neues… Continue Reading „101. Nicht bibelfest“

100. Lyrik bei Tag und Nacht

Tranzyt. Messeschwerpunkt auf der Leipziger Buchmesse Poetische Tage und Nächte warten auf Lyrikfans. Bei Tage stellt sich das „Internationale Poesiefestival Meridian Czernowitz“ in Leipzig vor. In mehreren Veranstaltungen lesen Lyrik-Stars und Newcomer. Am Nachmittag des ersten Messetages steht zeitgenössische Lyrik aus Polen, der Ukraine und… Continue Reading „100. Lyrik bei Tag und Nacht“

99. Schillernd, vielfältig und reich: „tranzyt. Literatur aus Polen, der Ukraine und Belarus“

Neuer Programmschwerpunkt der Leipziger Buchmesse Prosa und Lyrik, Gesellschaftspolitik und Fußball, Diktatur und Demokratie – die Literaturszenen in Polen, der Ukraine und Belarus versprechen neue Namen, spannende Themen und bewegende Geschichten. Zur Leipziger Buchmesse präsentieren vom 15. bis 18. März junge Wilde und preisgekrönte… Continue Reading „99. Schillernd, vielfältig und reich: „tranzyt. Literatur aus Polen, der Ukraine und Belarus““

98. Großer Unbekannter

Walter Buchebner ist einer der großen Unbekannten der österreichischen Literatur nach 1945 geblieben. Zu seinen Lebzeiten erschienen die Gedichte hauptsächlich in Literaturzeitschriften, Einige offizielle Anerkennungen gab es für seine Werke. So erhielt er den Förderpreis des Wiener Kunstfonds und den Theodor-Körner-Preis für Lyrik. Nach… Continue Reading „98. Großer Unbekannter“

96. lyrikkritik.de

ist wieder da u. teilt mit: Zeit, lyrikkritik zu verjüngen. Das Jahr 2012 wird Simone Kornappel, Herausgeberin der“randnummer“und Lyrikerin, für den Inhalt bzw die Zusammenstellung von Kritiken, Interviews, Polemiken etc. auf lyrikkritik verantwortlich sein. Alle kritischen, unabhängigen Kräfte sind weiterhin eingeladen, sich einzubringen. Alles… Continue Reading „96. lyrikkritik.de“

95. LIEBES SYSTEM: NICHT OHNE AXT

Parlandopark: LIEBES SYSTEM: NICHT OHNE AXT Sonntag, 26. Februar 2012, 20.oo Uhr StudioAcht Berlin, Grüntaler Str. 8 * Berlin Wedding * S und U-Bahn Gesundbrunnen Zu Gast im Parlandopark: Ulf Stolterfoht Moderation: Steffen Popp Eintritt: frei Ulf Stolterfoht, der Dichter der Fachsprachen, Erforscher der… Continue Reading „95. LIEBES SYSTEM: NICHT OHNE AXT“

94. “La vie en rose!“

Klaus F. Schneider schickt eine ad-hoc-Übersetzung eines Gedichts von Dorin Tudoran, der mit dem Lyrikpreis Petre Stoica ausgezeichnet wurde (L&Poe #85. Lyrikpreis „Petre Stoica”). Er schreibt: Was war das für ein ereignis, als ca. 1980, zwischen all den parteikongreßlosungen und führerparolen und offiziellen schlagzeilen in… Continue Reading „94. “La vie en rose!““

93. ]trash[pool

Trashpool, genauer betrachtet „]trash[pool – Zeitschrift für Literatur und Kunst“ heißt die Tübinger Antwort auf die verwandten Magazine Edit (Literaturinstitut* Leipzig) und Bellatriste (Hildesheim). Das Heft besticht durch eine ambitionierte Gestaltung mit graphischen Hinguckern. Hinter ihrem surrealistischen Cover präsentiert die aktuelle Ausgabe zahlreiche Texte… Continue Reading „93. ]trash[pool“

91. Seltsam konservativ

Noch einmal wird hier die vergangene Symbolik des sozialistischen Jahrhunderts ausgekostet und die Geliebte als Trösterin und Heizung: „Hab ich dich federnd aufgefangen/ Wie eine Flocke mit dem Mund? Das Licht lag weiß auf deinen Wangen./ So still die Nacht, so weich und rund.“… Continue Reading „91. Seltsam konservativ“

88. Zwei Dichterschamanen

Man kann sich die Begegnung dieser beiden Dichterschamanen als ein lichterlohes Feuerwerk der Synapsen vorstellen: Mit dem im letzten Jahr überraschend verstorbenen Frankfurter Publizisten, Poeten, 68er Aktivisten und Imam Hadayatullah Hübsch und dem Schweizer Ira-Cohen-Übersetzer und Herausgeber unzähliger Underground-Lyrikbände, Florian Vetsch, scheinen tatsächlich zwei… Continue Reading „88. Zwei Dichterschamanen“

87. Überraschende Textgebilde

In den ersten Jahren dieses Jahrhunderts sind in Österreich zwei Dichter gestorben, von denen man erwartet und gewünscht hätte, dass sie ihr Werk, das sich in den jeweiligen Konturen allerdings längst erkennen liess, noch um den einen oder anderen Aspekt bereichern. Die Rede ist… Continue Reading „87. Überraschende Textgebilde“