Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Phoebe Giannisi Aus: Phoebe Giannisi: Homerika. Gedichte. Übersetzt von Dirk Uwe Hansen. Leipzig: Reinecke & Voß, 2016, 36
Oskar Pastior (* 20. Oktober 1927 in Hermannstadt, Siebenbürgen; † 4. Oktober 2006 in Frankfurt am Main) Konsum, Komfort und Zeitvertreib – darauf beschränkt sich nun alles; sogenannte Bedürfnisse; zeitweilig, scheint es, geht die Physis fremd – sie ist nicht so; aber wer blickt… Continue Reading „Konsum, Komfort und Zeitvertreib“
Jan Erik Vold (* 18. Oktober 1939 in Oslo) Aus: Von Zimmer zu Zimmer. SAD & CRAZY. Aus dem Norwegischen von Walter Baumgartner (mit einem Nachwort von Peter Bichsel). Olten: Walter, 1968, S. 52
1953 oder 1954 bekam Brecht den ersten Gedichtband der jungen Dichterin Ingeborg Bachmann geschenkt. Er las mit Bleistift und machte daraus durch radikale Kürzung „eigene“, der lakonischen Art seines Spätwerks entsprechende Gedichte. Aus: Gerhard Wolf, Wortlaut Wortbruch Wortlust. Dialog mit Dichtung. Leipzig: Reclam, 1988, S.… Continue Reading „Brecht bearbeitet Bachmann“
Albrecht von Haller (auch Albert von Haller, Albert de Haller; * 16. Oktober 1708 in Bern; † 12. Dezember 1777 ebenda) Zwei Strophen über die Welt draußen, die Nichtschweiz: Versuchts, ihr Sterbliche, macht euren Zustand besser, Braucht, was die Kunst erfand und die Natur… Continue Reading „Aus Hallers Alpen“
Gerrit Engelke (* 21. Oktober 1890 in Hannover; † 13. Oktober 1918 bei Cambrai, Frankreich) An den Tod Mich aber schone, Tod, Mir dampft noch Jugend blutstromrot, – Noch hab ich nicht mein Werk erfüllt, Noch ist die Zukunft dunstverhüllt – Drum schone mich,… Continue Reading „Mich aber schone, Tod“
Heinrich Heine DAS NEUE ISRAELITISCHE HOSPITAL ZU HAMBURG. Ein Hospital für arme, kranke Juden, Für Menschenkinder, welche dreifach elend, Behaftet mit den bösen drei Gebresten, Mit Armuth, Körperschmerz und Judenthume! Das schlimmste von den dreien ist das letzte, Das tausendjährige Familienübel, Die aus dem… Continue Reading „Mit Armuth, Körperschmerz und Judenthume“
Marina Zwetajewa (* 8. Oktober 1892; † 31. August 1941) Летят они, – написанные наспех, Горячие от горечи и нег. Между любовью и любовью распят Мой миг, мой час, мой день, мой год, мой век. И слышу я, что где-то в мире – грозы,… Continue Reading „Zwischen der Liebe und der Liebe“
Wilhelm Müller (7. Oktober 1794 – 1. Oktober 1927) Die Krähe Eine Krähe war mit mir Aus der Stadt gezogen, Ist bis heute für und für Um mein Haupt geflogen. Krähe, wunderliches Tier, Willst mich nicht verlassen? Meinst wohl bald als Beute hier Meinen… Continue Reading „Wunderliches Tier“
Heinrich Heine Jehuda ben Halevy 2 »Bei den Wassern Babels saßen Wir und weinten, unsre Harfen Lehnten an den Trauerweiden«* – Kennst du noch das alte Lied? Kennst du noch die alte Weise, Die im Anfang so elegisch Greint und sumset, wie ein Kessel,… Continue Reading „Der kleine Talmudist, der ein großer Dichter wurde“
Heinrich Heine Jehuda ben Halevy 1 »Lechzend klebe mir die Zunge An dem Gaumen, und es welke Meine rechte Hand, vergäß ich Jemals dein, Jerusalem -«* Wort und Weise, unaufhörlich Schwirren sie mir heut im Kopfe, Und mir ist, als hört ich Stimmen, Psalmodierend,… Continue Reading „Als hört ich Stimmen, Psalmodierend, Männerstimmen“
Neueste Kommentare