Das Archiv der Lyriknachrichten | Seit 2001 | News that stays news
Das ist zwar konkrete Poesie, hats aber doch in sich. Aus gegebenem Anlaß fiel mir ein Anagrammgedicht von Kurt Mautz wieder ein. „germanisten nisten mager“… (Mag auch über alternde Literaten Auskunft geben.) Was es nicht ist: Es ist kein Lautgedicht. Es ist nicht assoziations-… Continue Reading „105. Germanisten“
Die Roboter üben noch. Die Zeitungen werden sie vielleicht zuerst übernehmen. Natürlich werden die sich dabei verändern, wir gewöhnen uns langsam daran. Hat ja auch sein Gutes. Beim Standard erhält man zB meist gleich das passende Wetter zum Preis. Bienekpreis für Elisabeth Borchers? Das Wetter… Continue Reading „104. Das Wetter in …“
Von Franzobel Ich gestehe, ich hatte Bedenken gegen diese Laudatio, zu der ich mich breitschlagen ließ, ohne auch nur eine Zeile von Nora Gomringer gelesen zu haben. Ich hatte auch Bammel vor der Lektüre dieser jungen Lyrikerin, weil die alten Herren des Literaturbetriebs in… Continue Reading „103. Laudatio auf die Lyrikerin und diesjährige Ringelnatz-Preis-Trägerin Nora Gomringer“
Wo? Natürlich in der „Welt„. Die sagt: Der Büchnerpreisträger vertritt einen konservativen Katholizismus, setzt sich für die Rückkehr zur tridentinischen Liturgie ein und sieht die Beschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils skeptisch. Er meint: Dass ausgerechnet der Osten Deutschlands, die Heimat der Reformation, immer gottloser… Continue Reading „102. Mosebach erklärt die Welt“
Ein leiser, zäher, mutiger, aufsässiger Mann, den viele, wenn sie ihn sahen, wie er ihnen kahlköpfig und in anspruchsloser Kleidung begegnete, für einen biederen Handwerker halten konnten. Als Poet ein Vertreter der schwäbischen Romantik, geliebt vom Publikum wegen seiner volksliedhaften Verse und populären Balladen,… Continue Reading „101. Uhland 225“
Den Dramaturg, Autor, Literaturwissenschaftler und ehemaligen Rektor der Schauspielschule Ernst Busch Klaus Völker als Rezitator in der Lettrétage zu hören, ist ein Ereignis, das Sie sich nicht entgehen lassen sollten! Anlass seines Besuchs ist ein Abend der Johannes-Bobrowski-Gesellschaft zu Ehren ihres namensgebenden Autors. Die Gesellschaft, deren Vorsitz Klaus… Continue Reading „100. Bobrowski und Freunde“
Natürlich gab es 2011 einige spannende Publikationen: Katharina Schultens »gierstabil« oder Daniela Seels »ich kann diese stelle nicht wiederfinden« haben sich beide mehr erlaubt als Bossongs Band. Von einer Konsensentscheidung kann man trotzdem kaum sprechen. Bossong schafft es, den Bogen zwischen Eingängigkeit und poetischer… Continue Reading „99. Schön und intelligent“
Hier wird ein zentraler Text zugänglich gemacht, und einer der schönsten, die mir begegnet sind, zumindest wirkt er in der Gestalt, die Buchmann ihm gegeben hat, schier unermesslich (man verzeihe mir die Superlative, aber an dieser Stelle kann ich nicht anders, als staunen, wie… Continue Reading „98. Beinahe gespenstisch“
Die Dichterin Elisabeth Borchers bekommt in diesem Jahr den mit 10 000 Euro dotierten Horst-Bienek-Preis für Lyrik. Das lyrische Werk der 86-Jährigen habe sich dem Gedächtnis der deutschen Literatur unverwechselbar eingeprägt, teilte die Bayerische Akademie der Schönen Künste mit…. Literatur: Lyrik-Preis für Elisabeth Borchers… Continue Reading „97. Horst-Bienek-Preis für Elisabeth Borchers“
Heinz Rudolf Kunze, Professor Deutschrock titelt der BR: Kunze dreht an der Sprache der Dichter und Denker, und da kommen dann diese Zeilen raus: „Wie war das, Mond, wie wird man so? Warum scheust du die Sonne? Schielst du vielleicht zur Venus hin, der spröden… Continue Reading „96. Professor Deutschrock“
Die Verfasser des Briefs schreiben: »Die Grundrechte der Urheber bzw. der von ihnen beauftragten Rechteinhaber aber werden … marginalisiert.« Die Crux liegt bei den »von ihnen beauftragten Rechteinhaber«. Denn wer sind die? Natürlich die Sender. „Die von ihnen beauftragen Rechteinhaber“ ist eine ungemein schönfärberische,… Continue Reading „94. Liebe Drehbuchautoren“
Als Sabine Scho vor drei Jahren beim Poetenfest in Erlangen alte und neue Gedichte las, lauschten knapp 1000 Zuhörer auf der grünen Wiese des Schlossparks. Gebannt hörten sie einer Wortakrobatin zu. Mit ihrem schneidenden, prononcierten Vortragsstil fesselte sie das Publikum. Und das obwohl oder… Continue Reading „90. Zeichen aus dem beschädigten Leben“
Die Stadt Wiesbaden vergibt in Kooperation mit hr2-kultur einen neuen Lyrikpreis. Erste Preisträgerin ist die Berliner Schriftstellerin Ursula Krechel. Krechel erhält die Auszeichnung, die mit 10.000 Euro dotiert ist, insbesondere für ihre beiden Bände „Stimmen aus dem harten Kern“ sowie „Jäh erhellte Dunkelheit“, heißt… Continue Reading „88. Orphil: Preis an Krechel, Debütpreis an Kornappel“
In der Sendung „Literatur im Gespräch“ Nachgespürt von Gerd Schäfer Für einen Literaturfreund erweist sich ein alter Ehe-Skandal im Saarland geradezu als Glücksfall. Denn Liesbet Dill, geboren 1877 in Dudweiler, gestorben 1962 in Wiesbaden, trennte sich von ihrem Mann, dem Juristen Gustav Seibert, um… Continue Reading „87. Zu Liesbet Dill, Gottfried Benn und Edith Cavell“
Trotz der Präzision, mit der Merz die Wörter setzt, bleiben seine Texte offen: Sie sind einfach und klar, zugleich rätselhaft und poetisch. Nachzulesen jetzt in den ersten drei Bänden einer auf sieben Bände geplanten Werkausgabe im Haymon-Verlag, herausgegeben von Markus Bundi. Der erste Band… Continue Reading „86. Jakobinerin mit Einkaufstasche“
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