Kategorie: Österreich

126. Neue Lyrik 1962-1965

Goethe schrieb eine Rezension der Sammlung „Des Knaben Wunderhorn“, in der er zu den über 200 Gedichten des Bandes „das unterhaltende Geschäft [übernahm], sie alle der Reihe nach, so wie es uns der Augenblick eingibt, zu charakterisieren“. Da heißt es „Lieblich konfus und deshalb Phantasie… Continue Reading „126. Neue Lyrik 1962-1965“

116. Notwendigkeit

Raoul Schrott im Interview mit der Frankfurter Rundschau über Poesie, den Versuch sich als Dichter über seine Arbeit klar zu werden und warum Metaphern keine Fehlinformationen sind, sondern eine sprachliche Notwendigkeit.

111. Keine Fehlleistung

Warum aber liest kaum noch jemand Gedichte? Sind sie, weil jeder Werbespruch mittlerweile Poesie und selbst das Wort „Viagra“ eine lyrische Äußerung ist, wie Schrott behauptete, überflüssig geworden? Scobel erklärte das Phänomen zweigleisig: Erstens sei die Sprache der Wissenschaft mächtiger, weil ökonomisch verwertbar. Zweitens… Continue Reading „111. Keine Fehlleistung“

110. Bachmanns Seifenoper

Die Werkgeschichte der Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (1926–1973) muss nicht neu geschrieben werden, weil die Österreicherin selbst dazu den vielleicht skurrilsten Beitrag schon geliefert hat: mit ihrer Serie der „Radiofamilie“ zu Beginn der 50er Jahre. Und diese wöchentlich gesendeten Familienstorys waren nichts anderes als triviale… Continue Reading „110. Bachmanns Seifenoper“

108. Neue Lyrik 1961

Goethe schrieb eine Rezension der Sammlung „Des Knaben Wunderhorn“, in der er zu den über 200 Gedichten des Bandes „das unterhaltende Geschäft [übernahm], sie alle der Reihe nach, so wie es uns der Augenblick eingibt, zu charakterisieren“. Da heißt es „Lieblich konfus und deshalb Phantasie… Continue Reading „108. Neue Lyrik 1961“

107. Jugendgefährdend

Ernst Reinhard Schöggl schreibt Krimis. Kürzlich erfuhr er, daß sein Krimi „Clamlinde“, in dem die beschriebene „Abbildung der barbusigen Clamlinde“, die Teil eines Wappens ist, das in Clam in der Burgkapelle hängt, schon das Schärfste an Erotik darstellen mag, „im Computernetz der Bundesverwaltung als jugendgefährdend… Continue Reading „107. Jugendgefährdend“

106. Czurdas poetisches Palimpsestieren

„dunkelziffer“ nennt Elfriede Czurda ihren neuen Gedichtband. Dem Unzählbaren auf der Spur, unternimmt sie hier die subversive Dekonstruktion der globalen Herrschaft der Zahlen. Ausgangspunkt sind Symbole der Zahlenmagie wie magische Quadrate, das goldene Dreieck oder das Pentagramm. … Elfriede Czurdas poetisches Palimpsestieren beginnt gleich… Continue Reading „106. Czurdas poetisches Palimpsestieren“

91. Mayröcker in Münster

Sie gilt als eine menschenscheue Zauberin der Worte, lebt in einer Wiener Altbauwohnung voller Zettel und ist neben Sarah Kirsch derzeit die bedeutendste Lyrikerin im deutschsprachigen Raum: Friederike Mayröcker, die eine ähnliche Aura umgibt wie Juliette Greco. Mayröcker stellt in Münster ihr großes Alterswerk… Continue Reading „91. Mayröcker in Münster“

76. Gereimt

„Diese Aussage war mehr als nur ein sexistischer Ausrutscher. Sie zeigt, dass manche eine mutmaßliche Vergewaltigung scheinbar als Kavaliersdelikt sehen.“ Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) findet den Sager des ÖVP-Abgeordneten Wolfgang Großruck „unfassbar“. Der Mandatar aus Oberösterreich, der seine Parlamentsreden stets mit einem Reim beendet,… Continue Reading „76. Gereimt“

61. Flussi Diversi

Die Arbeitsgemeinschaft Alpen-Adria lädt zum vierten Dichter-Symposium nach Caorle bei Venedig. Schirmherr der diesjährigen Veranstaltung ist der ungarische Dichter Géza Szöcs. Flussi Diversi – Poesie in alpen-adriatischer Vielfalt 27-29 Mai 2011 http://flussidiversi.jimdo.com/ Liste der teilnehmenden Dichter: Antonio Cassuti (Italia) Augusto Debernardi (Italia) Conny Stockhausen… Continue Reading „61. Flussi Diversi“

59. Sehbuch

Eva Dranaz denkt an pädagogisches Potenzial: „Wenn das Partypublikum sich über die Visualisierung mit Literatur auseinanderzusetzen beginnt, erschließt das vielleicht neue Leserkreise.“ Da in weiterer Folge angedacht ist, die visualisierten Texte als DVDs auf den Markt zu bringen, steht auch die Nutzung als „Seh-Buch“… Continue Reading „59. Sehbuch“

53. Ostap Slyvynsky in Wien

Wien. Am 17. Mai um 19 Uhr 30 liest der Writer-in-Residence des quartier21 Ostap Slyvynsky im Raum D / quartier21. Der ukrainische Autor und Übersetzer schreibt Lyrik und Essays und ist Co-Herausgeber der polnisch-deutsch-ukrainischen Literaturzeitschrift „RADAR“. Ostap Slyvynsky wurde 2009 mit dem Hubert-Burda-Preis für junge Lyrik ausgezeichnet. Zuletzt erschien… Continue Reading „53. Ostap Slyvynsky in Wien“

51. Anspruch

Auf die Frage, was Literatur- und Kunstkritik derzeit unterscheide, hat die österreichische Schriftstellerin Marlene Streeruwitz unlängst geantwortet: ‚Die Kunstkritik ist anspruchsvoller als die Literaturkritik‘. Da trifft es sich doch bestens, dass Michel Houellebecq in seinem jüngsten, Goncourt-Preis-gekrönten Roman ‚Karte und Gebiet‘ eine fiktive Kunstkritikerin… Continue Reading „51. Anspruch“

27. Texte, die an Gedichte erinnern

So konsequent „Ja, Panik“ die Titel englisch benennen, so konsequent vermischen sie deutsche und englische Texte in den Songs. Darauf hielt einst ihr Wiener Landsmann Falco das Patent. Mit dem sie schon deswegen gern verglichen werden. Oder mit Bob Dylan im Hinblick auf die… Continue Reading „27. Texte, die an Gedichte erinnern“

7. Oder bleibt nichts?

Erich Fried war einer, der mit seinen Texten ständig unterwegs war, der sich engagierte und diskutierte, der unbedingt wollte, daß die Welt nicht so bleibt, wie sie ist. Sondern wärmer wird, bewohnbarer. In diesem Begehr folgen ihm noch heute viele Junge und Alte, lesen… Continue Reading „7. Oder bleibt nichts?“