Kategorie: Europa

5. Uhren zogen mich auf

Die Gedichte sind ein Durchstreifen der Lebenswege an den Bruchlinien von Sinnfragen, die immer wieder ironisch und selbstironisch reflektiert werden und sich mit lakonischen Alltagsbetrachtungen der Peripherie abwechseln, die Alltäglichkeiten eine gesteigerte Beachtung schenken und sie scheinbar in einen Kontext setzen, in dem wir… Continue Reading „5. Uhren zogen mich auf“

4. Berlin liest – noch können Sie mitlesen!

Berlin liest am 04. September 2012 Mit Ihrer Lesung läuten Sie das Literaturfestival ein. Dabei befinden Sie sich in bester Gesellschaft: Neben Dagmar Reim, Intendantin des rbb, Jan Stöß, Landesvorsitzender der Berliner SPD, werden auch Elvira Bach, Norbert Kron und viele andere ihre Lieblingtexte… Continue Reading „4. Berlin liest – noch können Sie mitlesen!“

2. Schreiben wie gehen

Interview mit Angelika Janz, Webmoritz: Du hast zahlreiche Performances gemacht? Wie bist du zu diesen Ideen gekommen? Erzähl bitte etwas von deinen Aktionen. Die erste Aktion „Schreiben wie gehen“ war damals in Essen 1978, an einem eiskalten Tag im Februar. Ich bin morgens einfach… Continue Reading „2. Schreiben wie gehen“

1. Schicksalsgemeinschaft

[Nadeschda] Mandelstams ungeschönte Darstellung lässt auch die weniger schmeichelhaften Züge der Dichterin – Jähzorn, Eifersucht, Rechthaberei und Unbarmherzigkeit im Urteil – nicht aus. Ebenso wenig wie die offensichtliche Eifersucht der Achmatowa-Ehemänner auf ihr Talent. Weitere Gedanken zielen ab auf die „Schicksalsgemeinschaft“ der Akmeisten-Dichter, zu… Continue Reading „1. Schicksalsgemeinschaft“

128. Deutsches Palimpsest

1. Auf, auf zum Kampf, zum Kampf!! Zum Kampf sind wir geboren!! Auf, auf zum Kampf, zum Kampf,! zum Kampf sind wir bereit!! |: Dem Kaiser Wilhelm haben wir’s geschworen,! Der Rosa Luxemburg reichen wir die Hand. :|. ! 2. Es steht ein Mann, ein Mann,!… Continue Reading „128. Deutsches Palimpsest“

127. Unsere Kinder fragen nicht viel

In der jahreszeitlichen Organisation des Bandes drückt sich ein gewisser Zug zum zyklischen Geschehen aus. Etwas geht verloren, anderswo wuchert etwas, unaufhaltsam sind diese Bewegungen, vorerst (um noch ein Hölderlin-Wort zu bemühen) deutungslos. Aber dort, wo sich ein argusgeäugtes Wort als Nullkoordinate einrammt, beginnt… Continue Reading „127. Unsere Kinder fragen nicht viel“

126. Christine Lavant

Als ob das keine relevante lexikalische Information wäre! Der polnische Wikieintrag über Christine Lavant: Christine Lavant[edytuj] Christine Lavant, właśc. Christine Habernig, z domu Thonhauser (ur. 4 lipca 1915 w Groß-Edling, zm. 7 lipca 1973 w Wolfsbergu) – austriacka artystka i pisarka. Wybrana twórczość[edytuj] 1948: Das Kind. Erzählung 1948: Die Nacht an den Tag. Lyrik 1949: Das Krüglein.… Continue Reading „126. Christine Lavant“

124. La Luna Luna

Margarete Biereye erzählt mehrere solcher kleinen Begebenheiten, die sich wie Puzzleteile fast zwingend zu dem Stück „La Luna Luna“ fügen und ihr immer wieder aufs Neue gezeigt haben, dass die Zeit für Lorca und das Wandertheater Ton und Kirschen endlich gekommen war. Sie spricht… Continue Reading „124. La Luna Luna“

123. Ein guter Tag für die Lobby

Die deutschen Zeitungsverleger sind ihrem Ziel, Information zu monopolisieren, durch das nun drohende Leistungsschutzrecht einen Schritt näher gekommen. Die Politik ist vor der Lobbymacht der Medien in die Knie gegangen. Wir verzichten heute auf unsere Presseschau, um diesen Einschnitt in der Geschichte der freien Öffentlichkeit in… Continue Reading „123. Ein guter Tag für die Lobby“

122. Relevanz

Über den russischen Dichter Arseni Tarkowski gibt es Wikipediaartikel in 14 Sprachen. Deutsch ist leider nicht dabei. Wenn man den Namen beim Artikel über seinen Sohn, den Filmregisseur Andrej Tarkowski, anklickt, landet man auf einer Seite, die über die Löschung des Artikels informiert und… Continue Reading „122. Relevanz“

121. Arseni Tarkowski

Im Jahr 1962, in welchem der erste Film des 1932 geborenen Andrei Tarkowski („Iwans Kindheit“) auf die Leinwand kam, erschien auch der erste Lyrikband seines 55-jährigen Vaters. Bald darauf wurde er zum „alten Tarkowski“, einem Splitter der russischen Moderne, des „silbernen Zeitalters“. Er sagte… Continue Reading „121. Arseni Tarkowski“

120. Leistungsschutz

Netzpolitik.org berichtete am Dienstag, das geplante Leistungsschutzrecht für Presseverlage (LSR) werde am Mittwoch Thema im Bundeskabinett sein. Der Sozialdemokrat Jan Mönikes veröffentlichte Änderungen zum bisherigen Entwurf. iRights.info veröffentlicht nun die aktuelle Version im Volltext. Gegenüber den bekannten Formulierungen findet sich darin eine Erweiterung, wonach nicht nur gewerbliche Anbieter von… Continue Reading „120. Leistungsschutz“

119. Die erste Lesung

1963 fand im Wiener Café Hawelka die erste öffentliche literarische Lesung in Österreich statt: Elfriede Gerstl trug Gedichte vor, die sie unter dem Titel «Gesellschaftsspiele mit mir» gesammelt hatte. Die Jüdin, die, mit ihrer Mutter von Wohnung zu Wohnung fliehend, den Verfolgungen des Nationalsozialismus… Continue Reading „119. Die erste Lesung“

118. Celans Kölner Freunde

Der Dichter Paul Celan unterhielt Freundschaften, die man eigentlich nicht für möglich gehalten hätte: zu drei ehemaligen Wehrmachtssoldaten etwa. Ungefähr gleich alt wie er, der rumänische Jude, um die fünfundzwanzig, waren sie aus dem Krieg zurückgekommen und hatten, wie er, aus dem Nichts ein… Continue Reading „118. Celans Kölner Freunde“

117. Janz liest

Ich werde also im Hbf-Eingangsbereich auf der Rolltreppe lesen. Um gehört zu werden, werde ich ein kleines Kindermegaphon verwenden. Während der Lesung werde ich wohl mehrmals auf- und abfahren und hierzu einen minutiösen Text über das GEHEN lesen. Um sicher zu gehen, dass es… Continue Reading „117. Janz liest“