Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Von der Romantik als Liebeslyrik wieder- und als Erlebnislyrik neu entdeckt, sind Shakespeares 154 Sonette vielleicht immer noch weniger bekannt als seine Dramen, aber deswegen nicht weniger häufig übersetzt. Unter den zahlreichen in den letzten Jahren erschienenen Publikationen zu Shakespeare finden sich auch neue… Continue Reading „Shakespeare-Sonette“
Man möchte dieser Leserschaft raten, sich in den beiden Bänden frei zu bewegen: Warum nicht bei Rilke anfangen, zu Louise Labé zurück- und weiter zu Ronsard gehen, im deutschen Barock blättern und sich zum deutschen 20. Jahrhundert ein wenig selektiver verhalten als Kemp, umso… Continue Reading „Sonett – Rilke und zurück“
Ansonsten finde ich in ihrer 29. Lyrikpost die Übersetzungen von Malkowski ziemlich gräßlich, wenn ich ehrlich bin. Dieser Furor in der semantischen Genauigkeit zuungunsten des „Restes“ ist mir befremdlich. Das mag für den A-Kurs Mittelhochdeutsch eine gute Sache sein, aber sonst? Bertram Reinecke (Leipzig)… Continue Reading „Eingesandt“
Rolf Schneiders Berliner Anthologie, Morgenpost vom 27.7.03: Jakob van Hoddis: Morgens
Der Spiegel spricht mit Wolf Biermann über seine Erinnerungen an den Hamburger Feuersturm vor 60 Jahren: Meine Mutter freute sich über die Bombenangriffe, weil auch sie Kommunistin war – und weil nicht allein mein Vater, sondern unsere gesamte jüdische Familie ermordet worden war. Die… Continue Reading „Der Feuersturm brüllt“
Für die NZZ vom 26.7.03 bespricht Hans-Albrecht Koch eine Bremer Ausstellung (samt Buch) über Rilkes Worpswede-Monographie. Bis 24. August. Publikation: Rilke. Worpswede. Eine Ausstellung als Phantasie über ein Buch. 2003. 383 S., Fr. 42
Natürlich ist diese neue Generation nicht so naiv, sich gänzlich dem Traditionszertrümmerer Brinkmann hinzugeben. Was sich da mit sehr eigenen Wahrnehmungsweisen und Abweichwinkeln in dieser Anthologie tummelt, bewegt sich durch die unterschiedlichsten lyrischen Galaxien: von Mandelstam bis Brinkmann, von Rilke bis Rühmkorf, von Leonard… Continue Reading „„Wieder steht ein Realismus rum““
Das Aachener Festival „Leselust“ kündigen die Aachener Nachrichten vom 24.7.03 an: Orientalische Akzente setzt schon die Eröffnung am 4. August mit den Autoren Christoph Leisten und Reinhard Kiefer. Leisten mit seinem neuen neuer Gedichtband „in diesem licht“ und Kiefer mit dem Erzählwerk „Café Moka“… Continue Reading „„Leselust““
Überaus lobend bespricht Alexander von Bormann die Nachdichtung des „Armen Heinrich“ von Hartmann von Aue durch Rainer Malkowski, FR 23.7.03: Heinrich wird uns als das Musterbild eines Ritters dargestellt. Malkowskis Verse geraten selbst ins Schwärmen: „Nie blühte Jugend schöner,/ er war ein Spiegel/ für… Continue Reading „Nachdichtung des „Armen Heinrich““
„Die Lyrikerin, Übersetzerin und Islamkundlerin Gisela Kraft, Jahrgang 1934, arbeitet mit im Writers-for-Peace-Committee des Internationalen P.E.N.“ Neues Deutschland interviewt die Autorin, die 1984 von West- nach Ostberlin übersiedelte. (Aber wenn meine Informationen stimmen, haben die Genossen sie zwei Jahre älter gemacht). Ihrem Ost-Debüt „Katze… Continue Reading „Gisela Kraft“
Der Warmbronner Verleger Ulrich Keicher, der die Edition im Auftrag der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung besorgt hat, versammelt hier einige Briefwechsel [Christian] Wagners, Fotografien und die wichtigsten Aufsätze zu dem Dichter, von Hermann Hesse und Peter Handke etwa, die frühere Lesebücher der… Continue Reading „Eine Welt von einem Namenlosen“
Ob er – wie Klaus Reichert in seinem Nachwort zu den «Sämtlichen Gedichten» behauptet – tatsächlich nie auf die «Semantisierbarkeit des sprachlichen Materials» verzichtet hat, bleibt somit nach einer neuerlichen Lektüre zu fragen. Gerade in seinen Gedichten, die ihn am wenigsten als Homo ludens… Continue Reading „Artmann selbdritt“
Einblick in das Gespräch zweier Geistesmenschen im Jahre 1935 gibt ein Brief von Max Bense an Gottfried Benn, SZ vom 19.7.03: Im Volk sein — jawohl — aber nicht in der Organisation. Nicht zuletzt lernte ich das, nachdem ich 2 Jahre in der SA… Continue Reading „Geistiges Reich“
Weniger freundlich über Kuhligk & Co. urteilt Tom de Toys alias Lord Lässig in einem furiosen Essay, aus dem ich hier ein Stück herausgebrochen habe: Was wollen die eigentlich damit bezwecken, wem soll es nützen außer ihnen selbst und hat der Planet nicht schon… Continue Reading „Dichterisches Delirium“
In der Wiener „Presse“ vom 19.7.03 bespricht ein online leider Ungenannter sechs Gedichtbände: Da wären allen voran die gesammelten Gedichte der im Jahre 1985 verstorbenen Surrealistin Meret Oppenheim, die sich in den Wolken Marzipan essende Rosen vorzustellen vermochte und die Enttäuschung der Sonne darüber,… Continue Reading „Marzipanessende Rosen“
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