Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Kurz vor Kriegsende, im Mai 1945, herrschten in Schleswig-Holstein unbeschreibliche Zustände; das kleine Land war überfüllt mit Soldaten und Flüchtlingen. Bei Wilhelm Lehmann in Eckernförde war eine schwangere Frau aus Ostpreußen untergebracht. Als es so weit war, sei er ins Nachbardorf geeilt, um die… Continue Reading „135. Grüne Pastorale“
Fortsetzungsessay von Theo Breuer 11 Endpunkt · Letzte Gedichte / Lebende Tote Das Wiedersehen Von fern gleicht er noch einem, den man kannte, das weiße Haar, wie Kohle, die verbrannte, wie Asche, noch warm von erloschenen Feuern, was nützt es, einem Toten zu beteuern,… Continue Reading „133. Lyrikstationen 2009 (11)“
„Ich fand das gleich ’ne Superidee, dass sich die Akademie der Künste mal aus ihren zwei elitären Tempeln rausbewegt,“ sagt Ulrich Matthes. … Das Projekt, das Staeck 2006 ins Leben rief, heißt „Kunstwelten“. Eine gute Sache: Stipendiaten und Mitglieder der Institution reisen in ländliche,… Continue Reading „132. (Früher ostdeutsche) Kunstwelten“
Fortsetzungsessay von Theo Breuer 10 Nicht traurig sein, das wird ein Fest Sandra Trojan und ihr Debütband Um uns arm zu machen Das Gedicht ist vor Ort. Es vermisst die Welt und zeigt, wie maßlos und unermesslich sie ist. Das Gedicht ist überall, im… Continue Reading „131. Lyrikstationen 2009 (10)“
Die Gefeierte selbst, ernst wie immer, trug aus hintergründigen Textcollagen vor und erinnerte daran, dass an diesem Tag vor zwanzig Jahren 1700 Menschen bei einem Aufstand in der rumänischen Stadt Temeswar getötet wurden. „Für diese Toten“ las sie, den Tränen nah, ein Gedicht auf… Continue Reading „130. Fest für Herta Müller“
Johannes Schenk, rundes Gesicht, verträumte Augen und meist ein Lächeln um die Lippen, war einer von ihnen und dann auch wieder nicht, denn seine Welt war die der Seefahrer. „Die Schiffe, das Meer und die Häfen am Rande haben mir die Bilder geschenkt, die… Continue Reading „129. In Schenks Berlin“
Den etwas düsteren, schmalen Eingang zum Buchladen könnte man glatt übersehen, und drinnen kommt man aus dem Staunen nicht heraus – ausgerechnet hier zwischen Körperskulpturen und Jongleuren, Taschenspielern und abgewrackten Gurus, hier auf der all-American Meile aus Rummelplatz und Laufsteg, Sportplatz, Strandpromenade und Eitelkeitskirmes:… Continue Reading „128. Dum derra dum!“
Man kennt ihn als Kult-Regisseur der schrägen Komödie „Wer früher stirbt, ist länger tot“, der Kassen-Knüller von 2006. Doch die Kunst des Kabaretts ist ihm auch vertraut: Seit seiner Jugend verfasst Marcus H. Rosenmüller Gedichte und Lieder Ähnlich multitalentiert als Musiker, Kabarettist und Schauspieler… Continue Reading „125. Lyrik ist schwyrig“
Nacht, Somnambule, Irre, Krieg, Hora mortis, Morgue – bereits einige Titelstichworte von Georg Heyms Nachlassgedichten lassen ahnen, worum es in der Sammlung „Umbra vitae“ geht: um „Schatten des Lebens“, erhascht in wüsten „Nebelstädten“ und im „Mauergestrüpp“ trister Hinterhöfe, auf Trümmerfeldern und Grabstätten, an dunklen… Continue Reading „123. Umbra vitae“
Fortsetzungsessay von Theo Breuer 9 das Denken völlig unter den Begriffen zu ersticken – In der Zwischenzeit, mein lieber Sohn, Geht der Gesang zu Ende In A. J. Weigonis Novelle Vignetten (poetenladen.de/theo-breuer-weigoni.htm) lese ich: In der Antike kamen am mittelländischen Meer Menschen aus verschiedenen… Continue Reading „122. Lyrikstationen 2009 (9)“
Mein Gegengift in festen Reimen (vgl. #120) stammt von Katharina Stooß, geboren nach 1945, genauer 1982 in Bad Mergentheim, lebt in Leipzig und München: Die Ballade von Johnny Becher Johnny Becher! „Wer ist Johnny Becher?“ „Johnny Becher war unser Namenspatron, von 59 bis zur… Continue Reading „121. Johnny Becher“
Warum sieht das Wasser manchmal blau oder grün aus, obwohl es doch eigentlich farblos ist? Eine Frage, die manch ein Erwachsener nicht beantworten kann. Doch wer wöchentlich in der Kinderakademie der Künstlerin Agelika Janz vorbeischaut, der kann diese Frage beantworten. In die Kinderakademie kommen… Continue Reading „119. Nahsehen in Vorpommern“
Gesucht wird ein Assistent des Projektleiters, der ihm zuarbeitet bei: Korrespondenz mit Partnern und Autoren, Datenbearbeitung, bürotechnische Arbeiten und ggf. Veranstaltungsdurchführung Ihr Profil Organisationsfähigkeit, Fremdsprachenkenntnisse, sehr guter Umgang mit der deutschen Sprache, Interesse an Lyrik, Kenntnisse der Microsoft_office-Programme (Excel, Word etc.) Wir bieten Mitarbeit … Continue Reading „118. Praktikum bei www.lyrikline.org“
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