Kategorie: Deutschland

Und weiter

geht die Debatte. Jemand, der sich (vorsichtshalber?) einen „Gebildeten unter den Lyrik-Verächtern“ nennt, möchte seins auch beitragen: Obwohl alle das Wort haben, tun einige so, als hätten sie extra Einsichten: Fragen eines Gebildeten unter den Lyrik-Verächtern. 08.04.2016 Von Carl Reiner Holdt Fixpoetry Die bisherige Debatte

Ein Unerwünschter

Als Schriftsteller mit seiner besonderen Erscheinung eine der meistfotografierten Figuren Berlins und durch die Porträts seines Malerfreundes Georg Grosz fast eine Ikone des Künstlerbetriebs geworden, streunte [Max] Herrmann-Neiße mit seiner Frau fast jeden Tag und vor allem jede Nacht durch die Ateliers, Theater, Kabaretts,… Continue Reading „Ein Unerwünschter“

SWR2-Bestenliste April

Renommierte Literaturkritiker und -kritikerinnen nennen monatlich in freier Auswahl vier Neuerscheinungen und geben ihnen Punkte (15,10,6,3). Auf Platz 5 im April ein Gedichtband: Hendrik Rost: Das Liebesleben der Stimmen. Wallstein Verlag, 96 Seiten Preis: 18,90 Euro Bestellnummer: ISBN: 978-3-8353-1777-2 Extras: Mittelschwere Lektüre Hendrik Rost gelingt… Continue Reading „SWR2-Bestenliste April“

Die Cyberpunk-Operettenhaftigkeit des ganzen

Man spürt, dass Hefter sich wohl vor allen Dingen selbst keine Sekunde langweilen wollte. Dieser entspannte Grundgestus ermöglicht der Autorin zweierlei: Erstens Reime – und damit Materialverkettungen – herzustellen, die in ihrer rhythmischen Schludrigkeit und zur Schau getragenen Schlichtheit in anderen Kontexten höchstens peinlich… Continue Reading „Die Cyberpunk-Operettenhaftigkeit des ganzen“

Fulminanz und Schludrigkeit

Aus einer Rezension von Timo Brandt, Fixpoetry Was mich wirklich begeistert hat an „Verbannt!“ ist zweierlei: Zum einen schlicht das Repertoire an Sprache, das einfach beeindruckend ist (womit nicht nur ein hoher Anteil an intelligenten abstrakten Begrifflichkeiten gemeint ist, sondern auch ein hohes Maß… Continue Reading „Fulminanz und Schludrigkeit“

Hauptstadt-Literatur

Die Berliner haben einen „Rat für die Künste“ gewählt. Über ihn heißt es: Der Rat für die Künste vertritt als gewähltes unabhängiges Gremium die Berliner Kultur. Die Mitglieder des Rates sind vierundzwanzig Persönlichkeiten, zu denen sowohl Kulturschaffende bekannter Berliner Kulturinstitutionen als auch freischaffende Künstler_innen… Continue Reading „Hauptstadt-Literatur“

Wesentlich

Zeitungsmeldung aufs Wesentliche reduziert: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich von einem Gedicht des ZDF-Moderators Jan Böhmermann über den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan distanziert. Bleibt höchstens noch hinzuzufügen, daß dies in einem Telefonat mit dem türkischen Regierungschef geschah. Buchenswert: Zwei Regierungen sprechen über Gedichte.… Continue Reading „Wesentlich“

Der Diskurs geht weiter (1)

schreibt Kristian Kühn von den Signaturen: Lyrik und Kritik Und zwar mit dem ersten Germanisten (& Lyriker), der sich einschaltet: Wolfram Malte Fues: „Objektive Kriterien“? Ein Beitrag zu den Debatten über Literaturkritik http://signaturen-magazin.de/wolfram-malte-fues—objektive… Wie die Zahl (1) schon andeutete, ging es über Nacht weiter… Continue Reading „Der Diskurs geht weiter (1)“

Huchel-Preis für Barbara Köhler

Der Gedichtband sei eine Liebeserklärung an die türkische Stadt am Bosporus, würdigte die Jury das Werk. Köhler schaffe es, „ein raffiniertes Netz von Sprachbildern und Bildsprache“ zu bilden und daraus „einen fliegenden lyrischen Teppich, der ganz selbstverständlich im Alltag auch die Wucht des Politischen… Continue Reading „Huchel-Preis für Barbara Köhler“

Lyrikpreis Meran

Am 7. Mai 2016 wird der Lyrikpreis Meran zum 13. Mal vergeben. Die neu ernannte Jury hat neun Finalistinnen und Finalisten nominiert, zugelassen waren 178 Autorinnen und Autoren. Für die Endrunde des Wettbewerbs eingeladen sind demnach Konstantin Ames (1979), Helwig Brunner ( 1976), Carolin… Continue Reading „Lyrikpreis Meran“

Herburgers Antipoesie

Der 1932 im Allgäu geborene Herburger gehört einer Generation an, die noch das aktive Erleben des Zweiten Weltkrieges und der Nachkriegszeit in ihrem Werk verarbeitet haben. In seinen Gedichten hält er diese Zeit lebendig, nicht als biederer Mahner, sondern als Wort- und Gedankenjongleur. So… Continue Reading „Herburgers Antipoesie“

Großes Lob

Seit einem Jahr sind die Sender und die – um das Wort komm ich jetzt nicht herum – Gazzetten voll des Lyriklobs. „Lyrik erlebt derzeit ein Hoch“ (Börsenblatt 3.6.15); „Lyrik steht derzeit hoch im Kurs beim Publikum“ (NZZ 29.7.15); „Heute ist Lyrik en vogue… Continue Reading „Großes Lob“

Je weniger U, desto weniger ♀

(Ists auch nicht Lyrik, hat es doch Methode.) Im vergangenen Jahr wurden 43 Prozent der Originalveröffentlichungen in der Sparte Hardcover-Belletristik von Frauen verfasst. Je weniger U, desto weniger ♀. Während Frauen bei historischen Romanen und Krimis gut vertreten sind, bringen die renommierten Verlage im… Continue Reading „Je weniger U, desto weniger ♀“

Graffitimuseum

Ein Kunsthistoriker und eine Linguistin wollen in Deutschland die größte Graffiti-Datenbank der Welt aufbauen. Sie erhoffen sich Erkenntnisse über die urbane Sprachlandschaft. (…) Ein Trend im Fach ist die Erforschung von „linguistic landscapes“, von Sprachlandschaften im öffentlichen Raum. Dieser Raum hat sich auch aus… Continue Reading „Graffitimuseum“

Poetopie

ohne jeden Halt rutschen die Tage an den langen Fahnen des Monatskalenders herunter Hansjürgen Bulkowski