Kategorie: Deutschland

64. „Verstreiben, Schienenfrost & Wortgestöber“

Zeit: Freitag, 18. Februar 2011, 20:00 – 23:00 Ort: Periplaneta Berlin, Bornholmer Str.81a, 10439 Berlin Kontakt: hq@periplaneta.com Eintritt:  frei, um Spenden für die Künstler wird gebeten. Autoren: Ruth Johanna Benrath, Birgit Kreipe, Lutz Steinbrück Musik: Michael Groneberg (Trompete), Florian Schurz (Gitarre) Die Berliner LiteratInnen Birgit… Continue Reading „64. „Verstreiben, Schienenfrost & Wortgestöber““

62. diese holden linien. – quer durch

Philipp Günzel     „Aber des Äthers Lieblinge, sie, die glücklichen Vögel.“ – Friedrich Hölderlin –   diese holden linien. – quer durch tag-clouds die witterung aufnehmen: pilotspur hölderlin setzt an zum kamikaze. ist das schon die flatrate zur avantgarde oder falsch verbunden /… Continue Reading „62. diese holden linien. – quer durch“

61. Von Göttern mit Eigenschaften

oder Fantasien eines Säkularen der Macht Collagen zur Poesie, surreal Von Rainer Wieczorek (Künstler/Soziologe/DADAsoph) http://www.rainerwieczorek.de Hier wurde abgeschrieben, wissenschaftlich zitiert, collagiert, Fantasiegerichtet kombiniert. Freisprung. Übersprung. Wegsprung. Das Urheberrecht singt wie eine Drossel ihre Hymne, erdrosselt die Meinungsfreiheit der Nachgeburt, den Möglichkeitsraum der Kinder der… Continue Reading „61. Von Göttern mit Eigenschaften“

60. Rosenpflückerin

Göttingen ehrt Lou Andreas-Salomé (1861-1937) zum 150. Geburtstag mit mehreren Veranstaltungen. Unter anderem trägt der Göttinger Kammerchor vertonte Gedichte Andreas-Salomés vor. Gibt es eine weibliche Entsprechung zum Goetheschen Teufelskerl? Immerhin stand sie Nietzsche, Freud und Rilke „nahe“. Rilke hat wohl manche Gedichte, die er… Continue Reading „60. Rosenpflückerin“

59. Rückblende Juni 2001: Nicht jeder mag Berlin

Machmud Darwisch lebt noch und ist einer der letzten Dichter, die selber ein Mythos sind, einer wie Lorca, wie Majakowski, wie Neruda oder Nazim Hikmet. Agnes Miegel ist eine Nazisse: 1940 erhielt sie den »Goethepreis der Stadt Frankfurt«. Frau Miegel bedankte sich artig, wurde… Continue Reading „59. Rückblende Juni 2001: Nicht jeder mag Berlin“

58. Kermani liest Brinkmann

Seine Erfahrungen als Stipendiat der Römer Villa Massimo hatte Rolf Dieter Brinkmann in dem Buch «Rom, Blicke» festgehalten. 2008 war auch der Schriftsteller Navid Kermani Gast der Villa Massimo, wo er Brinkmanns Aufzeichnungen las und darin dem 1975 verstorbenen Autor noch einmal begegnete. Am… Continue Reading „58. Kermani liest Brinkmann“

57. Schleef-Hommage

Mit „abfahrt sangerhausen – als“ ist ein Gedicht enthalten, das Einar Schleef zugeeignet ist. Eine schöne Würdigung des Dichters und Theatermannes, der vor genau zehn Jahren in Berlin starb. Diesem Text kommt man noch näher, wenn man sich in der frühen Biografie des 1944… Continue Reading „57. Schleef-Hommage“

56. Skeptische Zuversicht

In die Freude über den großen Teilsieg der ägyptischen Jugend kommt ein Mißton, wenn man die gequälten Gesichter von Merkel und Westerwelle sieht, die ihre Solidarität und Freude, wie man sagt, zum Ausdruck bringen. (Ihr Körper spricht anders als ihre Worte.) Mir fällt eine… Continue Reading „56. Skeptische Zuversicht“

55. Loerkes Kunst der Selbstbehauptung

Von diesem Dichter kann man die Kunst der Selbstbehauptung lernen. Oskar Loerke (1884 – 1941), der lyrische Solitär aus Westpreußen, hat den ästhetischen wie politischen Ernstfall erlebt, als der nationalsozialistische Machtstaat nach dem Januar 1933 alle Institutionen des freien Denkens zerschlagen wollte. Seine Biografie… Continue Reading „55. Loerkes Kunst der Selbstbehauptung“

54. Rückblende Mai 2001: Poesie-Polizei!

Im Mai 2001 starb  Johannes Poethen. Viele schreiben zum 100. Geburtstag von Rose Ausländer und zum 70. von Manfred Peter Hein. (Dieses Jahr haben wir also den 80.!) Eine „Renaissance der Deutschschweizer Lyrik“ beobachtet Reto Sorg in der NZZ in der Gestalt von Christian… Continue Reading „54. Rückblende Mai 2001: Poesie-Polizei!“

53. Einsatzkommando Hölderlin

Über den Umgang der (bürgerlichen) Gesellschaft mit der Kultur spottete Goethe in den frühen Weimarer Jahren: „So verstecken sie zum Exempel / einen Schweinestall hinter einem Tempel“. Wobei ein Großteil seiner Erfahrungen aus Frankfurt stammte. Dort verfährt man noch heute so. Eine dortige „Zeitung… Continue Reading „53. Einsatzkommando Hölderlin“

52. 12. NAHBELL-Preis 2011: Hadayatullah Hübsch

Als erster NICHT-MEHR-LEBENDER dichter erhält Hadayatullah Hübsch den 12.nahbellpreis 2011 „für lebenslängliche unbestechlichkeit und zeitgeistresistenz“, auf den er sich bereits seit letztem sommer gefreut hatte, als wir uns letztmals sahen, während seiner berliner lesetour… Mitte der 90er erlangte der 68er-Veteran der UNDERGROUND-LITERATUR-SZENE Hadayatullah Hübsch… Continue Reading „52. 12. NAHBELL-Preis 2011: Hadayatullah Hübsch“

51. Poesie der ägyptischen Revolution

Die ägyptische Revolution spricht in Versen. Die Massen auf dem Tahrirplatz in Kairo skandieren Reimpaare: „Yâ Mubârak! Yâ Mubârak! Is-Sa‘ûdiyya fi-ntizârak!,“ („Mubarak, O Mabarak, Saudi Arabien wartet!“) „Shurtat Masr, yâ shurtat Masr, intû ba’aytû kilâb al-’asr“ („Ägyptens Polizei, Ägyptens Polizei, Ihr seid nur noch… Continue Reading „51. Poesie der ägyptischen Revolution“

50. Slam-Meister

Julian Heun, erfolgreicher Poetry-Slammer, gilt als großes Talent im Umgang mit der deutschen Sprache. Der 21-Jährige Dichter sprach in Falkensee mit Christopher Lesko über die junge Szene des Poetry–Slam und Reiz und Risiken der “Wundertüte Medien“. Der Konsum mancher Comedy-Formate im TV, so Heun,… Continue Reading „50. Slam-Meister“

49. Die besten Bücher (außer Lyrik) des Frühjahrs 2011

Eine Ausnahme gibt es aber doch. Unter den 15 Nominierungen für den Preis der Leipziger Buchmesse hat es ein Gedichtbuch auf dem Schleichweg über „Übersetzung“ auf die Liste gebracht. Ich weiß nicht, ob er Chancen hat gegen die Erzähl- und Sachbücher – meine Sympathie hat… Continue Reading „49. Die besten Bücher (außer Lyrik) des Frühjahrs 2011“