Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Goethe schrieb eine Rezension der Sammlung „Des Knaben Wunderhorn“, in der er zu den über 200 Gedichten des Bandes „das unterhaltende Geschäft [übernahm], sie alle der Reihe nach, so wie es uns der Augenblick eingibt, zu charakterisieren“. Da heißt es „Lieblich konfus und deshalb Phantasie… Continue Reading „108. Neue Lyrik 1961“
Nicks Gedichte erschienen in mehr als 200 Anthologien im In- und Ausland. Anfangs prägten die Themen Vertreibung und Flucht ihre Werke, wie etwa ihren ersten Gedichtband „Märtyrer“ (1947). In weiteren Gedichtbänden wie „Das Buch Holofernes“ (1955), „In den Ellipsen des Mondes“ (1959) oder „Zeugnis… Continue Reading „104. Dagmar Nick 85“
Wie bereits angekündigt, veröffentliche ich hier ausgewählte Einträge meines Lyrikwiki Labor mit dem Ziel, durch Diskussion Anregungen und Verbesserungsvorschläge zu erlangen (und wenn möglich Mitstreiter zu gewinnen). Wer sich nicht für Philologie und solche Dinge interessiert, heiße er Tim oder Tom, könnte ebensogut zur… Continue Reading „103. Elegie (Opitz)“
Auch Michael Braun ist begeistert. Im Heft 101 der „Literaturen“ beschließt er seine Besprechung mit dem Ausruf: „Solange solche Gedichte geschrieben werden, braucht man die Frage nach dem blutleeren Ästhetizismus in der Lyrik nicht mehr zu stellen.“ Er gibt jedem behandelten Autor eine Berufsbezeichnung… Continue Reading „100. Kein Ästhetizismus“
Oh, je. Eigentlich wollte der Dichter Thomas Kunst keine Sonette mehr schreiben. Doch als Instrument der „Ermüdung, Polemik und Ernüchterung“ konnte er nicht von ihnen lassen. Zum Glück für uns Leser, sein neuer Band „Legende vom Abholen“ (Edition Rugerup) besitzt Suchtpotenzial. „Diskurse nur von… Continue Reading „99. Lyrikboomjahr 2011“
Vor 125 Jahren wurde Max Herrmann-Neiße geboren. Klaus Bellin schreibt im ND: Gleich zwei Verlage haben den Vergessenen nach Kriegsende mit ausgewählten Gedichten wieder ins Bewusstsein deutscher Leser geholt. 1946 erschien bei Oprecht, begleitet vom Aufsatz Stefan Zweigs, die Sammlung »Erinnerung und Exil« und… Continue Reading „96. Aufruf zur Subskription“
Bei der Deutschen Welle ein Gespräch mit Klaus Reichert, Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, über F.C. Delius: Deutsche Welle: Herr Reichert, warum ist Delius für Sie der ideale Büchner-Preisträger 2011? Klaus Reichert: Wir werden jetzt mit dem Büchnerpreis sechzig Jahre alt.… Continue Reading „93. Idealer Preisträger“
Die drei Werke, die am gestrigen Abend im Berliner Konzerthaus ein spannendes und wunderbar balanciertes Programm formten, stellen drei verschiedene Reflexe auf Dichtungen dar. Anton Weberns ‚Im Sommerwind‘ leiht Titel und Stimmung von einem Naturgedicht Bruno Willes, Peter Ruzickas ‚…Inseln, randlos…‘ schließt in sich… Continue Reading „90. Musik auf Dichtungen“
Zwei Auszüge aus einer „Hörbuch“-Kritik, zwei Themen: 1. … ziemlich an der Zielgruppe vorbeigeschossen – nicht zuletzt, weil auch Gotthard Erler nicht darauf verzichtet, eines der windschiefsten deutschen Gedichte vortragen zu lassen, das seit Generationen reimerisch übers Knie gebrochen nur beweist: Lyrik ist anscheinend… Continue Reading „89. Pralinenverfütterung“
Es gibt Werke, die erweisen sich als schlauer als ihre Schöpfer. Für den Mahler-Verächter Hanns Eisler trifft dies jedenfalls zu, polemisierte der marxistische Musiker doch heftig gegen die angebliche bourgeoise Dekadenz seines Kollegen: In einem Aufsatz von 1935 denunzierte er dessen Werke als „unechte,… Continue Reading „85. Von der Erde“
schreibt die Wiener Zeitung. Ich picke mal Aussagen über Gedichte heraus: Die 1973 in Dalmatien geborene Marica Bodrozic beispielsweise legt mit „Quittenstunden“ ( Otto Müller Verlag, Salzburg 2011 ) ihren dritten Gedichtband vor und frönt dort der eher ungewöhnlichen Form des Langgedichts. Assoziativ erinnernd, erzählt sie darin von der eigenen… Continue Reading „84. Über „Fräuleinwunder““
Im kompakter Weise gebündelt, erhält man einen kompetenten Überblick deutschsprachiger Dichtkunst von den Anfängen bis zur Gegenwart. Verdienstvoll ist auch die Entscheidung des dtv-Verlags, diese wunderbare Fundgrube zu einem Preis zugänglich zu machen, der in keiner Relation zu Qualität wie Quantität dieser Anthologie steht.… Continue Reading „82. Wunderbare Fundgrube“
Lyrik war und ist kein Massenprodukt. Wird auch keines mehr werden. Insofern war die Entscheidung, die Lesung drei junger Dichterinnen in das Beltz-Zimmer des Literaturhauses zu verlegen, kein Risiko – dort herrschte eine Art von Salon-Atmosphäre. Nora Bossong und Judith Zander, die eine in… Continue Reading „79. Eher Beatles als Stones“
Von Bertram Reinecke Der folgende Text entstand im Zusammenhang mit meiner Auseinandersetzung mit den vergangenen beiden Jahrbüchern der Lyrik. Da ich hoffte, dass das neue Jahrbuch zu der hitzig geführten Debatte, die sich besonders an Ulf Stolterfohts Satz „Das Verstehen in der Lyrik hat… Continue Reading „78. Verstehen noch einmal“
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