Kategorie: Deutschland

40. Rückblende März 2001: Zwischen Wunderland und Widerstand

Die isländische Schriftstellerin Steinunn Sigurdardottir erklärt Deutschland zum  „Wunderland für Lyrik“: „das einzige Land, wo Lyrik verkaufbar ist“. Michael Braun schreibt über die „dunkleren Traditionen des Leonce-und-Lena-Wettbewerbs“, dazu gehöre „die Ignoranz der Vorjurys, die mit blamabler Beharrlichkeit die interessanten jungen Dichter dieser Jahre einfach… Continue Reading „40. Rückblende März 2001: Zwischen Wunderland und Widerstand“

39. Lyrikdebüts 2010

Donnerstag, 10. Februar · 20:00 – 23:00 Literaturwerkstatt Berlin Knaackstr. 97 Mit: Roman Graf (Berlin), Martina Hefter (Leipzig), Nadja Küchenmeister (Berlin) Moderation: Michael Braun (Literaturkritiker, Heidelberg)   Etwa fünfzehn Lyrik-Debüts erschienen im vergangenen Jahr im deutschsprachigen Raum, ein verschwindend geringer Anteil im Vergleich zu… Continue Reading „39. Lyrikdebüts 2010“

37. Ein Schuss, ein Schrei – Das Meiste von Karl May

„Den Westen malte er banal, den Osten bestenfalls trivial. Wovon er schrieb, das sah er nie, alles bloße Phantasie.“ … Roger Willemsen, bekannter Fernsehschaffender und Berufsintelektueller, trug im Rahmen eines Lesekonzerts, das er gemeinsam mit den Pianistinnen Anna und Ines Walachowski gestaltete, aus seinem Gedichtband… Continue Reading „37. Ein Schuss, ein Schrei – Das Meiste von Karl May“

34. Rückblende Februar 2001

L&Poe berichtete im Februar 2001 über die Verleihung des Friedrich-Hölderlin-Preises an Dieter Wellershoff und des Preises für Europäischer Lyrik der Stadt Münster an Hugo Claus. Der spanische Dichter Jose Garcia Nieto, Träger des Cervantes-Literaturpreises, starb im Alter von 87 Jahren. Die „Zeit“ wird wieder kritisiert, aber es… Continue Reading „34. Rückblende Februar 2001“

32. Badder

In Jamaika hatte er das gefunden, was ihn begeisterte: Geschichten von großen und kleinen Gaunern – und er mittendrin. Seinen humorvollen Blick auf diese Welt hat er bis zum Schluss behalten. „In der Bar da unten war vor einiger Zeit der Superintendent dieses Bezirks… Continue Reading „32. Badder“

31. Rückblende Januar 2001

Am 1. Januar 2001, vor 10 Jahren, gab es die ersten regelmäßigen Nachrichten der Lyrikzeitung. Ich starte heute eine Reihe Rückblende. In der wird es die nächsten 120 Tage je eine von mir ausgewählte Nachricht aus jedem Monat L&Poe von 2001 bis 2010 geben.… Continue Reading „31. Rückblende Januar 2001“

28. Sprachverrückt

Nach der Etablierung der „Roughbooks“-Reihe waren zwar sofort die Unkenrufer zur Stelle, die das neue Konzept für nicht überlebensfähig hielten und eine sektiererische Einkapselung der Lyrik-Community in einer winzigen Internet-Nische befürchteten. Aber der Untergang fand nicht statt, im Gegenteil. Nach den ersten zwölf „Roughbooks“… Continue Reading „28. Sprachverrückt“

27. SergeD.

SergeD. ist der Internetname des Landshuter Theaterwissenschaftlers und Germanisten Dr. Andreas Eglseder, den er als Verfassername beibehält. … Die mit Abstand meistverwendete Gedichtform in den „Weggabelungen“ ist das Sonett. Reim und Rhythmus, Musikalität der Verse attestieren SergeD. romantisch-naive Uncoolness – oder den bayrischen Dickschädel,… Continue Reading „27. SergeD.“

25. Schwingung

Assoziation, dies hätte ich dem Radioautor gerne zugeflüstert, folgt anderen Gesetzen als die Erzählkausalität des Films – und sei sie, wie es manchmal überrascht, tatsächlich polykausal. Eine mehrstimmige Komposition achtet auch auf das, was an den Grenzen des unmittelbar Hörbaren geschieht. Ober-, Unter- und… Continue Reading „25. Schwingung“

22. lübische liebelei

Der Debütband von Edith Ottschofski, die bisher in verschiedenen Zeitschriften und in der Tagespresse Beiträge veröffentlicht hat, ist in Hermannstadt gedruckt worden. Die gebürtige Temeswarerin ist den Lesern der Siebenbürgischen Zeitung vor allem durch ihre Besprechungen bekannt. Im Nachwort nennt Matthias Biskupek sie „die… Continue Reading „22. lübische liebelei“

21. Auftritt. Zugleich etwas über Geographie.

Günter Saalmann (Chemnitz) & Angelika Janz (Essen)* treten in Tampere und Helsinki auf, lese ich. Wir werden ein Auge drauf halten. *) Es könnte auch heißen: Günter Saalmann (Waldbröl) & Angelika Janz (Aschersleben). Oder: Die westdeutschen (wahlweise: ostdeutschen) Künstler Saalmann und Janz. Kennenlernen konnte ich… Continue Reading „21. Auftritt. Zugleich etwas über Geographie.“

20. Ernesto Cardenal liest

Wuppertal. Am Dienstag, 15. März, kommt der aus Nicaragua stammende Dichter Ernesto Cardenal  in die Immanuelskirche an der Sternstraße 73. Der 86-Jährige trägt ab 20 Uhr Lieder und Gedichte über Liebe, Revolution, Gott und die Welt vor. Der Wuppertaler Schriftsteller Hermann Schulz, ein Freund Cardenals, trägt… Continue Reading „20. Ernesto Cardenal liest“

19. Scheherezade in Anhalt

Wahid Nader, 1955 im syrischen Bmanneh geboren und seit Mitte der achtziger Jahre in Magdeburg beheimatet, zieht aus dem Umstand seiner Diaspora reizvolle Bilder, gewissermaßen vermischen sich auf einer steten Reise zwischen Orient und Okzident die Bezüge. Leipzig wird so zur Schwesterstadt von Damaskus,… Continue Reading „19. Scheherezade in Anhalt“

17. Heinz Kahlau wird 80

Als Versemacher bezeichnete sich Heinz Kahlau einmal selbst und in seinem Gedicht „Bitte um Nachsicht“ heißt es: „Ich kann nur ganz einfache Sachen sagen“. Eitelkeit liegt Heinz Kahlau, einem der meist gelesenen deutschen Dichter, fern. An diesem Sonntag feiert Kahlau, der heute auf Usedom… Continue Reading „17. Heinz Kahlau wird 80“

16. Poetische Schöpfungsseligkeit

Man mache die Probe beim Gedicht auf eine Schnecke: ‚die schnecke betrachten, während sie uns/ kaum wahrnehmen kann, zu eilige schemen/ jenseits der bühne, flüchtiges am rande/ eines anderen größeren dramas,/ und das heißt: schnecke.‘ Und als wolle Wagner zeigen, dass er alles kann,… Continue Reading „16. Poetische Schöpfungsseligkeit“